Die Seeländer auf gutem Weg
Von Dieter Stamm. Aktualisiert am 10.03.2010
In Biel scheint das Publikum schon in der zweiten Saison der Playouts überdrüssig zu sein. Nur 4012 Zuschauer (Saison-Minusrekord!) wollten mit eigenen Augen sehen, ob Ambri wirklich so schwach ist, wie es der Auftritt in der regulären Saison vermuten liess, und ob Biel seine Nerven im Gegensatz zum Vorjahr im Griff haben würde. Zehn Minuten lang herrschte in der Eishalle Ungewissheit, machte namentlich Biel einen nervösen Eindruck, dann schoss der stark spielende Verteidiger Schneeberger das 1:0 und beantwortete gleichsam alle Fragen. Von diesem Moment an hatten die Gastgeber das Spiel im Griff, von wenigen Phasen abgesehen, in denen in der Verteidigung eine Unordnung herrschte, die von stärkeren Teams ausgenützt worden wäre.
Starker Himelfarb
Der Erfolg gibt dem Bieler Management fürs Erste recht, das sich durch die Verletzungen einiger Leistungsträger nicht aus der Ruhe bringen liess und darauf verzichtet hatte, teure Verstärkungen einzukaufen. Stattdessen deckten sich die Bieler mit B-Lizenz-Spielern ein und scheinen dabei eine gute Nase gehabt zu haben. Der Kanadier Himelfarb, der Ende letzte Saison aussortiert und via Lausanne bei Langenthal gelandet war, fügte sich in die Mannschaft ein, als wäre er nie fort gewesen, und vertrat seinen verletzten Landsmann Brown bestens. Bordeleau und Steinegger waren zuverlässig, während Torhüter Reto Berra Werbung in eigener Sache machte und nach dem 2:0-Sieg gegen den SCB zum zweiten Mal in Folge eine herausragende Leistung zeigte.
Die endgültige Entscheidung fiel nach 47 Minuten, als der einmal mehr frustrierte und brotlose Kunst abliefernde Westrum eine Disziplinarstrafe kassierte und Fata die Überzahlsituation zum 4:0 verwertete. (Der Bund)
Erstellt: 10.03.2010, 09:30 Uhr
