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Das stille Leiden nach dem zweiten Gegentor

Von Dieter Stamm. Aktualisiert am 13.04.2012 1 Kommentar

Marco Bührer hatte gestern ein Rendezvous mit dem Meisterpokal und dem Rekordbuch. Verpasst hat der SCB-Goalie beides.

Kein Rekord und noch kein Titel geholt: Marco Bührer.

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Bild: Keystone

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Das fünfte Finalspiel

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Der SCB gegen den ZSC.

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Er kam nach dem Spiel nicht in den Medienraum, um den Journalisten Red und Antwort zu stehen, wie er das sonst tut. Er mochte nicht reden, und man konnte es verstehen. Fast 70 Minuten lang hatte er gut gehalten. Alleine in der Verlängerung entschärfte er Chancen von Andres Ambühl, Down Blain, Luca Cunti und Patrik Bärtschi. Und dann dieser Schuss von Mathias Seger: halbhoch. Gewiss, der Zürcher stand schon nahe, als er abzog. Aber der Schuss war weder besonders scharf, noch besonders präzise. Er passierte Bührer unter dem linken Arm.

Man kann nicht von einem faulen Ei reden, wie man das tut, wenn der Torhüter einen schweren Fehler begeht. Aber Bührer hat solche Pucks schon gehalten, ohne Zweifel. Und das ist es, was einen Torhüter in einem solchen Fall zur Verzweiflung bringen kann. Er blickte sich nicht um, als Seger jubelte, sondern fuhr mit starrem Blick zu Seitenlinie, um sich zum Abspann aufzustellen.

Keine Bestmarke

Dabei hätte es sein Abend werden können. Gemacht für ihn, Marco Bührer. Er hätte nach 2004 und 2010 seinen dritten Meistertitel mit Bern feiern können. Vielleicht sogar gekrönt mit einer Bestmarke für die Rekordbücher. Auch daraus ist nichts geworden. Um eine Viertelstunde nicht. 169 Minuten hatte sich Cristobal Huet im Finale von 1999 nicht bezwingen lassen. Bührer fehlte gestern also eine knappe Viertelstunde: Aber nach insgesamt 154 Minuten musste er hinter sich greifen. Domenico Pittis vermasselte ihm auch das. Und auch Pittis erwischte ihn halbhoch, unter dem Arm. Es war zum Verzweifeln.

Dabei hatte der Abend für beide Keeper ruhig begonnen. Lukas Flüeler musste nach rund acht Minuten einen Schuss von Beat Gerber parieren, Bührer gar erst nach 15 Minuten eingreifen. Nach einem langen Zuspiel aus der Zürcher Zone stürzte er sich auf den Puck und begrub ihn unter sich. Souverän wie immer in den Spielen zuvor. Zu jenem Zeitpunkt war die Welt für ihn und Bern noch in Ordnung. (Der Bund)

Erstellt: 13.04.2012, 13:27 Uhr

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1 Kommentar

Hans Stucki

13.04.2012, 16:46 Uhr
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Ein tolles Spiel und eine tolle Partie! Bührer sei Dank, dass Bern immer noch führt und 2 weitere Chancen zum Titel haben! Antworten



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