Sport

«Das hat mit Glück und Pech zu tun»

Von Emil Bischofberger. Aktualisiert am 19.04.2012

Der CEO des SCB ist nicht allzu gesprächig, wenn es darum geht, die Meisterschaft zu rekapitulieren.

Marc Lüthi, der CEO des SCB.

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Bild: Keystone

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Die Entscheidung der Eishockey-Saison 2011/2012 zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions.

Marc Lüthi ist nicht unbedingt bekannt als Mann der Nuancen. Die Aussagen des SCB-Geschäftsführers sind je nach Laune entweder ausführlich und plakativ. Oder kurz und trocken. Am Tag nach dem Saisonende ist er nicht allzu gesprächig, wenn es darum geht, die Meisterschaft noch einmal zu rekapitulieren.

Da muss Lüthi durch, war er es doch, der mit der Entlassung von Larry Huras und der Installation von Antti Törmänen im Oktober die Saison des SCB wesentlich mitgeprägt hat. «Last but not least können wir stolz sein, was die Jungs in der sportlichen Abteilung geleistet haben», sagt er. Und findet: «Dass es nicht gereicht hat, hat mit Glück und Pech zu tun.»Ein Zyniker könnte behaupten, für Lüthi sei die Niederlage im siebten Spiel das ideale Ende: In der Bilanz erscheinen die Einkünfte aus vier ausverkauften Finalspielen, aber keine Meisterprämien.

«Auf dem richtigen Weg»

So denkt aber der kühle Rechner nicht. Er blickt vorwärts und sagt: «Die gestrige Niederlage war nur eine Zwischenetappe.» Eine Etappe auf dem Weg, den die Berner mit Törmänen fortschreiten werden. «Wenn ich damals vom Trainerwechsel nicht überzeugt gewesen wäre, hätte ich es nicht gemacht. Wie sich die Mannschaft weiterentwickelt hat, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Auch an seiner umstrittenen Forderung nach mehr Unterhaltung, mit der er Huras’ Entlassung begründete, hält er fest. «Unsere Saisonabonnenten zahlen für Qualifikation und Playoff. Im Playoff können wir ihnen nicht jedes Jahr ein Game 7 versprechen. Aber Unterhaltung in der Qualifikation. Die Leute sollen nach dem Spiel zufrieden nach Hause gehen. Im September/Oktober gab es eine Phase, da sagten sich viele: ‹Das brauche ich nicht, da gehe ich lieber ins Kino.›» Im Playoff sei das anders, weil durch die Spannung die Unterhaltung automatisch gegeben sei: «Da zählt nur der Sport, da gilt es, alles zu machen, um möglichst weit zu kommen.» (Der Bund)

Erstellt: 19.04.2012, 08:05 Uhr

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