Zwei schöne Tore und ein Sieg für den FCZ
FC Zürich |
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FC Vaslui |
69. Margairaz
90. Buff
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Zusammenfassung
Für Zürich endete die Europacup-Kampagne mit einem 2:0-Sieg gegen Vaslui. Margairaz (69.) und Buff (90.) entschädigte die Minikulisse mit sehenswerten Treffern für deren Bekenntnis zu einem Verein, der zuletzt praktisch alle Ziele aus dem Blickfeld verloren hat.
Das erste Highlight einer überwiegend trostlosen europäischen Derniere hatte Xavier Margairaz inszeniert. Der Romand, mit teils desolaten Auftritten mitverantwortlich für die Depression der letzten Monate, zirkelte den Ball wunderbar in die hohe Torecke. Offenbar hatte er mit einem gelungenen persönlichen Schlusspunkt gerechnet: Sekunden nach dem Kunstschuss präsentierte er dem Publikum ein «FCZ-Baby-Shirt», das er unter seinem Schienbeinschoner «versteckt» hatte. Es war der liebevolle Gruss an sein vor wenigen Tagen geborenes Kind.
Die Nummer 5 Zürichs war an diesem bitterkalten Abend auch an der letzten Szene des FCZ-Jahres beteiligt. In der 90. Minute bereitete er mit einem gekonnten Steilpass das 2:0 Buffs vor; der U17-Weltmeister schloss den Angriff mit einem Lobball smart und stilsicher gleichermassen ab. Nach einer Serie von Tiefschlägen, Häme, Spott und Ärger an allen Fronten verabschiedete sich der FCZ zumindest auf internationaler Ebene mit einer ansprechenden Vorstellung.
Der erste Sieg in der Europa League nach zwei Remis und drei Niederlagen stellte auch Urs Fischer zufrieden: «Es war ein sehr positiver Abschluss. Das ist wichtig für die Vorbereitungsphase der Rückrunde.» Der Zürcher Coach freute sich speziell darüber, dass «die Jungs nochmals an ihre Grenzen gegangen sind».
Support der Kurve
Ein Geisterspiel hat die Liga in der Meisterschaft trotz gewaltiger Probleme noch keines verhängt. Nun verhinderte ausgerechnet jene Kurve, die zuletzt wegen ein paar Einzeltätern im Kollektiv ins Offside geriet, eine Partie vor leeren Rängen. Nur im südlichsten Sektor des Stadions drängten sich die Anhänger wie in einer «normalen» Partie. Der harte und beeindruckend treue Kern entzog dem FCZ die Zuneigung nicht, andere wandten sich hingegen ab.
Das letzte und sportlich wohl unbedeutendste der 31 Spiele seit der Sommerpause fand im entsprechend überschaubaren Kreis statt. Eine Woche nach dem Basler Festspiel in der Champions League zeigte sich der Schweizer Fussball von seiner alltäglichen Seite. An das 2:0 Zürichs wird sich ausserhalb der FCZ-Gemeinde in Kürze niemand mehr erinnern.
Zürich steht derzeit für das graue Mittelmass - da hebt sich selbst ein Admir Mehmedi, der im vergangenen Juni an der U21-EM noch an der Seite der FCB-Jugend-Ikone Shaqiri brilliert hatte, um keine Nuance mehr ab. Er spielte auf dem Weg zum 2:0 gegen das bescheidene Vaslui keine Rolle. Für den Nationalspieler kommt die Winterpause keinen Tag zu früh.
Vaslui harm- und ergebnislos
Dass für Vaslui in Zürich mehr als nur die reine Imagepflege im Programm stand, war nur deshalb erkennbar, weil sich die Rumänen ziemlich verkrampft um ein positives Ergebnis bemühten. In der ersten Halbzeit erspielten sie sich nicht eine gute Szene. Der FCZ kontrollierte den Widersacher, Chermitis Tor wurde wegen einer angeblichen Offside-Position annulliert (9.), und Margairaz vergab früh eine hochprozentige Chance (12.).
Erst als sich Fernduell mit Lazio zuspitze - die Römer führten nach 55 Minuten 2:0 - und klar war, dass Vaslui das Out in dieser Konstellation nur noch mit einem Erfolg, erhöhten die auswärts seit neun Partien sieglosen Gäste das Engagement - zu ihrem Nachteil ohne Konzept. (si) -
Telegramm
FC Zürich - Vaslui 2:0 (0:0)
Letzigrund. - 6200 Zuschauer. - SR Lajuschkin (Russ). - Tore: 69. Margairaz 1:0. 90. Buff (Margairaz) 2:0.
FC Zürich: Guatelli; Philippe Koch, Béda, Teixeira, Rodriguez; Margairaz, Aegerter (70. Buff), Zouaghi, Djuric (62. Nikci); Mehmedi, Chermiti (84. Drmic).
Vaslui: Cerniauskas (33. Puia); Milanov, Balaur, Farkas, Milisavljevic; Jovanovic (80. Buhaescu), Gladstone, Pavlovic, Sanmartean (54. Gerlem); Adailton, Bello.
Bemerkungen: FCZ ohne Kukuruzovic, Alphonse, Chikhaoui, Magnin (verletzt oder geschont), Raphael Koch (krank), Brecher, Gajic (nicht im Aufgebot), Vaslui ohne Wesley, Temwanjera (beide gesperrt). Verwarnungen: 34. Gladstone, 92. Pavlovic (beide Foul). -
Abpfiff
Das wars! Der FC Zürich schlägt Vaslui dank schönen Toren von Margairaz und Buff 2:0. Die Zürcher verabschieden sich damit erhobenen Hauptes aus der Europa League und in die Winterpause.
Ein Matchbericht folgt in Kürze. -
90'
Tor!
2:0
Die Entscheidung im Letzigrund: Buff schliesst einen schönen Konter mit dem 2:0 für den FCZ ab, er lupft den Ball herrlich über den Keeper der Rumänen.
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84'
Wechsel
Dritter Wechsel beim FCZ: Drmic ersetzt Chermiti.
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71'
Wechsel beim FCZ: Buff übernimmt Aegerters Position.
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69'
1:0
Doch noch ein Highlight! Margairaz schlenzt den Ball zum 1:0 für den FCZ ins Tor und jubelt danach mit einem Mini-Trikot in der Hand, das er zuvor aus dem Schienbeinschoner gezogen hat. Margairaz wurde kürzlich Vater.
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Die offizielle Zuschauerzahl beträgt 6200... Die Richtigkeit der Zahl darf man getrost bezweifeln.
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62'
Wechsel
Nikci ersetzt beim FCZ Djuric.
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Lazio hat im Parallelspiel gegen Sporting auf 2:0 erhöht. Vaslui braucht also fast sicher einen Sieg fürs Weiterkommen.
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57'
Mehmedi flankt im Strafraum Richtung Chermiti, der Tunesier ist leider ein paar Zentimeter zu klein, um den Ball zu erhaschen.
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55'
Erstklassige Kopfballchance für Vaslui, doch Guatelli ist auf dem Posten.
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54'
Wechsel
Vaslui wechselt erneut: Gerlem kommt für Sanmartean.
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Vaslui ist seit dem Seitenwechsel tatsächlich etwas aktiver und mutiger. Was den Rumänen wie dem FCZ fehlt, ist die Präzision.
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46'
Lazio führt im Parallelspiel gegen Sporting. Das heisst, dass Vaslui auch gewinnen müsste, um weiterzukommen. Wird das Spiel nun offensiver und attraktiver?
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Anpfiff
Es geht weiter im Letzigrund.
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Abpfiff
Die erste Halbzeit endet mit einem Freistoss für den FCZ. Er fliegt an Freund und Feind vorbei ins Out...
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40'
Verwirrung im FCZ-Strafraum, weil die Zürcher Adailton übersehen haben. Béda klärt schliesslich doch noch.
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35'
Djuric fasst sich aus rund 25 Metern ein Herz und schiesst. Der Ball segelt jedoch genau in die Mitte des Tors, wo der eingewechselte Keeper der Rumänen steht.
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Gelbe Karte
Gledstone sieht für ein Foul an Djuric die gelbe Karte.
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33'
Wechsel
Goaliewechsel bei Vaslui: Puia ersetzt Cerniauskas.
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31'
Nach einer guten Phase ist das Spiel ein wenig eingeschlafen. Am meisten Betrieb machen die Zürcher Fans in der Südkurve.
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21'
Der FCZ ist in den ersten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft. Zuletzt versuchen es die Zürcher aber notgedrungen mit weiten Bällen, die selten ankommen.
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13'
Zwei recht gefährliche Bälle kommen vors Zürcher Tor, Guatelli pflückt sie aber mühelos aus der Luft.
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12'
Grosschance für den FCZ: Margairaz nimmt den Ball im Strafraum gekonnt mit der Brust an, schiesst dann aber deutlich neben das Gehäuse. Das hätte durchaus das 1:0 sein können.
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9'
Chermiti trifft ins Tor der Rumänen, der Treffer zählt wegen einer klaren Offside-Position allerdings nicht.
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Rund 3500 Zuschauer dürften heute den Weg in den nasskalten Letzigrund gefunden haben. Wahre Fans angesichts der Ausgangslage und der Bedingungen.
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4'
Die ersten Minuten haben noch keine gefährlichen Szenen gebracht. Der FCZ hat etwas mehr vom Spiel.
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Anpfiff
Das Spiel hat begonnen.
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Der FCZ spielt heute mit zwei Stürmern: Chermiti und Mehmedi kommen zum Handkuss. Im Tor steht wie üblich bei Europacup-Spielen Guatelli.
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Willkommen zum Fussball-Ticker. Für den FCZ geht es heute darum, sich erhobenen Hauptes in die Winterpause zu verabschieden. Vaslui kann sich noch für die Sechzehntelfinals qualifizieren.
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Vorschau
Inklusive der Champions-League-Qualifikation hat das Team von Urs Fischer in neun Spielen nur ein einziges Mal (1:0 gegen Lüttich) gewonnen. In der Europa League spielte der Zweite der letzten ASL-Saison keine Rolle und ist frühzeitig ausgeschieden. Das Torverhältnis von 3:8 ist der statistische Beleg des Scheiterns. Zürich ist im Plus-Tor-Ranking der 48 Teilnehmer an vorletzter Stelle klassiert – noch hinter den irischen Shamrock Rovers. Vaslui hingegen, im rumänischen Championat mittlerweile auf Platz 4 vorgestossen, würde die gleiche Punktzahl wie Lazio (gegen Leader Sporting) zur Qualifikation für die 1/16-Finals genügen.
Es ist unter den aktuellen Vorzeichen im Letzigrund mit einer Minikulisse zu rechnen. Zürichs Manager Fredy Bickel will sich über den womöglich trostlosen Rahmen keine Gedanken machen: «Mir ist das alles egal. Uns geht es darum, das Jahr mit einem positiven Ergebnis zu beschliessen. Nur das zählt.» Es geht um die Begrenzung des (Image-)Schadens. Bickel ist bewusst, dass auch im Europacup «vieles unglücklich gelaufen ist».
Abdis Rückkehr?
Die Frage aufzuwerfen, ob der FCZ gegen Vaslui mit einer Equipe antritt, die bereits in der Winterpause erheblichen Veränderungen unterzogen wird, scheint berechtigt zu sein – zumal Präsident Ancillo Canepa ja immer von einer «rollenden Planung» zu sprechen pflegt. Bickel dementiert entsprechende Pläne: «Daran glaube ich nicht. Ich höre zwar auch immer von Anfragen. Konkrete Offerten liegen bei mir aber keine auf dem Pult.»
Mit Personaldebatten muss sich der FCZ-Sportchef gleichwohl befassen - eine davon könnte Almen Abdi betreffen. Der frühere Regisseur ist beim Serie-A-Spitzenklub Udinese überzählig. Bickel schliesst eine Rückkehr nicht mehr aus und sendet ein deutliches Signal: «Für ihn sind die Türen offen. Wenn er kommen will und es finanziell machbar wäre, könnte man für ihn einen Platz freischaufeln.» Abdi müsste aber wohl auf viel Geld verzichten - und ohne seinen Berater Dino Lamberti mit dem FCZ verhandeln. «Mit ihm setzen wir uns nicht an einen Tisch», stellt Bickel klar.
Auf der Goalieposition zeichnet sich ab, dass Zürich den Vertrag mit der italienischen Nummer 2 Andrea Guatelli verlängern wird. Stammkeeper Johnny Leoni hingegen liess beide Fristen Zürichs verstreichen. Seine Ära dürfte im nächsten Sommer enden. Er ist offenkundig nicht gewillt, die Offerte des FCZ anzunehmen. (si)
Erstellt: 14.12.2011, 16:36 Uhr
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