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Zum letzten Mal im Letzigrund
Von Peter Bühler. Aktualisiert am 12.05.2012 5 Kommentare
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Super League
29. Runde
| 27.04. | Grasshoppers - Thun | 0 : 2 |
| 28.04. | Basel - Luzern | 0 : 3 |
| 28.04. | Young Boys - Lausanne | 3 : 1 |
| 28.04. | St.Gallen - FC Zürich | 1 : 2 |
| 22.05. | Servette - Sion | 4 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59:30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41:30 | 60 |
| 3. | St.Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49:32 | 56 |
| 4. | FC Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54:42 | 49 |
| 5. | Sion | 33 | 12 | 9 | 12 | 36:49 | 45 |
| 6. | Thun | 33 | 12 | 8 | 13 | 41:42 | 44 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44:43 | 42 |
| 8. | Luzern | 33 | 8 | 12 | 13 | 35:46 | 36 |
| 9. | Lausanne | 33 | 6 | 9 | 18 | 25:47 | 27 |
| 10. | Servette | 33 | 6 | 8 | 19 | 28:51 | 26 |
30. Runde
| 03.05. | Lausanne - FC Zürich | 1 : 1 |
| 04.05. | Grasshoppers - Servette | 2 : 0 |
| 04.05. | St.Gallen - Young Boys | 3 : 1 |
| 05.05. | Sion - Basel | 0 : 1 |
| 05.05. | Thun - Luzern | 1 : 1 |
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Zu den Lauten der Branche gehört Johnny Leoni nicht. Ein Mann der grossen Worte ist der bald 28-jährige Walliser nie gewesen, Interviews gibt er im Flüsterton. Und Rummel um seine Person mag er schon gar nicht, am liebsten ist ihm die Ruhe. Er belächelt Goalies wie Pascal Zuberbühler, die vor und während eines Spiels pausenlos herumschreien und mit sehr breiter Brust auf den Platz gehen. Er sagt: «Es gibt ja einen Trainer, und auf dem Feld bin ich umgeben von Profis. Die wissen schon, was sie zu tun haben.»
Leoni selber wusste seit geraumer Zeit, was er machen wollte. Seinen Traum verwirklichen und im Ausland Fussball spielen. Nur: Trotz einiger guter Leistungen im Europacup blieben die konkreten Angebote aus für den Torhüter, der in der Super League über mehrere Saisons die besten statistischen Werte aufwies und am wenigsten Gegentreffer hinnehmen musste.
Ein grundsolider Torhüter
Der Grund dürfte darin gelegen haben, dass es Leoni ein wenig an Charisma mangelt und ihm die ganz grosse Ausstrahlung fehlt. Er ist kein Showman, kein Blender. Und in seiner Trainerhose, die er in jeder Übungseinheit und bei den Spielen trägt, wirkt er zuweilen ziemlich brav und bieder.
Aber: Leoni ist ein grundsolider Torhüter, der über die Jahre seine Fehlerquote konstant tief hielt. An Äusserlichkeiten mag er sich ohnehin nicht aufhalten, vielmehr sagt er mit seiner sanften Stimme: «Ich habe bewiesen, dass man mit mir Titel gewinnen kann.» Mit dem FCZ wurde er dreimal Meister.
Ab an die Sonne
Jetzt ist er in Zürich am Vertragsende angelangt und kann den Verein ohne Ablösesumme verlassen. Auch deswegen wurde für ihn der Weg ins Ausland endlich frei. Schon im Herbst einigte er sich mit Omonia Nikosia mündlich über einen Wechsel, im Februar unterschrieb er dann einen Zweijahresvertrag.
Omonia Nikosia? Ein Club, der in der zypriotischen Hauptstadt im Schatten der Champions-League-Überraschung Apoel steht und den man in Zürich allenfalls kennt, weil der frühere GC-Spieler Vero Salatic für ihn spielt. Leoni entgegnet in seiner unaufgeregten Art: «Ich bin lieber die Nummer 1 bei Omonia als zweiter oder dritter Goalie bei Sporting oder Benfica Lissabon.»
Keine Chance in der Nati
Dass es der Süden sein musste, stand für ihn und seine portugiesische Frau Sandra immer fest. Beide lieben die Sonne. Und beiden war klar, dass sie nach neun Jahren in Zürich eine Veränderung wollten. «Beim FCZ kenne ich alles und jeden, ich wollte heraus aus dem Trott und habe deshalb alle Offerten des Vereins auf eine Vertragsverlängerung abgelehnt.»
Dass er mit dem Wechsel in den zypriotischen Fussball seinen Platz als zweiter oder dritter Torhüter in der Nationalmannschaft gefährdet, ist ihm egal. Eine wirkliche Chance habe er ohnehin nie bekommen. Für 17 Länderspiele wurde er aufgeboten, nur für eine Halbzeit wurde er im August letzten Jahres in einem unbedeutenden Test in Liechtenstein eingewechselt.
«Danke Zürich!»
Beim FCZ aber stand er in der Meisterschaft in 220 Spielen im Tor – und morgen im Letzigrund gegen Servette wohl zum letzten Mal. In den beiden verbleibenden FCZ-Partien gegen GC und in Thun soll Andrea Guatelli die Chance bekommen, sich dem neuen Trainer Rolf Fringer zu präsentieren. Der Italiener wird ab Sommer gegen David da Costa, der aus Thun kommt, um Leonis Nachfolge kämpfen.
Leoni verabschiedet sich trotz der misslungenen Saison im Guten von Zürich. Er war mit dem FCZ lange erfolgreich, und in der Stadt wurde Sohn Giulian geboren. Mittlerweile ist er 19 Monate alt und Leonis grösstes Glück. Zum Abschied sagt er: «Danke Zürich – aber das Wetter hätte manchmal besser sein können.»
Also doch noch eine letzte Frage, Johnny Leoni. Spielen Sie auch in der Hitze von Zypern stets in einer Trainerhose? Er lächelt ein letztes Mal in seiner manchmal leicht verlegenen Art und flüstert: «Ich denke schon. In langen Hosen bin ich am besten.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 12.05.2012, 11:16 Uhr
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5 Kommentare
Ich wünsche Johnny Leoni alles Gute. Für ihn hoffe ich, dass sein neuer Verein besser geführt wird als zur Zeit der FCZ. Bei Vereinsführung, Spielern und neuem Standard-Torhüter Guatelli sind keine Qualitätsunterschiede festzustellen. So wird der FCZ von Beginn an in der neuen Saison gegen den Abstieg kämpfen müssen. Antworten
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