Yakin über die Rückrunde, Demut und sein Treffen mit Hitzfeld
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 03.01.2011 5 Kommentare
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Ohne die Geniestreiche des Internationalen wäre das Team von Rolf Fringer nicht dort, wo es heute steht. Nämlich ganz oben in der Tabelle, einen Punkt vor dem letztjährigen Doublesieger FC Basel. Yakin weist eine hervorragende Bilanz auf. Er schoss neun Tore und steuerte auch noch elf Assists bei. Yakin kann mit dem FC Luzern Meister und auch Torschützenkönig werden. Der Basler Alex Frei hat nur ein Tor mehr auf dem Konto. Doch Yakin, soeben aus seinem Urlaub aus Miami zurückgekehrt, tritt auf die Euphoriebremse.
«Ich habe mit dem FC Luzern noch überhaupt nichts gewonnen», mahnt der Basler gegenüber DerBund.ch/Newsnet. Mann müsse sich jetzt im Training wieder alles hart erarbeiten und eine gewisse Demut an den Tag legen. «Wir haben in der Vorrunde die Punkte zwar nicht gestohlen», sagt der Linksfüsser. Mit dem Titel des Wintermeisters könne man jedoch kein Geld verdienen und sich deshalb auch nichts dafür kaufen.
Yakin tritt auf die Euphoriebremse
«Jeder einzelne Spieler muss sich täglich hinterfragen und herausfinden, ob er wirklich alles für den Verein tut und professionell arbeitet», gibt er zu bedenken. Das gelte selbstverständlich auch für ihn selbst. «Wenn wir am Dienstag ins Training einsteigen, beginnen wir alle wieder bei Null», sagt der Captain des FC Luzern.
Yakin macht sich auch Gedanken über die Nationalmannschaft. Trainer Ottmar Hitzfeld hat sich mit seinem Regisseur in Luzern sogar zu einem persönlichen Austausch getroffen. Obwohl Yakin bei Hitzfeld zuletzt in der EM-Qualifikation nicht mehr erste Wahl war, hat er sich immer ohne Wenn und Aber zur Nationalmannschaft bekennt. Ein Rücktritt, wie ihn der Basler Alex Frei auf Ende Saison angekündigt hat, kommt für ihn überhaupt nicht infrage.
Hitzfelds Wertschätzung für Yakin
Den Rückzieher Freis will Yakin nicht kommentieren. «Ich kann nur für mich sprechen. Und so lange ich das Gefühl habe, ich könne der Schweiz helfen, werde ich das auch tun», verspricht der Mann, der am 22. Februar bereits 34 Jahre alt wird. Er sei immer noch stolz, für sein Land spielen zu dürfen. Hitzfeld hat Yakin beim Treffen in Luzern auch seinen Dank ausgesprochen. Der grandiose Auftritt Yakins beim 2:2 im letzten Testspiel gegen die Ukraine hat Hitzfeld offenbar zum Umdenken bewogen.
«Herr Hitzfeld hat mir seine Wertschätzung übermittelt», freut sich Yakin. Die Anerkennung eines grossen Trainers wie Hitzfeld sei für jeden Spieler eine Auszeichnung mit besonderem Wert. «Darauf will und darf ich mich aber nicht ausruhen», sagt Yakin sofort. «Wir wollen an die EM fahren, aber dazu braucht es die totale Einstellung aller.» Yakin verspricht, dass man in der verbleibenden EM-Qualifikation eine ganz andere Schweizer Mannschaft sehen werde wie zuvor. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.01.2011, 12:11 Uhr
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5 Kommentare
Nur mit einem Hakan Yakin in der Regisseur-Rolle hat die CH-Nationalmannschaft eine Chance sich für die EM 2012 zu qualifizieren! Ich hoffe, dass dies Othmar Hitzfeld mit der Zeit auch noch einsieht. Yakin ist ein Spieler der jederzeit mit seiner Genialität den Unterschied ausmachen und Spiele entscheiden kann. Hakan bleib am Ball! Antworten
hakan yakin hat sich seit seinem wechsel zum fc luzern sehr positiv entwickelt. auf dem fussballplatz übernimt er verantwortung und hat in der vorrunde mit 9 toren und 11 assists ein hervorragende bilanz. aber auch neben dem platz hat er eine wandlung durchgemacht, die aussagen in diesem bericht sprechen bände. und, gott sei gedankt, unsere gebete wurden erhört, selbst hitzfeld scheint einsichtig. Antworten
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