YB spielt gegen Sion und gegen die Krise
Von Peter Herzog. Aktualisiert am 03.12.2011 1 Kommentar
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Die Bilanz ist deutlich und höchst unerfreulich für die Young Boys: Von den vergangenen sechs Partien hat YB fünf verloren, mit eingerechnet das vermasselte Penaltyschiessen mit vier Fehlversuchen beim Cup-Out am vergangenen Sonntag in Winterthur. Nur gegen Lausanne, den Tabellenletzten der Super League, reichte es in dieser Zwischenbilanz zu einem 4:1-Sieg.
Am Sonntag erscheint der Tabellendritte Sion zur Derniere auf Plastik im Stade de Suisse. Es ist das letzte YB-Heimspiel auf Kunstrasen, bereits am nächsten Mittwoch wird auf dem grünen Plastik im Wankdorf der Naturrasen verlegt – ein sogenannter Dicksodenrasen.Fortan fliegen im Wankdorf wieder die Grasbüschel, doch richtig Vorfreude vermag auch Christian Gross nicht zu manifestieren. Zu schwer lastet momentan die sportliche Krise. «Wir müssen gegen Sion gewinnen, um den Anschluss zu wahren», fordert der Trainer der Berner.Bei einer weiteren Niederlage würden die Young Boys um sieben Punkte hinter den Dritten Sion rutschen – ein Szenario, vor dem nicht nur Gross graut. «Das letzte Heimspiel auf Kunstrasen muss ein guter Abschluss werden.»
Das Ausscheiden aus dem Schweizer Cup liegt dem YB-Trainer immer noch schwer im Magen. Gross sagt: «Es ist ganz bitter, wir hätten aufgrund des Spielverlaufes nie aus dem Cup ausscheiden dürfen.» Die Partie in Winterthur hat er noch nicht verdaut, aber mittlerweile mit den Spielern aufgearbeitet. Bei der Ursachenforschung gelangt man immer wieder zum selben Ergebnis. «Im Abschluss sind wir zu wenig konsequent, und wir suchen den entscheidenden Zweikampf, die 1:1-Situation zu wenig. Aber das wiederhole ich ja ständig», sagt Gross.
Kritik «Beamtenfussball» ärgert
Und Gross verwahrt sich gegen den Vorwurf, seine Spieler begnügten sich mit Beamtenfussball, sie würden wohl mitmachen, aber sich zu wenig exponieren. «Beamtenfussball», sagt Gross mit bebender Stimme, «diesen Vorwurf habe ich bisher noch nie gehört.» Er fordere von seinen Spielern viel, «aber ich überfordere die Spieler ganz bestimmt nicht». Doch jeder, der bei YB unterschreibe, müsse wissen: «Die Ansprüche sind bei uns hoch.»
Hinterfragt und geprüft werde aber alles. Gross macht sich auch Gedanken über das System. «Wir spielen mit zwei sogenannten Sechsern, und das gibt eine Art Zweiteilung der Mannschaft, mit einem defensiven Teil und einem offensiven Teil. Und die Offensivspieler stehen deshalb extrem in der Verantwortung.» Der Trainer betonte, dass es zurzeit bei YB bestimmt keinen Systemwechsel gibt, doch während der Winterpause werde er sich weiter mit diesem Thema beschäftigen.
In Winterthur spielte Christoph Spycher für den verletzten Michael Silberbauer im Mittelfeldzentrum neben Regisseur Alexander Farnerud. Den Dänen Silberbauer, voraussichtlich der einzige YB-Spieler, der im Sommer an der EM in Polen und der Ukraine präsent sein wird, plagt weiterhin eine Oberschenkelverletzung, sein Einsatz gegen Sion ist fraglich. Gross denkt darüber nach, am Sonntag Pascal Doubai für Silberbauer spielen zu lassen, sodass Spycher wieder auf seine Position auf der linken Abwehrseite rücken kann.
Farnerud weilte gestern bei der Beerdigung seines Vaters in Schweden, der vergangene Woche verstorben ist. Auf heute Samstag wird der YB-Spielmacher zurückerwartet. Und auf die Frage, wer am Sonntag als Elfmeterschütze vorgesehen sei, antwortet Gross: «Farnerud ist unser sicherster Schütze.» (Der Bund)
Erstellt: 03.12.2011, 09:14 Uhr
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1 Kommentar
Es ist ja von den verantwortlichen Personen von YB auch nichts anders zu erwarten als die beleidigte Leberwurst zu spielen. Kaenzig gibt der Glücksfee die Schuld. Gross fehlt zu seinem Glück nur der fehlende 2 Meter Stürmertank. Hasler hat nichts gemacht also hat er auch nichts falsch gemacht und zu guter letzt sagt er noch der Trainer mache sehr gute Arbeit . HALLO welcher Film läuft da ab! Antworten
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