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«Das hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun»

Von Martin Erdmann. Aktualisiert am 19.09.2012 1 Kommentar

Liverpool hat für das morgige Spiel im Stade de Suisse acht Stammspieler zuhause gelassen. Von Überheblichkeit wollen die Engländer jedoch nichts wissen.

1/5 Die Berner Young Boys bereiten sich auf das Spiel des Jahres vor.
Bild: Keystone

   

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Steven Gerrard, Luis Suarez und Pepe Reina: Das sind nur drei der acht Mitglieder der Liverpool-Stammelf, die morgen einen spielfreien Tag geniessen können. Denn der Reds-Trainer Brendan Rodgers setzt im Duell mit den Young Boys auf die Jugend. «Es ist eine gute Gelegenheit, um zu sehen, wo die jungen Spieler stehen.»

Obwohl Rodgers auf seine Stars verzichtet, spricht er von einem schwierigen Spiel. «YB verfügt über eine gute Technik, kann die Partie kontrollieren und hat einen Stürmer, der den Ball halten kann.» Schon nur, dass die Young Boys die Hürden bis in die Europa League genommen haben, zeige, dass die Mannschaft über Qualität verfügt.

Fragezeichen YB

Mittelfeldspieler Nuri Şahin wird morgen mit seinen 23 Jahren einer der Routiniers in seiner Mannschaft sein. «Ich werde deswegen auch mehr Verantwortung übernehmen», sagt er. Dass seine Mannschaft mit einer B-Equipe anreist, sieht er nicht als Zeichen von Überheblichkeit. «Das hat nichts mit YB oder mangelndem Respekt zu tun», sagt Şahin. Liverpool hätte eben zwei Spiele pro Woche zu absolvieren und dazu ein relativ schmales Kader.

Gegen wen er denn morgen spielen wird, das weiss Şahin nicht so genau: «Ich kann nicht viel über YB sagen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich die Schweizer Liga verfolge.» Er kenne aber ehemalige Bundesligaspieler wie Alex Frei und Philipp Degen.

Grosse Vorfreude

Die Vorverkaufszahlen zeigen es: Ganz Bern ist heiss auf die morgige Partie gegen Liverpool. 29'000 Tickets wurden bereits abgesetzt. Es ist davon auszugehen, dass das Stade de Suisse morgen mit 31'120 Zuschauern restlos ausverkauft sein wird.

Doch nicht nur die Fans können den Anpfiff kaum erwarten. Auch bei den Spielern regt sich Vorfreude. «Für solche Spiele trainieren wir jeden Tag. Damit geht ein Bubentraum in Erfüllung», sagt Marco Wölfli. Christoph Spycher sieht es gleich. «Die Vorfreude ist spürbar. Man hat nicht oft die Chance, sich mit solchen Topspielern zu messen.»

Keine Angst vor niemandem

Die Reds sind desolat in die Meisterschaft gestartet und haben aus vier Spielen lediglich zwei Punkte geholt. So dürfte das Spiel gegen Manchester United nächsten Sonntag in Liverpool einen höheren Stellenwert haben als der Trip in die Schweiz.

Am Mittwochmorgen glaubte Trainer Martin Rueda noch, dass es sich sein Gegenüber nicht leisten kann, nur mit einer B-Mannschaft anzutreten. «Ich glaube nicht, dass wir sehr weit weg sind von Liverpool.» Rueda ging deshalb davon aus, dass die Engländer mit einer schlagkräftigen Truppe auftreten werden. Marco Wölfli beunruhigte das nicht. «Wir müssen uns vor niemandem verstecken», sagte er. Dass dies so sei, habe die erste Halbzeit des Playoff-Hinspiels der Champions League gegen Tottenham Hotspur vor zwei Jahren gezeigt. Die Berner führten damals nach 28. Minuten bereits mit 3:0.

Kämpferischer Auftritt erwartet

Martin Rueda hat Vertrauen in seine Mannschaft. «Auch gegen so einen Gegner haben wir eine Chance.» Doch um diese zu nutzen, brauche es grosse Entschlossenheit und vor allem «keinen Respekt.»

Respekt wurde dann dennoch gezollt – und zwar an die Adresse von Steven Gerrard. «Er ist eine Legende in Liverpool», sagt Wölfli. Sein Trainer erklärt wieso: «Gerrard ist ein Weltklasse-Spieler, der sein Talent schon über Jahrzehnte unter Beweis stellt.» Auch heute verfüge er immer noch über grosse Qualitäten, so Rueda. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.09.2012, 13:04 Uhr

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1 Kommentar

Petter Rettenmund

19.09.2012, 13:56 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Informationen zur Aufstellung resp. der mitreisenden Spieler gibt es im Netz. Nicht dabei: Steven Gerrard, Luis Suarez, Glen Johnson, Martin Skrtel, Daniel Agger, Joe Allen, Martin Kelly und Pepe Reina.
Leicht zu finden. Bekomme ich jetzt einen Anteil des Lohnes, da ich ja die Recherche gemacht habe?
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