Wettskandal: Spieler sollten vergiftet werden
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 27.11.2009
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Laut neuesten Ermittlungen sollten Fussballer «im Sinne russischer Methoden» vergiftet werden. Das berichtet das «Hamburger Abendblatt». Nach Einsicht in die Ermittlungsunterlagen seines Mandanten Deniz C. sagte der deutsche Rechtsanwalt Burkhard Benecken, dass es nach Erkenntnissen der Ermittler auch Einwirkungen auf Mannschaftsärzte und Köche von Luxushotels gegeben haben soll.
Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum seien diese angewiesen worden, «einzelne Spieler im Sinne russischer Methoden zu vergiften, damit diese für einzelne Partien ausfallen», erklärte Benecken der Zeitung.
Mehr verloren als gewonnen?
Damit geht es im bisher grössten europäischen Fussball-Wettbetrug nicht mehr länger bloss um Täuschung, sondern um organisierte Kriminalität. Beneckens seit vergangenem Donnerstag in Untersuchungshaft sitzendem Mandanten wird erpresserischer Menschenraub und gewerbsmässiger Bandenbetrug in acht Fällen vorgeworfen, schreibt das Blatt weiter.
Insgesamt soll es bei den Wetten von Deniz C. und seinen Komplizen in der Schweiz und Belgien, der Türkei, Slowenien und Kroatien um einen Gewinn von fast einer Million Euro gehen. Der Anwalt des Deutsch-Türken will diese Vorwürfe aber entkräften und beweisen, dass sein Mandant mehr verloren als gewonnen hat.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.11.2009, 11:46 Uhr
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