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Viele Sorgen, aber Gross bleibt kämpferisch
Von Fabian Ruch. Aktualisiert am 11.04.2012 96 Kommentare
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Super League
34. Runde
| 25.05. | Lausanne - Luzern | 3 : 0 |
| 25.05. | Sion - Thun | 0 : 1 |
| 26.05. | St.Gallen - Servette | - : - |
| 26.05. | Young Boys - FC Zürich | - : - |
| 26.05. | Grasshoppers - Basel | - : - |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59:30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41:30 | 60 |
| 3. | St.Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49:32 | 56 |
| 4. | FC Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54:42 | 49 |
| 5. | Thun | 34 | 13 | 8 | 13 | 42:42 | 47 |
| 6. | Sion | 34 | 12 | 9 | 13 | 36:50 | 45 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44:43 | 42 |
| 8. | Luzern | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:49 | 36 |
| 9. | Lausanne | 34 | 7 | 9 | 18 | 28:47 | 30 |
| 10. | Servette | 33 | 6 | 8 | 19 | 28:51 | 26 |
35. Runde
| 29.05. | Lausanne - Servette | - : - |
| 29.05. | Luzern - Sion | - : - |
| 29.05. | St.Gallen - Grasshoppers | - : - |
| 29.05. | Young Boys - Basel | - : - |
| 29.05. | FC Zürich - Thun | - : - |
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YB leidet mal wieder und läuft den eigenen hohen Erwartungen verzweifelt hinterher. Man hat längst aufgehört zu zählen, die wievielte (Ergebnis)-Krise der Verein gerade erlebt. Er hat im letzten Jahrzehnt zwar eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen, der beeindruckende Zuschauerschnitt liegt trotz schwer enttäuschender Saison über 22000 – aber der Schritt vom Spitzenteam zum Titelteam ist mit schmerzhaften Rückschlägen im Multipack verbunden.
Nach der blamablen 1:3-Heimniederlage gegen Lausanne am Ostermontag befindet sich YB am Tiefpunkt. Die Spieler sind verunsichert, die Fans entrüstet, die Sponsoren unzufrieden. «Wir sind alle enttäuscht», sagt YB-Trainer Christian Gross.
Entwicklung ist beängstigend
Gross ist in Bern, um die ambitionierten Young Boys endlich, endlich wieder zur Meisterschaft zu führen. Das ist seine Mission. Dafür hat man ihm ein sehr teures, sehr breites, für diese Liga exzellent besetztes Team hingestellt. Am Dienstag, einen Tag nach der fürchterlich schwachen Vorstellung gegen Aufsteiger Lausanne, sagt Gross: «Ich bin überzeugt, dass wir Erfolg haben werden.»
Selbstverständlich hat der Trainer die vielen Mängel der Young Boys im Heimspiel gegen Lausanne (und in vielen Partien dieser Saison) analysiert. «Wir müssen sehr vieles besser machen», sagt Gross. «Wir müssen schwungvoller, entschlossener und dominanter angreifen, wir müssen kompromissloser verteidigen.» Christian Gross hat diese Worte schon oft gewählt in dieser Saison. Er ist jetzt zehn Monate bei YB, aber die Entwicklung seines Teams ist trotz erheblichen Investitionen beängstigend. «Klar, unsere Bilanz ist unbefriedigend», sagt der Trainer. Und er plädiert – wieder – für mehr Geduld. Trotz mehreren unerklärlich leblosen, miserablen YB-Auftritten zweifelt Gross nicht an sich: «Unser Weg ist weit. Und es geht nur mit harter Arbeit. Wir müssen Tag für Tag bereit sein, Fortschritte zu erzielen.»
Manchmal wirkt selbst Christian Gross nach der kläglichen YB-Darbietung gegen Lausanne im Gespräch müde und ratlos. Aber er ist sofort auch wieder enorm kämpferisch. «Ich habe immer gesagt, dass die Aufgabe in Bern schwierig und die Herausforderung gross ist.» Die vielen Baustellen und die ständige Unruhe in Umfeld und Betrieb, der mutmassliche Millionenverlust des Vereins angesichts der Vorwärtsstrategie, die freudlosen, ängstlichen Vorstellungen der talentierten Fussballer, die miesen Ergebnisse – all das ist im Resultatgeschäft für einen Routinier wie Gross letztlich auch: eine Momentaufnahme. «Wir setzen weiter alles daran, in dieser Saison Rang 2 zu erreichen», sagt der Trainer. «Und wir werden das schaffen. Am Samstag im Heimspiel gegen GC haben wir bei den Fans vieles gutzumachen.»
Jetzt ist Gross im Element, spricht lauter und schneller. Er freut sich auf die Rückkehr der gegen Lausanne gesperrten Raúl Bobadilla und Matias Vitkieviez, bedauert gleichzeitig, dass gegen GC Emmanuel Mayuka und Alain Nef eine Gelbsperre absitzen müssen – und er hofft, dass der gegen Lausanne wegen einer leichten Hirnerschütterung ausgewechselte Christoph Spycher wieder dabei sein wird. Und der Coach lobt einen, den er bisher trotz dessen hoher Qualität eher nicht gefördert hat: «Moreno Costanzo war gegen Lausanne leider krank. Er hatte zuvor gut gespielt und ist mit seinen starken Freistössen und Eckbällen ein Gewinn für unser Team.»
Die Erinnerung an das 1:8
Selbst wenn die Young Boys bisher eine massiv ungenügende Spielzeit absolvieren und sie sich oftmals äusserst unattraktiv präsentieren, so gilt für das Gross-Experiment: Abgerechnet wird nächstes Jahr. Und in der Krise erinnert man sich gerne an bessere Zeiten. 2001 hatte Gross – in seiner dritten Saison beim FC Basel – das Startspiel in Sion 1:8 verloren. Seine Entlassung schien beschlossene Sache, Medien und Fans hatten Gross und dessen rustikale Spielweise aufgegeben. Aber Präsident René C.Jäggy hielt eisern am Trainer fest. Zehn Monate später feierte der FCB den ersten Meistertitel nach 22 Jahren und den ersten Cupsieg seit 27 Saisons. (Berner Zeitung)
Erstellt: 11.04.2012, 08:02 Uhr
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96 Kommentare
Trainer Rueda hat sehr gute Vorarbeit geleistet! Den Gegner studiert, die richtige Taktik ausgewählt, die Spieler geschult, trainiert und vorbereitet und Spieler eingesetzt, die Tore schiessen. Von einem solchen Trainer könnte Herr Gross noch vieles lernen! Antworten
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