Sport
«Van Gaal wird den Machtkampf gegen Hoeness verlieren»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 23.11.2010
Experte und Bayern-Kenner Udo Lattek gibt Bayerns Trainer Louis van Gaal in einem Machkampf gegen Präsident Uli Hoeness keine Chance. (Bild: Keystone )
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Experte und Bayern-Kenner Udo Lattek gibt Trainer Louis van Gaal im Machtkampf gegen Hoeness keine Chance. (Bild: Keystone )
Der streitbare Holländer legt sich wieder einmal mit Präsident Uli Hoeness an, mit dem er seit längerem im Clinch liegt. Van Gaal lässt keine Gelegenheit aus, sich mit dem Boss anzulegen. Grund: Der Trainer ist offenbar immer noch beleidigt, weil er von Hoeness im TV-Sender Sky vor Wochen angegriffen wurde. Van Gaal hat sich in die Personalpolitik eingemischt und die Empfehlung abgeben, Schweinsteiger müsse zum Saisonende verkauft werden, sollte er seinen bis 2012 laufenden Vertrag nicht verlängern.
Dabei hatte die Vereinsleitung wenige Tage zuvor noch verkündet, dass der 26-jährige Nationalspieler unverkäuflich sei. Van Gaals Aussage dürfte in Anbetracht der 14 Punkte Rückstand in der Tabelle auf Dortmund das Verhältnis zur Chefetage zusätzlich belasten. Trainerlegende Udo Lattek hat mit den Bayern sechs Meistertitel und dreimal den Pokal gewonnen. «Wenn sich Van Gaal mit Hoeness anlegen will, dann hat er im Machtkampf keine Chance, er wird ihn verlieren», sagte der Experte und Bayern-Kenner am vergangenen Sonntag in der Talksendung «Doppelpass» im deutschen Sportfernsehen DSF. Auch die weiteren anwesenden Journalisten sprachen von einer unglaublichen Respektlosigkeit Van Gaals gegenüber dem Verein FC Bayern München.
Bayern revidieren ihre Saisonziele
Inzwischen gibt auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Van Gaal kontra. Man wolle Schweinsteiger unter keinen Umständen vorzeitig ziehen lassen. Rummenigge bekräftigt mit seiner Aussage die klare Linie des deutschen Meisters und pfiff damit auch Trainer Van Gaal zurück. «Bei solchen Entscheidungen hat der Trainer keinen Einfluss», versicherte Rummenigge im ARD-Morgenmagazin. Der Doublesieger hat inzwischen seine Saisonziele revidiert. «Wir sollten jetzt die Plätze drei und zwei avisieren», sagt Sportdirektor Christian Nerlinger gegenüber Sueddeutsche.de. Van Gaal hingegen macht auf Durchhalteparole. «Wir haben noch so viele Spiele, die Hoffnung auf die Titelverteidigung bleibt bestehen.» (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.11.2010, 10:09 Uhr
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