Sport
Thorsten Fink in der Charakterfalle
Bundesliga
34. Runde
| 18.05. | M'gladbach - Bayern München | 3 : 4 |
| 18.05. | SC Freiburg - Schalke 04 | 1 : 2 |
| 18.05. | Hamburger SV - Bayer Leverkusen | 0 : 1 |
| 18.05. | Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg | 2 : 2 |
| 18.05. | 1. FC Nürnberg - Werder Bremen | 3 : 2 |
| 18.05. | Borussia Dortmund - Hoffenheim | 1 : 2 |
| 18.05. | VfB Stuttgart - Mainz 05 | 2 : 2 |
| 18.05. | Augsburg - Greuther Fürth | 3 : 1 |
| 18.05. | Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf | 3 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Bayern München | 34 | 29 | 4 | 1 | 98:18 | 91 |
| 2. | Borussia Dortmund | 34 | 19 | 9 | 6 | 81:42 | 66 |
| 3. | Bayer Leverkusen | 34 | 19 | 8 | 7 | 65:39 | 65 |
| 4. | Schalke 04 | 34 | 16 | 7 | 11 | 58:50 | 55 |
| 5. | SC Freiburg | 34 | 14 | 9 | 11 | 45:40 | 51 |
| 6. | Eintracht Frankfurt | 34 | 14 | 9 | 11 | 49:46 | 51 |
| 7. | Hamburger SV | 34 | 14 | 6 | 14 | 42:53 | 48 |
| 8. | M'gladbach | 34 | 12 | 11 | 11 | 45:49 | 47 |
| 9. | Hannover 96 | 34 | 13 | 6 | 15 | 60:62 | 45 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 11 | 11 | 12 | 39:47 | 44 |
| 11. | VfL Wolfsburg | 34 | 10 | 13 | 11 | 47:52 | 43 |
| 12. | VfB Stuttgart | 34 | 12 | 7 | 15 | 37:55 | 43 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 10 | 12 | 12 | 42:44 | 42 |
| 14. | Werder Bremen | 34 | 8 | 10 | 16 | 50:66 | 34 |
| 15. | Augsburg | 34 | 8 | 9 | 17 | 33:51 | 33 |
| 16. | Hoffenheim | 34 | 8 | 7 | 19 | 42:67 | 31 |
| 17. | Fortuna Düsseldorf | 34 | 7 | 9 | 18 | 39:57 | 30 |
| 18. | Greuther Fürth | 34 | 4 | 9 | 21 | 26:60 | 21 |
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Thorsten Fink kämpft mit dem HSV an den letzten vier Spieltagen der laufenden Saison nicht nur um den Klassenerhalt, sondern auch um die Zukunft seiner Trainerkarriere in Deutschland. Steigt Fink mit den Hanseaten ab, geht er auf unrühmliche Weise in die Geschichte ein – als jener Coach, mit dem der Bundesliga-Dinosaurier zum ersten Mal überhaupt den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste. Dies wäre für den Mann, der mit dem FC Basel in Europa für Furore sorgte und zweimal die Meisterschaft gewann, eine tonnenschwere Hypothek auf dem deutschen Markt. So ist es nur logisch, dass er seinen begriffsstutzigen Spielern nun mit dem Holzhammer einpauken will, was es geschlagen hat.
«Von uns gibt es nichts Positives zu sagen. Wir haben gezeigt, dass wir schönen Fussball spielen wollen, aber nicht, dass wir kämpfen wollen. Das war kein Abstiegskampf. Wir müssen jetzt eine andere Mentalität zeigen. Ich erwarte eine sofortige Reaktion», sagte Fink mit Blick auf die 0:4-Klatsche gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Wochenende. Haben die Hamburger Profis die Lektion nicht bis heute um 15.30 Uhr begriffen, droht ihnen der Sturz auf den ungemütlichen Relegationsplatz. Ihr Gegner, der Nordrivale Hannover 96, ist alles andere als einfach zu schlagen, schliesslich spielen die Niedersachsen noch um einen Platz im europäischen Geschäft.
Der letzte Gegner lief 10 Kilometer mehr
Die «Hamburger Morgenpost» schrieb zuletzt, die HSV-Equipe begehe Fehler, für die sich eine Schülermannschaft hätte schämen müssen, und lasse wegen des fehlenden Kampfgeistes nur einen Schluss zu: «Diese Truppe hat nichts kapiert.» Die Zahlen stützen die Kritik: Gegen Hoffenheim liefen die Hamburger total 113,9 Kilometer, der Gegner kam auf über 10 Kilometer mehr. Thorsten Fink, der in Basel ein enorm positives Arbeitsklima geschaffen hatte, sitzt in Hamburg bildlich gesprochen in der Charakterfalle.
«Da stehen keine richtigen Männer»
Der frühere HSV-Stürmer Horst Hrubesch, der in der Hansestadt noch immer hohes Ansehen geniesst, sieht die Schuld am Krebsgang denn auch nicht bei Trainer Fink, sondern beim Personal auf dem Rasen. «Manchmal hat man das Gefühl, da stehen keine richtigen Männer auf dem Platz. Die Mannschaft hat einfach nicht die Qualität, sonst würden sie nicht da unten stehen», sagte er dem deutschen Sportinformationsdienst. «Die Spieler müssen jetzt arbeiten und vor allem wollen, jetzt ist es eine Frage des Charakters.» Hrubeschs Horrorszenario ist ein Abstiegsendspiel gegen den FC Augsburg in der letzten Runde: «Hoffentlich ist die Sache vor dem letzten Spieltag geregelt. Ich weiss nicht, wie die Mannschaft reagiert, wenn es gegen Augsburg Spitz auf Knopf steht.» (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.04.2012, 09:17 Uhr
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