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«So einer hat nie selber Fussball gespielt»

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 09.03.2011 49 Kommentare

Für Arsenals Trainer Arsène Wenger gab es nach der Niederlage in Barcelona nur einen Schuldigen: Schiedsrichter Massimo Busacca. Die rote Karte ist in England die grosse Schlagzeile.

1/10 Meinungsverschiedenheit zwischen Massimo Busacca und Arsène Wenger: Die britischen Medien schieben den Arsenal-Trainer in ihrer Berichterstattung vor, um den Schiedsrichter zu kritisieren.
Bild: AFP

   

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Arsène Wenger war auch nach dem Match kaum zu halten. «Ich habe mit Uefa-Leuten gesprochen. Auch sie waren geschockt», wetterte der Franzose, der schon während des Spiels den Platzverweis gegen Robin van Persie mit einer ausladenden Geste kommentiert hatte. Wie er ohnehin gerne jeden Entscheid gegen Arsenal kommentiert. «Er hat ein vielversprechendes, fantastisches Spiel zerstört», kritisierte Wenger an die Adresse von Massimo Busacca.

Die umstrittene Szene passierte nach 55 Minuten. Robin van Persie wird in die Tiefe geschickt, doch der Holländer steht im Offside. Busacca pfeift, die Barça-Spieler drehen ab, van Persie schiesst noch halbherzig. Der Tessiner zeigt dem Arsenal-Stürmer, der für ein Foul in der ersten Halbzeit verwarnt worden war, die zweite gelbe Karte – Platzverweis. «Wenn es ein hartes Tackling gewesen wäre, hätte man die zweite gelbe Karte problemlos geben können, aber so ist es peinlich», meinte Wenger. «Wenn man auf einem gewissen Niveau Fussball gespielt hat, kann man diesen Entscheid nicht verstehen.»

«Er war ein Witz»

Noch ungehaltener war verständlicherweise Robin van Persie, der Busacca als Witz bezeichnete. «Wie soll ich den Pfiff hören? 95'000 Zuschauer waren am Schreien», lamentierte er nach dem Spiel. «Er war ein Witz im ganzen Spiel und hat gegen uns gepfiffen», sagte er weiter. Zwischen Pfiff und Schussabgabe sei nur eine Sekunde vergangen, so hatten die Engländer gestoppt.

19 Schüsse auf das Tor von Arsenal notierten die Statistiker am Ende für Barcelona, bei den Gunners herrschte diesbezüglich Waffenstillstand: null. Doch auch diesbezüglich hat Wenger seine eigene Sicht: «Wir hätten das Spiel gewonnen. Die erste Halbzeit war Barcelona klar besser, aber nach der Pause gab es mehr Platz. Ich spürte, dass wir in der zweiten Halbzeit, wie im Hinspiel, stärker werden würden. Ich bin überzeugt, dass wir das Spiel gewonnen hätten.» Dass es indes ein Eigentor brauchte, um Arsenal vor dem Platzverweis wieder ins Spiel zu bringen, verschwieg der Franzose.

Wie beim Rodeo

Barcelonas Trainer Pep Guardiola zeigt in der Stunde des Triumphs Grösse. «Ich empfinde Mitgefühl, weil ich es mag, wie dieses Team spielt», so der Erfolgstrainer der Katalanen, der sich nach dem 3:1-Sieg weder über einen nicht gegebenen Penalty für Lionel Messi in der ersten Halbzeit noch über die ausgebliebene zweite Verwarnung gegen Laurent Koscielny ärgerte. «Wenger hat mir eben erzählt, ich solle dem Schiedsrichter gratulieren, aber ich bin ihm nicht begegnet – also konnte ich das nicht machen.» So bewies er auch noch jene Prise Humor, die dem Franzosen so gerne und so oft abgeht. «Die Realität war, dass sie nicht drei Pässe in Folge spielen konnten.»

Letztlich war es so, wie es der Kommentator in der schwedischen Zeitung «Expressen» schrieb: «Barcelona war der Stier, Arsenal der Cowboy. Und wie immer beim Rodeo weiss man, dass der Cowboy irgendwann abgeworfen wird – die Frage ist nur wann.» (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.03.2011, 11:27 Uhr

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49 Kommentare

Mike Schneider

09.03.2011, 11:49 Uhr
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Kennen wir Herr Busacca anders? Jede Woche können wir diesen arroganten, selbstherrlichen und sich in den Mittelpunkt stellenden Menschen live auf den schweizer Plätzen bestaunen. Tun sie sich dies live mal an und beobachten sie während einem Spiel nur Herr Busacca. Sie werden staunen!! Wieso Herr Busacca so in den Himmel gelobt wird, ist mir ein völliges Rätsel. Antworten


Rolf Heinzmann

09.03.2011, 11:45 Uhr
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Fussballer und Trainer sind die letzten Kindsköpfe, so auch Wenger. Sie fallen bei der geringsten Berührung theatralisch um wie die letzt Susi. Sie verlieren die Distanz zu dem was sie tun und suchen für das Versagen der eigenen Mannschaft die Schuld beim Schiri. Schon Tausendfach vorgekommen. Oder liegt es am Geld? Antworten



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