Sport
«Sforza liess uns Spieler über seine Zukunft abstimmen»
Interview: Thomas Niggl. Aktualisiert am 19.03.2012 10 Kommentare
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Super League
29. Runde
| 27.04. | Grasshoppers - Thun | 0 : 2 |
| 28.04. | Basel - Luzern | 0 : 3 |
| 28.04. | Young Boys - Lausanne | 3 : 1 |
| 28.04. | St.Gallen - FC Zürich | 1 : 2 |
| 22.05. | Servette - Sion | 4 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59:30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41:30 | 60 |
| 3. | St.Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49:32 | 56 |
| 4. | FC Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54:42 | 49 |
| 5. | Sion | 33 | 12 | 9 | 12 | 36:49 | 45 |
| 6. | Thun | 33 | 12 | 8 | 13 | 41:42 | 44 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44:43 | 42 |
| 8. | Luzern | 33 | 8 | 12 | 13 | 35:46 | 36 |
| 9. | Lausanne | 33 | 6 | 9 | 18 | 25:47 | 27 |
| 10. | Servette | 33 | 6 | 8 | 19 | 28:51 | 26 |
30. Runde
| 03.05. | Lausanne - FC Zürich | 1 : 1 |
| 04.05. | Grasshoppers - Servette | 2 : 0 |
| 04.05. | St.Gallen - Young Boys | 3 : 1 |
| 05.05. | Sion - Basel | 0 : 1 |
| 05.05. | Thun - Luzern | 1 : 1 |
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Roman Bürki, der GC-Verwaltungsrat hat offenbar einen Plan B aus der Schublade gezogen und lässt offen, ob man mit Trainer Ciriaco Sforza in der nächsten Saison weitermachen will.
Das habe ich am Samstag aus dem «Tages-Anzeiger» erfahren. Man lässt sich offenbar die Möglichkeit offen, mit anderen Trainern zu sprechen.
Hat Sie das überrascht?
Ja, das hat mich sogar sehr überrascht.
Weshalb?
Ciri Sforza macht einen tollen Job. Er bringt uns im Training täglich weiter. Vor allem wir jungen Spieler können von diesem erfahrenen Mann, der als Profi alles erreicht hat, unheimlich viel profitieren und lernen. Er ist auch taktisch auf dem höchsten Stand.
Doch GC ist in der Entwicklung, zumindest in den Spielen vor dem 2:0-Sieg gegen YB, völlig stillgestanden.
Das ist richtig. Aber das ist doch überhaupt nicht die Schuld des Trainers.
Aber wo liegt denn das Problem?
Das liegt nur bei uns Spielern. Wir haben ein sehr grosses Potenzial in der Mannschaft. Aber wir konnten es lange auf dem Rasen nicht abrufen. Das war ein mentales Problem, eine Kopfsache, die nur wir Spieler selbst lösen können.
Wie hat Sforza auf den Entscheid des Verwaltungsrates reagiert?
Am Morgen vor dem Spiel gegen YB ist er in die Offensive gegangen und hat uns im Campus in Niederhasli die Vertrauensfrage gestellt.
Wie ist das vor sich gegangen?
Ciri Sforza ist vor uns gestanden, hat uns in die Augen geschaut und uns gefragt: Wollt ihr mit mir weiterarbeiten oder nicht? Er hat uns aufgefordert, dass wir in einem anderen Raum darüber beraten und abstimmen sollen. Er liess uns Spieler über seine Zukunft abstimmen. Falls das Ergebnis für ihn negativ ausfalle, werde er sofort seinen Rücktritt anbieten.
Noch vor dem Spiel gegen YB, das am Abend stattfand?
Ja, noch vor dem Spiel gegen YB. Sforza wäre sofort gegangen.
Sforza war dann noch Trainer und hat die Mannschaft zum Sieg gecoacht. Wie ist die Abstimmung ausgefallen?
Das war eine Sache von Sekunden. Nicht ein einziger Spieler hat sich gegen Sforza ausgesprochen. Da gab es überhaupt keine Zweifler. Das Ergebnis fiel einstimmig aus und lautete 18 zu null für unseren Trainer.
Wie erleichtert sind Sie darüber?
Ich bin sehr erleichtert. Ciri Sforza hat auch mir persönlich bisher unheimlich viel gebracht. Er hat mir in der Super League die Chance gegeben und immer an mich geglaubt. Ich fand es übrigens sackstark, dass uns Sforza die Vertrauensfrage gestellt hat.
Weshalb?
Das hat in uns etwas ausgelöst. Wir haben uns gesagt, dass wir für unseren Trainer kämpfen und spielen. Gegen YB haben wir für ihn gewonnen.
In einigen Medien wird kolportiert, Johann Vogel hätte gegen Sforza intrigiert. Er habe auch schon vor versammelter Mannschaft eine Videoanalyse des Trainers kritisiert.
Das ist ein völliger Unsinn. Ich habe nie erlebt, dass sich Johann Vogel gegenüber dem Trainer negativ geäussert hat. Ich denke, dass es zwischen Vogel und Sforza überhaupt kein Problem gibt. Das sind zwei absolute Vollprofis, die sich gegenseitig respektieren.
Am Dienstag steigt das Cupspiel in Luzern. Mit was für Gefühlen gehen Sie in dieses Spiel.
Jetzt natürlich mit sehr guten Gefühlen. Der Sieg gegen YB hat uns viel Moral gegeben. Wir wollen wieder zeigen, dass Ciri Sforza der richtige Trainer ist für uns.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.03.2012, 11:11 Uhr
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10 Kommentare
Ich finde es gut, dass der TA auch mal die andere Seite zeigt, es gibt in diesem Fall zuviele unsachliche und teilweise sehr unqualifizierte Artikel die reine Polemik sind. Ebenso finde ich es stark von Sforza wie er auch in dieser unschönen Situation reagiert hat, das ist ein echter Profi mit Mut und Gradlinigkeit. Auch die Reaktion der Spieler ehrt diese. GC wird wieder rauskommen. Antworten
Das üble Spiel, welches mit Sforza vom, nicht mit viel Fussballwissen gesegneten, VR mit Allain Sutter und dem "schwierigen" Vogel getrieben wird, ist einfach nur "dreckig". Die übrige Mannschaft steht offenbar noch hinter Sforza, doch haben diese meist jungen Spieler Angst um ihren Job und getrauen sich deshalb nicht, die wahren Schuldigen an der Misere (oben erwähnt) aufzudecken. VR ausmisten! Antworten
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