Petkovic: «Wir haben die Latte hoch gesetzt»
Von Peter Herzog. Aktualisiert am 30.07.2010 1 Kommentar
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Vladimir Petkovic, das 2:2 ist eine schlechte Ausgangslage für das Rückspiel. Oder sehen Sie das anders?
Wir haben einen klaren Sieg vergeben, keine Frage. In Istanbul müssen wir in taktischer Hinsicht nun ein perfektes Spiel zeigen, wie es uns vor einem Jahr in Bilbao beim 1:0 gelungen war. Die Ausgangslage ist so schlecht auch nicht. Fenerbahçe ist stark, wenn es den Ball hat, und in der Lage, schnell und präzis zu kombinieren. In der Abwehr aber hat es Schwächen.
Was sind das für Schwachpunkte?
Es gab Löcher im Zentrum, und die Türken gewährten uns auch auf den Seiten Platz für unsere Vorstösse. Aber wir vergaben die besten Möglichkeiten. Wir haben vor dem gegnerischen Tor zurzeit grosse Schwierigkeiten. In den ersten drei Spielen gegen Thun, Luzern und Fenerbahçe erspielten wir uns insgesamt 18 Chancen – und erzielten nur 4 Tore.
Ist das vor allem Unvermögen oder Pech?
Wenn man in einem so wichtigen Spiel wie gegen Fenerbahçe solch klare Chancen herausspielt, muss man im entscheidenden Moment einfach konzentrierter sein, als das meine Spieler waren. Klar war auch Pech dabei. Bei Costanzos Schuss prallte der Ball vom Pfosten nach aussen, beim zweiten Tor von Fenerbahçe hingegen prallte der Ball vom Pfosten ins Tor.
YB dominierte Fenerbahçe, hatten Sie das erwartet?
Es war eine gute Leistung, aber man muss auch sehen, dass der Gegner während mehr als einer Halbzeit durch den Platzverweis von Kazim in Unterzahl spielte. Wir haben noch Potenzial nach oben und einige unserer Spieler sind auch in körperlicher Hinsicht noch nicht topfit.
Was sagten Sie den Spielern am Morgen nach dem Spiel?
Ich habe ihnen gesagt: Gegen Fenerbahçe haben wir die Latte hoch gesetzt, auch wenn das Resultat nicht stimmt. Jetzt müssen wir schauen, dass wir beim Rückspiel wieder diese Höhe erreichen.
Mit Diego Lugano, WM-Teilnehmer mit Uruguay, fehlte Fenerbahçe der Abwehrchef. Wird er im Rückspiel dabei sein?
Ich gehe davon aus. Bekir, der im Zentrum spielte, und das nicht gut, ist eigentlich rechter Aussenverteidiger.
Sie sahen das Spiel aufgrund Ihrer Sperre für einmal von oben auf der Tribüne. Wie war das?
Es war schlimm. Ich konnte nicht intervenieren, ich litt. Auf der Bank konnte ich wenigstens schreien, mich abreagieren. Das hätte sich auf der Tribüne schlecht gemacht.
Am Samstag spielt YB in Bellinzona. Wenden Sie das Rotationsprinzip an?
Das ist wahrscheinlich. Unser Kader ist breiter als vergangene Saison. Wir fahren am Freitagmorgen ins Tessin und trainieren in Minusio. Die Arbeit in taktischer Hinsicht ist zurzeit sehr wichtig. Wir haben einige neue Spieler, es braucht noch eine gewisse Zeit, bis sie taktisch integriert sind.
Gibt es nach dem Fenerbahçe-Spiel angeschlagene Spieler?
Henri Bienvenu erlitt eine Oberschenkel-Prellung. Sein Einsatz gegen Bellinzona ist ungewiss.
Ihr ehemaliger Klub ist am Samstag der nächste Gegner. Wie beurteilen Sie die ACB?
Das Spiel wird schwerer als das gegen Fenerbahçe, vor allem in mentaler Hinsicht. Schwächephasen wie gegen Thun und Luzern darf sich die Mannschaft in Bellinzona nicht leisten. (Der Bund)
Erstellt: 30.07.2010, 07:41 Uhr


Eugen Meier
Typisch Petkovic, merkt nicht mal, dass er Latte und Pfosten zu wenig hoch, bzw. zu wenig seitlich verschoben gesetzt hat. Gegnerisches Tor muss um 50% vergrössert und das eigene Tor entsprechend verkleinert werden. Dann liegt vielleicht noch etwas drin. Antworten