Null Punkte für GC und den FCZ!
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 03.10.2011 132 Kommentare
Umfrage
Das Spiel GC–FCZ wurde wegen des Petardenwurfs eines FCZ-Fans abgebrochen. Sollen beide Klubs mit null Punkten bestraft werden?
Ja
Nein, nur der FCZ
Nein, nur GC als Heimklub
5858 Stimmen
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Alexander Kühn.
(Video: SF)
Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
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Mit dem Fackelwurf am Derby hat die Gewalt im Zürcher Fussball eine neue Ebene erreicht. Knapp fünfeinhalb Jahre nach der Schande von Basel am 13. Mai 2006, als FCB-Fans nach der verlorenen Finalissima gegen den FCZ die Jagd auf Fans und Spieler der Zürcher eröffneten, hat also auch Zürich sein Schandspiel. Der Verlierer ist der Schweizer Fussball, das hat FCZ-Manager Fredy Bickel treffend formuliert.
Wer eine 1000 Grad heisse Petarde in eine Menschenmenge schleudert, spielt mit dem Leben anderer. Entschuldbar ist das nicht, noch nicht einmal erklärbar. Im Gegensatz zur Finalissima von 2006 im St. Jakob-Park war die Stimmung beim sonntäglichen Derby im Letzigrund nicht durch sportliche Brisanz aufgeheizt. Das zeigt, wie wenig die Krawallmacher aus den Fankurven mit echten Fussballfans verbindet.
Dass eine Reihe von FCZ-Fahnen, die GC-Anhänger geklaut und beschmiert hatten, der Auslöser der Krawalle waren, macht die ganze Geschichte ebenso beschämend wie lächerlich. Welcher zivilisierte Mensch würde seinem Nachbarn eine brennende Fackel ins Schlafzimmer werfen, weil dieser sich zuvor daneben benommen hat? Eben.
Forfaitsieg für FCZ wäre doppelt absurd
Mit allerletzter Konsequenz werden die Vereine ihre Problemfans wohl nur dann von den Stadien fernhalten, wenn es ihnen im Falle von Ausschreitungen ans Lebendige, sprich an die Punkte geht. Deshalb die Forderung: keine Wiederholung oder Fortsetzung des 226. Zürcher Derbys und keine Punkte für die beiden Klubs. Würde dem FCZ ein Forfaitsieg zugesprochen werden, wäre dies besonders absurd. Die Petardenwerfer hätten der sportlich überforderten und saftlosen Mannschaft in diesem Fall drei Punkte beschert und so die Tabelle der Super League verfälscht. Aber auch die Grasshoppers müssen als Heimklub für die Eskalation geradestehen, obschon die Provokationen ihrer Fans eine unverhältnismässige Reaktion ausgelöst haben.
Auch die Medien sollten ihre Rolle überdenken
Pubertäre Pöbeleien, Vandalismus und Gewalt im Stadion sind keine Kavaliersdelikte und erst recht keine Heldentaten. Der Fussball ist deshalb ein Ventil für die Jugendgewalt und die Gewalt gelangweilter Erwachsener, weil er ihnen eine viel beachtete Bühne bietet. Vor laufender Kamera und unter den Augen der Presse die Sau rauszulassen, ist für die Krawallmacher ein Mittel, ihrer bedeutungslosen Existenz für einige Zeit ein wenig Bedeutung zu verleihen.
Daher stellt sich auch die Frage, wie man als Journalist mit Ausschreitungen und ihren Protagonisten umgehen soll. Ich frage mich bei meiner Arbeit: Müsste man sie nicht besser einfach totschweigen statt ihr Treiben zum national bedeutenden Ereignis hochzuschreiben?
Lesen Sie dazu auch das Interview mit dem Medienexperten Roger Blum zu den Bellevue-Krawallen.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.10.2011, 10:48 Uhr
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132 Kommentare
3 Punkte für GC und 0 für den FCZ. Was hat denn GC falsch gemacht? Provokation mit den Fahnen? Dann war die Choreo der FCZler auch eine Provokation. Nichts rein gar nichts entschuldigt das Fackelwerfen auf Personen. Das ist versuchter Mord! Antworten
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