Mourinho spioniert sogar die Putzfrau aus
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 10.09.2010
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Spaniens Zeitung «Marca» berichtet, dass zu Mourinhos Methoden sogar das Aushorchen der Putzfrau gehöre. Das sind die zehn Gebote, die Mourinhos Methoden erklären.
1. Mourinho ist der einzige Boss
Alles, was mit der Mannschaft zu tun hat, ist unter seiner Kontrolle. Seinen Urlaub kürzte er auf zwei Woche, um mit allen zu sprechen. Er überlässt nichts dem Zufall, sprach sogar mit der Putzfrau. Er wollte wissen, was ihre Aufgaben sind, wie die genauen Abläufe aussehen. Spielen werden die, die es verdienen, egal wie sie heissen und für wie viel Geld sie geholt wurden.
2. Disziplin ist Grundgesetz
Wer zu spät kommt, darf nicht mittrainieren. Um 9.30 Uhr geht es los. 9:31 Uhr ist schon zu spät. Auch der Teambus wartet nicht. Wer eine Minute zu spät kommt, bleibt zu Hause, auch wenn Mourinho mit einem Star weniger spielen müsste. Verletzte Spieler kommen eine Stunde früher, so dass der Arzt sie sehen kann. Spieler dürfen im Bus telefonieren. Mourinho will aber keine Klingeltöne hören. Kein Spieler soll dadurch oder durch Musik gestört werden.
3. Wir sind ein Team
Das Zusammenleben ist grundsätzlich im Ruheraum des Trainingszentrums in Valdebebas. Es gibt eine Ruhezone mit acht Sofas und vier Spiele-Konsolen. Die Spieler könne sich dort vor und nach dem Training ausruhen.
4. Hotel-Gesetze
Vor Heimspielen verbringen alle Spiele die Nacht im Hotel Mirasierra Suites. Die Mini-Bars sind ausgeräumt, das Pay-TV gesperrt und der Room-Service ist auch verboten. Bei den Mini-Bars fürchtet Mourinho, die Spieler könnten zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen, was schlecht vor Spielen sei. Er kontrolliert auch , was die Spieler essen. Ausserdem ist es Pflicht, dass sie zusammen auch das Frühstück einnehmen.
5. Trainingsmethoden
Mourinho ist besessen von Arbeit, jede Trainingseinheit ist bis zum letzten Detail geplant. Für die Spiele bereitet er einen Schreibblock mit 100 Seiten vor. Mit allen Infos über den Gegner und die eigene Mannschaft. Er ist innovativ, weiss, dass Real manchmal in Unterzahl spielen muss. Deshalb liess er zehn Stürmer gegen sechs Verteidiger spielen, das Spiel startet bei 2:0. Intensives Training über 90 Minuten. Keine Sekunde mehr oder weniger. Der Ball ist fast immer dabei.
6. Beim Training steht nur Mourinho
So will der Portugiese verhindern, dass die Spieler nur die Hälfte beim Training geben. Er will Härte im Training sehen und Körperkontakt. «Das pfeift man in England nicht», hört man den ehemaligen Trainer von Chelsea oft rufen. Die Spieler berichten, dass die Trainingseinheiten unter Mourinho weit aggressiver seien als noch in der letzten Saison.
7. Sparkurs
«Mousteridad» (kommt von «austeridad» – Sparkurs – plus «Mou» von Mourinho) ist willkommen, wenn es um Transfers geht. Mourinho wollte Maicon, Kolarow, Gerrard und Di Maria holen. «Bezahlen Sie nicht so viel Geld», sagte Mourinho seinen Vorgesetzten, als er die Summen hörte, die die Vereine forderten. Das kam bei den Real-Bossen gut an.
8. Real Madrids Werte
Mourinho wollte vom Verein eine Person, die ihm alles über Real Madrid erzählt und alles weiss. Er hat sich mit Reals Stürmerlegende Raul getroffen, bevor er bei Real vorgestellt wurde. Mourinho war auch bei Rauls Buch-Vorstellung und dessen Abschied aus Madrid dabei. Der Torjäger wechselte zu Schalke 04.
9. Junioren
Mourinho kümmert sich um die Nachwuchsstars persönlich. Er schaut sich gerne Real Madrids Junioren an, war bei allen Teamvorstellungen und hat bereits zwei von ihnen (Mateos und Morata) in die erste Mannschaft geholt.
10. Medienarbeit
Mourinho erfüllt die Erwartungen der Medien hochprofessionell und nimmt den ganzen Druck auf sich. Beim Umgang mit den Medien ist er der beste Trainer. Über jede PK von Real Madrid wird berichtet. Mourinho nimmt den ganzen Druck auf seine Schultern und lässt die Mannschaft in Ruhe arbeiten.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.09.2010, 12:39 Uhr











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