Eine taktische Meisterleistung von Thorsten Fink spült dem FC Basel 800'000 Euro in die Champions-League-Kasse und bringt Nati-Coach Ottmar Hitzfeld möglicherweise in die Zwickmühle .
1/10Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld (l.) und Marco Streller hatten ein gutes Verhältnis. Bild: Keystone
Der Schweizer Meister hatte sich den 2:1-Sieg gegen Otelul Galati schwer verdient. Die Rumänen hatten den Baslern die Räume eng gemacht und ihre Chance aus einer verstärkten Abwehr vorwiegend in den Kontern gesucht. Der Schweizer Meister machte aber nicht den Fehler, einfach drauflos zu stürmen. Er brachte die von Fink geforderte taktische Geduld und Ruhe auf und wartete eiskalt auf seine Möglichkeiten, die sich denn auch prompt eröffneten. «Man kann auf diesem Niveau nicht erwarten, dass man einen Gegner einfach so an die Wand spielt und auseinanderdividiert», sagt Fink gegenüber DerBund.ch/Newsnet.
Otelul Galati habe zwar keinen klingenden Namen. «Aber wer in Rumänien Meister wird, der kann sehr wohl technisch wie auch taktisch einen guten Fussball spielen», sagt Fink. Und das hätten die Gäste denn auch unter Beweis gestellt. «Sie standen in der Abwehr sehr kompakt, waren taktisch gut eingestellt und vor allem auch kämpferisch sehr stark», sagt Fink. Es habe ihn gefreut, dass man den Gegner nicht niedergespielt, sondern niedergekämpft habe.
Streller war der Beste auf dem Platz
Fabian Frei und Alex Frei mittels Elfmeter schossen die Tore zum verdienten 2:1-Sieg. Der Mann des Spiels war aber Captain Marco Streller, ausgerechnet der Mann, der gemeinsam mit Alex Frei den Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Streller war omnipräsent, rieb sich gegen die athletischen rumänischen Verteidiger in den Zweikämpfen auf, riss Löcher in die Abwehr und wich auch auf die Flügel aus. Seine Flanke zum herrlichen Kopftor von Fabian Frei war Extraklasse. Den Elfmeter, den Alex Frei mit einer unglaublichen Nervenstärke verwandelte, hatte Streller mit seiner Schlitzohrigkeit und seiner Erfahrung herausgeholt.
Eigentlich müsste Ottmar Hitzfeld sich jetzt Gedanken um Streller machen. Es wäre zumindest eine Überlegung wert, Streller noch einmal zum Rücktritt vom Rücktritt zu bringen. Streller ist in Hochform, er wäre geradezu prädestiniert dazu, in Wales und im letzten EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro in der Mannschaft zu stehen. Eren Derdiyok, zurzeit die einzige echte Sturmspitze in der Nati, ist derzeit in Leverkusen nicht erste Wahl und deshalb auch nicht sonderlich gut in Form. «Marco Streller hat ein grosses Spiel gemacht, er ist auch als Captain ein absolutes Vorbild», lobt Fink. Streller sei schnell, habe die gegnerische Abwehr mit seinem Kämpferherzen permanent beschäftigt.
«Man muss seinen Rücktritt akzeptieren»
«Man weiss ja nie, es könnte vielleicht sein, aber ich denke eher nicht, dass Hitzfeld es mit Streller noch einmal versuchen wird», sagt Fink. Er vermute auch, dass sich Streller nicht noch einmal umstimmen lassen würde. «Man muss seinen Rücktritt akzeptieren», so Fink. Das denkt auch FCZ-Sportchef Fredy Bickel, auch wenn er den Rücktritt Strellers bedauert. «Er war gegen die Rumänen der mit Abstand beste Spieler auf dem Platz», lobt Bickel. Ein Streller in Hochform könne der Nationalmannschaft durchaus helfen. «Doch er hat sich leider zu diesem Rücktritt entschieden.» (DerBund.ch/Newsnet)
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... der gab doch schon 2mal den Rücktritt aus der Nati. Endlich ist ihm wieder mal ein gutes Spiel gelungen und gleich reden alle wieder von der Nati? Normalerweise stolpert er bei besseren Gegnern nur auf dem Platz rum und bewirkt nicht viel.Antworten
Jetzt geht das wieder los. Streller ist zurückgetreten und das ist gut so. Lasst endlich die Jungen ran. Streller genügt auf Nati-Ebene nicht und andere Zurückgetretene auch nicht (mehr).Antworten