Jonathan Rossini: Wer ist Hitzfelds Neuling?
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 26.02.2010 30 Kommentare
Im Dress des US Sassuolo: Der Nati-Neuling Jonathan Rossini.
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Johan Djourou ist verletzt, Philippe Senderos und Stéphane Grichting waren zuletzt angeschlagen und Mario Eggimann ist gemeinsam mit seinem Verein Hannover 96 in der Krise. Und auch Heinz Barmettler scheint den Ottmar Hitzfeld nicht überzeugt zu haben – zumal der Zürcher zuletzt im defensiven Mittelfeld spielte und nicht mehr in der Innenverteidigung.
Auf der Suche nach Alternativen wurde Hitzfeld in der Anonymität der Serie B fündig. Oder genauer wurde er wohl in der Schweizer U-21-Auswahl auf den grossgewachsenen schweizerisch-italienischen Doppelbürger (189 cm) aufmerksam. Jonathan Rossini absolvierte alle sieben EM-Qualifikationsspiele mit der ältesten Schweizer Juniorenauswahl, die sich eine ausgezeichnete Ausgangslage für die letzten drei Spiele geschaffen hat.
Als «Abräumer» bezeichnet Hitzfeld seinen jüngsten Nationalspieler. Er verglich ihn mit Philippe Senderos. «Kein Filigrantechniker, aber kopfballstark», heisst das. Seine Leistungen in der Serie B und auch in der U-21 hätten ihn überzeugt, erklärte der Nationaltrainer bei der Vorstellung seines Kaders.
Die logische Fortsetzung
Rossini, der am 5. April 1989 in Giubiasco auf die Welt kam, wechselte schon früh von der AC Bellinzona nach Italien. Von Sampdoria Genua, wo er 2008 mit deren Nachwuchsmannschaft Meisterschaft und Cup gewann, wurde er in der Saison 2008/09 erst an Legnano (Division 1) und dann an Cittadella (Serie B) ausgeliehen. Auf diese Saison hin erwarb sich Udinese die Hälfte der Transferrechte am Schweizer Verteidiger.
Gemeinsam liehen Sampdoria und Udinese den Verteidiger erneut in die Serie B aus – an die US Sassuolo. Dort schaffte Rossini den Durchbruch in dieser Saison. Er etablierte sich als Stammspieler des Vereins aus Modena, zwischen Parma und Bologna. In 17 Einsätzen gelangen ihm schon zwei Tore.
Seine Torpremiere in der U-21 hatte Rossini in der EM-Qualifikation beim 3:1-Erfolg gegen Armenien. Er ist – obwohl schon früh nach Italien gezogen – stets ein Schweizer Junior gewesen. Er durchlief sämtliche U-Auswahlen des SFV. Und die Nomination in die A-Nationalmannschaft ist jetzt nur die logische und gleichwohl überraschende Fortsetzung der Karriere, die in der Deutschschweiz kaum wahrgenommen worden war. Am 3. März wird sich dies mit dem Länderspieldebüt bestimmt ändern. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.02.2010, 17:21 Uhr
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30 Kommentare
Freue mich über die Nomination dieser 3 Neulinge; etwas frischen Wind ist immer gut. Habe mich jedoch gewundert, dass Coltorti nicht aufgeboten wurde - wäre sicherlich die bessere Wahl als Leoni und vermutlich auch als Wölfli. Yakin, Degen, Magnin kennt Hitzfeld schon, die muss er nicht wieder aufbieten; wenn die in Form sind, sind sie vermutlich eh dabei. Antworten
Verstehe es ehrlich gesagt schon nicht ganz, was viele gegen Yakin haben. Er ist meiner Meinung nach neben Vonlanthen der einzige Offensivspieler, der den Unterschied ausmachen und kreativ spielen kann. Immer wenn er reinkommt, wird es gefährlich und oft entwickeln sich dann die ersten gefährlichen, direkten Angriffe der Schweiz! Betrachtet es mal objektiv und vergesst alte Geschichten! Antworten
Endlich! Hakan Yakin nicht mehr im Aufgebot! Hat uns an der EM das Weiterkommen gegen die Türkei verwehrt und wurde immer noch hochgelobt... International keine Chance, zu müde, zu verwöhnt... es gibt Bessere, die jetzt hoffentlich zum Einsatz gelangen und ihr Talent zeigen können. Danke Othmar! Antworten
@ Walter Jenzer Betreff Yakin. Mir ist schlicht nicht verständlich, was gewisse Leute gegen Hakan Yakin haben können. Ist ja wohl unbestritten, dass er der einzige Schweizer Spieler ist, der den «tödlichen» Pass spielen kann. Der Sieg in Griechenland zum Beispiel. Yakin kam rein. Killerpass auf N'Kufo. TOR. Sieg! Und zum Schluss. Hakan hat an der Euro am meisten Schweizer Tore geschossen!! Antworten
Über 7,5 Mio Fussballexpertinnen und -experten hat dieses Land. Ein paar melden sich hier zu Wort. Man lese und staune: "Alex Frei verletzt, Benjamin Huggel verletzt, Blaise Nkufo verletzt, Johan Vonlanthen verletzt, Diego Benaglio verletzt." Dann müssen halt ein paar andere ran. Lcoker bleiben. Antworten
Es ist zum Heulen... Ich weiss nicht, was ihr alle mit dem Yakin habt. Es ist doch einfach einmal eine Tatsache, dass er sich international nicht durchsetzen kann. Und basta! Wie viele Anläufe hat er genommen? Ein Trainer muss doch in die Zukunft schauen und auf junge Spieler setzen. Oder nicht? Soll er Yakin als Innenverteidiger auflaufen lassen? Lasst den Hitzfeld einfach machen. Antworten
Leute hier geht es doch um Alternativen zu prüfen. Durch Verletzungen können immer "Stammspieler" ausfallen (siehe Alex Frei) und dann müssen Ersatzspieler dasein. Es ist jetzt an der Zeit solche möglichen Spieler zu testen. Was wir an Yakin haben wissen wir ja alle, aber wer soll spielen wenn solche Spieler einmal verletzt sind!! Gratulation an Othmer Hitzfeld Antworten
Nun meldet sich wieder jeder "Fussballexperte" der natürlich mehr vom Fussball versteht als Hitzfeld. Diese Experten wären eigentlich selber "grosser Spieler "geworden, hätten sie nicht Verletzungen wie Meniskus, Rückenschmerzen, Achillessehenentzündungen usw. von einer Weltklassekarriere abgehalten. Alles Möchtegern-Experten, die keine Ahnung vom Fussball haben. Antworten
Hallo Herr Hitzfeld, ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich diese Saison sehr gut drau bin. Bitte nehmen Sie mich mit an die WM! Ist unglaublich, wie mancher denkt besser als Herr Hitzfeld zu wissen, wer in die Nati muss und Aussagen wie "Spielweise und Taktik müssten schon lange festgelegt sein und trainiert werden" ist doch einfach lächerlich, Herr Lanz! Antworten
Liebe Fussballexperten! Nehmen wir kurz Rückblick auf Hitzfelds Trainer-Karriere! Er führte den FC Zug von der 1. Liga in die NLA! Anschliessend machte er den FC Aarau sowie die Grasshoppers zum Schweizer Meister! 4 und 5 Station: Meister sowie Champions League Sieger mit Dortmund und den Bayern! Jetzt noch die WM-Quali mit der Schweiz! Wollen wir Ihn nicht einfach die Arbeit machen lassen?!? Antworten
Wir müssen unbedingt einführen dass die Nationalmannschaft vom Volk gewählt wird, Herr Hitzfeld kann daraus dann das Beste machen, dafür wird er ja bezahlt. Im Übrigen, Hakan Yakin ist sicher weiterhin ein Thema und dass er vom Nationaltrainer über die Gründe aufgeklärt wurde bezweifle ich in keiner Art. Antworten
Hier sind mal wieder paar amüsante Statements zu lesen! Evtl. sollte Herr Hitzfeld nebst Bruno Berner als Aussenverteidiger noch Bernt Haas im Sturm & George Bregy als Laufwunder auf dem Flügel aufbieten. Vielleicht sollte er vor Angst um Diskussionen bzgl. Hagi gleich selbst zurücktreten & Gerard Kemkers den Trainerposten überlassen. Würde die schweizer Nati bestimmt auf die richtige Bahn führen! Antworten
Der Vergleich mit Arthur Jorge ist tatsächlich sehr treffend... Es ist nicht das erste Mal, dass Hitzfeld eigeartige Nominationen vornimmt. Die Schweiz verfügt im Moment wirklich über nicht viele herausragende Fussballer. Wenn man dann aber einen solchen hat, gehört er auch zwingend ins Aufgebot. Hakan Yakin ist einer der wenigen, die gesetzt sein müssen! Antworten
Errinert an Jorge, auch dieser liess die wichtigsten Spieler einfach zu Hause. Übrigens ohne Yakin wäre Ottmar schon gar nicht mehr Trainer der Nati, denn ein vorlorenes Spiel gegen Luxemburg und diese dämlichen Wechsel beim Spiel in Israel und den daraus resultierenden Toren zum 2:2 wären der Grund gewesen, das wir uns nicht für die WM qualifiziert hätten. Dank Yakin sind wir aber dabei! Antworten
Peter Baumann: Wäre es nicht wirksamer gewesen, ihn mitzunehmen und dann in der 80. min. einzuwechseln. Ich glaube so könnte ein Hakan Yakin noch rechtzeitig motiviert werden und könnte der Nati sicher an der WM weiterhelfen. Nun befürchte ich aber, dass Hakan selbst die WM schon abgeschrieben hat (ausser Hitzfeld hat ihm konkrete Informationen gegeben). Antworten
HItzfeld ist zwar ein kluger Mann, in dem er Auslaufmodelle wie P. Degen, Eggimann und Magnin nicht mehr aufbietet! Auf einen Hakan Yakin zu verzichten scheint mir aber sehr unvernünftig, denn er ist wohl der einzige CH-Spieler mit Genialität! Mit Spielern wie Huggel, Gelson und Inler hingegen gewinnst Du kaum einen Blumenstrauss und sorry ein Von Begen gehört definitiv nicht in die Nati! Antworten
"Ich habe in der Tat lange gehofft, für die italienische Nationalmannschaft zu spielen. Ich habe es versucht, es hat nicht geklappt." "Es war kein Entscheid gegen die Schweiz, sondern für Italien." "Ich kann nicht verstehen, weshalb ich sogar für die U-21 Italiens nie ein Thema war." Im Gegensatz zu Chiumiento war Yakin aber stets mit dem Herzen dabei, da dürfte sich FCL intern einiges anbahnen... Antworten
Man unterschätze Taktiker Hitzfeld nicht! Gut möglich, dass er mit der Nichtnomination von Hakan Yakin auch ein Zeichen an dessen Person setzen will, dass Genialität und Zauberfüsse alleine noch keine Selbstläufer sind und dass es ohne zusätzliche (Fitness-/Konditions) Verbesserungen nicht für die WM reicht. Und ich bin mir fast sicher, dass Hitzfeld dies feinfühlig/korrekt kommuniziert hat. Antworten
Routinier Yakin gehört als Stammspieler in die Nati, auch an der WM! Nichts gegen dieNeulinge, aber drei Monate vor Südafrika sollte man nicht wieder mit "Pröbeln" anfangen! Spielweise und Taktik müssten schon lange festgelegt sein und trainiert werden! Meine Prognose für die Schweiz: 3 Spiele, höchstens 1 Punkt. Antworten
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Hans-Peter Wernli
Ich war überzeugt dass Othmar Hitzfeld noch irgendwo einen bisher unbekannten "Rohdiamanten" hervorzaubert. Nun hat er dies mit Rossini getan. Und auch Chiumiento hat eine Nomination verdient. Mit solchen Aufgeboten beweist uns Hitzfeld seine Klasse. Schliesslich steht das letzte Testspiel vor der WM-Selektion bevor. Hopp Schwiz! Antworten