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Ist Mayuka gegen den FCZ wieder in Topform?
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Emmanuel Mayuka bleibt sich treu. Es ist das stete Auf und Ab, das er anspricht, wenn er, mit der ihm so eigenen Ruhe in der Stimme, die ab und an ein wenig an Gleichgültigkeit grenzt, sagt: «Das gehört zum Fussball, das ist wie im Leben. Panik ist da nicht angebracht.» Der YB-Stürmer spricht seine leichte Formkrise an, die ihn seit der Rückkehr aus Gabun, wo er mit dem sambischen Nationalteam sensationell die Afrika-Meisterschaft gewann, ein wenig hemmt. Der 21-Jährige bringt selten Mikrofone zum Glühen, er ist ein schweigsamer Mensch, der seine unaufgeregte Art an beiden Enden der Stimmungsskala beibehält. «Ich bin immer derselbe», sagt er. Emmanuel Mayuka bleibt sich treu.
Seit der flinke Angreifer bei YB unter Vertrag steht, musste er sich kaum um seine Form sorgen. Vom israelischen Club Maccabi Tel Aviv kam Mayuka nach Bern und kam sofort in der Jokerrolle zum Einsatz. Bald schon gehörte er zur Stammformation, 27 Einsätze verbuchte er in der letzten Meisterschaft, wobei ihm 9 Tore gelangen. Diese Marke dürfte er in der aktuellen Spielzeit weit übertreffen, das sagt etwa sein Trainer Christian Gross, überzeugt von Mayukas Fähigkeiten: «Er will und wird sich nochmals steigern und mindestens auf 15 Treffer kommen.»
Glücklich, aber müde
Und damit ist sie eigentlich schon angesprochen, die leichte Baisse, das erste Ab, das Mayuka in seiner YB-Zeit ereilt hat. Nach dem intensiven, kräfteraubenden und auch emotionalen Turnier in Afrika kehrte ein glücklicher, aber müder Emmanuel Mayuka nach Bern zurück. Der Rummel um seine Person war sehr gross, Spekulationen um seinen Abgang für einen zweistelligen Millionenbetrag machten die Runde. Er selbst mag sich weder mit seiner ferneren Zukunft noch mit seinem Marktwert beschäftigen: «Das ist nicht mein Bereich. Ich spreche nicht gern darüber.»
Christian Gross aber tut das und meint zum leichten Einbruch seines Stürmers nach dem Erfolg in Afrika: «Der Gewinn dieses Titels ist eine grosse Sache, ähnlich einer Europameisterschaft. Dass das Substanz kostet und einen fordert, ist klar.» Dem YB-Coach steht gerade in der Offensive ein breites Kader zur Verfügung, und so konnte er es sich leisten, letzten Sonntag gegen Thun vorerst auf Mayuka zu verzichten. Der Sambier kam in der 66. Minute beim Stand von 2:0 aufs Feld, assistierte zuerst David Degen beim 3:0 und setzte den Schlusspunkt zum 4:0 gleich selbst. «Das war wichtig für mich, schliesslich bin ich Stürmer», kommentiert Mayuka sein Lebenszeichen.
«Still, leise, schüchtern»
Sein Talent sei nach wie vor unbestritten und sehr gross, meint Hansruedi Hasler, Technischer Direktor bei den Young Boys. Doch der Substanzverlust habe sich bei Mayukas Rückkehr aus Afrika bemerkbar gemacht, sagt Hasler, «er war nicht ganz fit». Und wer nach dem Gewinn der wichtigsten Trophäe des Schwarzen Kontinents auf einen aufgeschlossenen, stolzen König von Afrika hoffte, wurde enttäuscht. «Er ist still, leise, fast ein wenig schüchterner», erzählt Hasler.
Ein stetes Auf und Ab ist das Fussballgeschäft. Seinen Treffer am Sonntag feierte Mayuka mit dem gewohnten Flickflack – auf, ab, auf und wieder ab. Er ist auf der Suche nach dem nächsten Ast, der ihn wieder nach oben bringen könnte. Mutmassen über seine Rolle in Zürich will er aber nicht: «Das ist Sache des Trainers.» Emmanuel Mayuka bleibt sich treu.
Verfolgen Sie das Spiel FCZ gegen YB im Liveticker: Sonntag ab 16 Uhr.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 31.03.2012, 09:51 Uhr
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