Sport
«Inter lief ins offene Messer»
Von Lucienne-Camille Vaudan, Thomas Niggl. Aktualisiert am 06.04.2011
In der Saison 1996/97 spielte Ciri Sforza für Inter Mailand. (Bild: Keystone )
Der Aargauer hatte als Spielmacher der Mailänder den Uefa-Cupfinal 1997 in Mailand verloren. «Damals gab es in diesem Wettbewerb auch im Final noch zwei Spiele», erinnert sich Sforza. In Deutschland habe man 0:1 verloren, im Rückspiel 1:0 gewonnen», schildert er. Im Elfmeter-Roulette sei die Kugel dann wortwörtlich für Schalke gerollt. Trainer von Sforza war damals übrigens der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Roy Hodgson.
Der einstige Nationalspieler mit italienischen Wurzeln sah am Dienstag auch die 2:5-Niederlage Inters gegen Schalke in der Champions League. «Der Titelverteidiger ist jetzt wohl ausgeschieden», bedauert er. Die Mailänder seien den Deutschen ins offene Messer gelaufen. «Dieses Spiel hat wieder einmal gezeigt, dass man sich den Erfolg nicht immer einfach nur mit den besten Spielern zusammenkaufen kann», sagt Sforza. Auch ein Trainer spiele eine Hauptrolle. Er kennt die Mailänder Mentalität und vor allem auch diejenige von Multi-Milliardär Massimo Moratti, dem Öl-Tycoon und Besitzer von Inter Mailand.
«Jetzt kommt Mourinho oder Guardiola»
«Ich kann mir gut vorstellen, dass Inters brasilianischer Trainer Leonardo jetzt infrage gestellt wird», sagt Sforza. Der Kenner der Mailänder Szene bringt gleich zwei Namen ins Spiel. «Ich bin mir sicher, dass Moratti jetzt José Mourinho zurückholt», sagt der Aargauer. Der Portugiese sei in Madrid nicht sehr glücklich, weiss Sforza. «Falls es mit der Rückkehr Mourinhos nicht klappt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dann auf Morattis Wunschzettel als nächster Pep Guardiola von Barcelona steht.» (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.04.2011, 16:05 Uhr
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