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«Ich bin hungrig»
Von Sebastian Rieder, Zürich. Aktualisiert am 31.03.2012 18 Kommentare
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Super League
33. Runde
| 16.05. | Basel - Lausanne | 2 : 0 |
| 16.05. | Sion - Grasshoppers | 0 : 4 |
| 17.05. | Thun - St.Gallen | 3 : 0 |
| 18.05. | Servette - Young Boys | 0 : 1 |
| 18.05. | FC Zürich - Luzern | 4 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59:30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41:30 | 60 |
| 3. | St.Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49:32 | 56 |
| 4. | FC Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54:42 | 49 |
| 5. | Sion | 32 | 12 | 9 | 11 | 36:45 | 45 |
| 6. | Thun | 33 | 12 | 8 | 13 | 41:42 | 44 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44:43 | 42 |
| 8. | Luzern | 33 | 8 | 12 | 13 | 35:46 | 36 |
| 9. | Lausanne | 33 | 6 | 9 | 18 | 25:47 | 27 |
| 10. | Servette | 32 | 5 | 8 | 19 | 24:51 | 23 |
34. Runde
| 25.05. | Lausanne - Luzern | - : - |
| 25.05. | Sion - Thun | - : - |
| 26.05. | St.Gallen - Servette | - : - |
| 26.05. | Young Boys - FC Zürich | - : - |
| 26.05. | Grasshoppers - Basel | - : - |
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Schon lange hatte man Rolf Fringer in der Öffentlichkeit nicht mehr so gut gelaunt gesehen: Am späten Freitagnachmittag präsentierte der FCZ mit Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel im FCZ-Museum ihren neuen Trainer. Bereits einen Tag zuvor waren sich die drei Parteien einig geworden, spontan begossen sie Fringers Unterschrift auf dem Zweijahresvertrag mit einem Glas Champagner. «Es ging plötzlich alles sehr schnell», sagte Fringer mit verkälteter Stimme. Gut drei Wochen nach dem letzten Auftritt von Vorgänger Urs Fischer beim 1:0-Sieg in Lausanne brüstet sich Canepa mit der Verpflichtung des 55-jährigen Österreichers. «Wir haben während dem Bewerbungsprozess natürlich alle Bewerbung eingehend studiert, trotzdem war Fringer von Beginn weg unser Wunschkandidat.»
Eine Liebeserklärung, die auf Gegenseitigkeit beruht. «Ich war schon als Kind immer im Letzigrund und habe Spieler wie Köbi Kuhn und Fritz Küenzli bewundert. Zu meiner Zeit in den Siebziger Jahren konnte man im Letzigrund noch auf der Tartanbahn sitzen», erinnert sich Fringer und bringt seine Freude über den lang gehegten Lebenstraum zum Ausdruck: «Ich bin in Adliswil geboren und aufgewachsen. Ich wollte schon immer mal zum FCZ.» 1995 wäre es fast zu einem Engagement gekommen, doch das Angebot des VfB Stuttgart lockte den damals 38-jährigen Fringer in die Bundesliga. Dank seinem ersten Meistertitel mit dem FC Aarau zwei Jahre zuvor verschaffte er sich international Anerkennung.
Fringer zeigt sich motiviert, aber vorsichtig
Auch wenn heute seinem zweiten Meistertitel mit GC 1998 einige Entlassungen wie zuletzt in Luzern gegenüberstehen, an Selbstvertrauen mangelt es Fringer nicht. «Meine Resultate sprechen für mich», sagte er und nennt überraschend den FC Luzern, wo er im Mai 2o11 nach einem Zerwürfnis mit Präsident Walter Stierli und Captain Hakan Yakin die Koffer packen musste. «Als ich bei Luzern anfing hatte das Team nach 12 Runden zwei Punkte. Am Ende schafften wir den Ligaerhalt.»
Ganz so dramatisch wie beim FCL vor vier Jahren sieht die Situation beim FCZ momentan nicht aus, trotzdem will Fringer erst im Sommer zum Team stossen. «Es ist professioneller, die neue Saison in Angriff zu nehmen, wenn die alte vorbei ist. Aber ich bin hungrig und heute schon überzeugt, dass ich das Vertrauen vom FCZ rechtfertigen werde.» In dieser Hinsicht zeigt sich Fringer also vorsichtig, genauso mit Prognosen über kommende Titelchancen. «Alle zehn Teams in der Super League dürfen um den Meister spielen, das ist im Reglement so drin.» Das ironische Statement löste bei den anwesenden Journalisten im FCZ-Museum ein wohlwollendes Schmunzeln aus. Fringer verzog dabei aber keine Miene und zeigte so, dass er diese Frage möglichst lange nicht mehr hören will. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.03.2012, 18:37 Uhr
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18 Kommentare
Fringers Aufstieg ging damals viel zu schnell, er war erfolgreich, wurde hochgejubelt, überschätzt und er hat dazu auch noch einiges beigetragen, er wurde übermütig. Doch bin ich fest überzeugt, dass er in den letzten schwierigen Jahren enorm daraus gelernt hat und vernünftig geworden ist und ich denke, er wird nun beweisen, was er drauf hat und kann. Und man wird mit ihm Erfolg haben. Ganz sicher Antworten
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