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Hodgson führt England an die EM
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«Es ist der wichtigste Job im englischen Fussball – und es ist ein Privileg diesen Job zu erhalten», meinte Hodgson, der die Nachfolge des im Februar zurückgetretenen Fabio Capello antritt. Der 64-Jährige wird die Three Lions bereits an der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine vom 8. Juni bis 1. Juli betreuen. Dort trifft England in der Vorrunde in der Gruppe D auf Frankreich, Gastgeber Ukraine und Schweden. Sein Debüt als Nationaltrainer gibt Hodgson, der vom ehemaligen Internationalen Stuart Pearce assistiert wird, am 2. Juni im Testspiel gegen Belgien im Londoner Wembley.
Bis dahin wird Hodgson, der 1946 im Londoner Stadtteil Croydon auf die Welt gekommen ist, noch seinen Vertrag bei West Bromwich Albion erfüllen. Beim Tabellen-Zehnten der Premier League hatte er im Februar 2011 die Nachfolge von Roberto Di Matteo angetreten, nachdem er erst wenige Wochen zuvor und nach nur einem halben Jahr als Trainer von Liverpool entlassen worden war. Vor seinem Engagement bei den Reds war Hodgson in seiner Heimat bei den Blackburn Rovers und Fulham tätig. Mit Fulham erreichte er 2010 den Final der Europa League und wurde daraufhin auf der Insel zum Trainer des Jahres gewählt.
Erfolgreicher Coach mit der Schweiz
In den Neunzigerjahren hatte sich Hodgson auch in der Schweiz einen Namen gemacht. Von 1992 bis 1995 betreute er die Schweizer Nationalmannschaft und qualifizierte sich mit ihr für die Weltmeisterschaft 1994 in den USA, wo sie erst in den Achtelfinals an Spanien scheiterte. Es war die erste WM-Teilnahme der Schweiz nach 28 Jahren. In der nachfolgenden EM-Qualifikation schaffte das Team auch den Sprung an die Endrunde 1996 in England, an der Hodgson die Mannschaft allerdings nicht mehr betreute, da er zuvor ein Angebot von Inter Mailand angenommen hatte. Vor seinem Engagement beim Verband hatte Hodgson von 1990 bis 1992 Neuchâtel Xamax trainiert, 1999/2000 war er auch noch bei den Grasshoppers tätig, wo er allerdings nach nur 24 Meisterschaftsspielen und mässigem Erfolg bereits wieder demissionierte.
Zu Beginn seiner inzwischen 35-jährigen Trainer-Karriere und vor seiner Zeit in der Schweiz war Hodgson in Schweden tätig, wo er mit Halmstad und Malmö je zwei Meistertitel gewann. Später war der frühere Verteidiger auch bei Inter Mailand (Uefa-Cup-Finalist 1997), Udinese, dem FC Kopenhagen (Meister 2001) und Viking Stavanger engagiert. Zwischenzeitlich betreute Hodgson die Nationalteams der Vereinigten Arabischen Emirate (2002 bis 2004) und Finnlands (2006/07), allerdings mit mässigem Erfolg.
Ein Mister Durchschnitt?
Die Wahl Hodgsons ist eine überraschende, auch wenn sie sich abgezeichnet hatte, nachdem die FA vergangene Woche mit dem 64-Jährigen in Kontakt getreten war. Die Medien, die Tottenhams Manager Harry Redknapp als Coach favorisierten, gaben Hodgson aufgrund seines Palmares den Übernamen Mr. Average. Bereits vor der definitiven Ernennung Hodgsons hatte «The Sun» Mark Perryman, den Sprecher der Fanvereinigung England Supporters Club, mit folgenden Worten zitiert: «Bei allem Respekt, aber es wird keine Welle der Begeisterung über die Ernennung von Roy geben.» (fal/si)
Erstellt: 01.05.2012, 16:50 Uhr
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