Hitzfeld erstmals beunruhigt
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 08.09.2010
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«Wir hatten zu viel Respekt», bedauerte der Lörracher. Die Engländer hätten seiner Mannschaft die Grenzen aufgezeigt. Hitzfeld hielt auch mit Kritik nicht zurück. «Eren Derdiyok muss einfach mehr in sein Spiel investieren», kommentierte Hitzfeld die schwache Leistung des Stürmers von Leverkusen. Wenn müsse sich eben zehn Mal umsonst freilaufen, bis man zu einer echten Chance komme.
Nicht zufrieden war Hitzfeld offensichtlich auch mit seinen defensiven Mittelfeldspielern Gökhan Inler und Pirmin Schwegler. «Sie sind keineswegs gesetzt», sagte Hitzfeld und spricht ihnen damit eine Stammplatzgarantie ab. Er habe sich aber auf ein Gerippe festlegen müssen.
Hitzfeld hofft auf diverse Rückkehrer
Hitzfeld hofft , dass er auf den Aussenbahnen künftig wieder mehr Alternativen zur Verfügung hat. Er setzt auf die baldige Rückkehr von Stocker, Barnetta, Behrami oder Philipp Degen, die verletzt oder krank sind. Hakan Yakin, der ebenfalls verletzt Forfait erklären musste, wurde von Hitzfeld mit keinem Wort erwähnt. Ob bewusst oder unbewusst, sei mal dahingestellt.
Hart ins Gericht ging Hitzfeld wie schon nach dem Spiel noch einmal mit Stephan Lichtseiner, der mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. «Die erste Verwarnung hat er wegen Reklamierens erhalten. Und das hat mich masslos geärgert», kritisiert der Trainer. Lichtsteiner habe damit sich selbst und die Mannschaft empfindlich geschwächt.
Keine Sorgen macht sich Hitzfeld hingegen um Captain Alex Frei. «Er hat gute Ansätze gezeigt», lobt er. Frei macht zurzeit als Torjäger einfach eine schwierige Phase durch. Er werde mit Sicherheit wieder zu seiner alten Form zurückfinden, ist Hitzfeld überzeugt.
Für Hitzfeld ist Shaqiri der grosse Gewinner
Hitzfeld liess auch klar durchblicken, dass er in Zukunft grosse Hoffnungen in Marco Streller setzt. Falls Streller verletzungsfrei bleibt, wird er im nächsten Auswärtsspiel in Montenegro fast sicher mit Frei das Angriffsduo bilden und Derdiyok auf die Bank verbannen. Hitzfeld machte in der Niederlage aber auch einen grossen Gewinner aus. Basels neuer Publikumsliebling Xherdan Shaquiri habe einen riesengrossen Prozess durchgemacht. «Er hat sich nachhaltig aufgedrängt», sagt Hitzfeld.
Montenegro hat schon sechs Punkte
Was doch überraschte: Hitzfeld liess erstmals als Schweizer Nationaltrainer eine gewisse Unsicherheit erkennen. «Der Start von Montenegro mit sechst Punkten aus zwei Spielen beunruhigt mich doch», gibt Hitzfeld zu. Anfangs Oktober spielt die Schweiz in Montenegro. «Dann könnten die bereits neun Punkte auf dem Konto haben», umschreibt er ein mögliches Szenario. Aber so weit soll es nicht kommen. «Für uns ist es auch eine Gelegenheit, einen Konkurrenten zurückzubinden» so Hitzfeld gegenüber der «Basler Zeitung». (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.09.2010, 14:20 Uhr
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