Sport

Für YB ist die Hoffnung auf Platz 2 vorbei

Von Peter Herzog. Aktualisiert am 20.04.2011 2 Kommentare

Beim 1:2 gegen den ersatzgeschwächten FC Zürich zeigten die Young Boys grobe Abwehrfehler.

1/13 YB bezog in Zürich eine entscheidende Niederlage im Kampf um Platz zwei.
Bild: Keystone

   

Die Young Boys verabschiedeten sich im Letzigrund gestern Abend mit der 1:2-Niederlage gegen Zürich vom Kampf um Platz 2 und der Möglichkeit, erneut Qualifikationsspiele um die Champions League bestreiten zu können. Für die Berner gilt es nun, Platz 3 zu verteidigen, um im Sommer im europäischen Geschäft (Europa League) wieder dabei zu sein. Der FCZ aber hält den Druck auf den FC Basel aufrecht, schloss zumindest bis heute zum Leader der Super League auf und baute den Vorsprung auf YB auf zehn Punkte aus.

Nach einer weitgehend ereignisarmen ersten Halbzeit, bei der die Young Boys die Partie kontrollierten, die Zürcher aber mit dem Pfostenschuss von Chermiti in der 42. Minute die beste Möglichkeit hatten, ging es im zweiten Abschnitt erst richtig los. Alain Nef lenkte den Ball in der 46. Minute nach einer Flanke von Schönbächler ins eigene Tor. Diese 1:0-Führung verlieh den ersatzgeschwächten Zürchern neue Zuversicht und neuen Schwung.Zuvor war nicht zu übersehen gewesen, dass die Umstellungen in der Abwehr – mit Teixeira (verletzt) und den gesperrten Beda und Magnin fehlten Trainer Urs Fischer drei Verteidiger – beim FCZ für eine gewisse Unsicherheit sorgten. Heinz Barmettler kam nach langer Verletzungspause (Hüftoperation) erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Kein Wunder freute sich Fischer über diesen Sieg. «Wir spielten in der ersten Halbzeit verhalten, die neu formierte Mannschaft musste sich zuerst finden. In dieser Zusammensetzung haben wir in der Abwehr noch nie gespielt.»

Aus Berner Sicht ist es ärgerlich, dass die Young Boys nicht in der Lage waren, von dieser Konstellation zu profitieren. Nach dem Ausgleich von Lulic, dessen Schuss von Koch noch abgelenkt worden war, worauf der Ball via Pfosten ins Tor prallte (51.), liessen sich die Gäste in der 59. Minute in der Abwehr nochmals erwischen. Beim Zuspiel von Chermiti auf Mehmedi kam Doubai um eine Fussspitze zu spät, und der 21-jährige FCZ-Stürmer erzielte sein siebtes Saisontor. Das sah auch Klaus Allofs, der Manager von Werder Bremen, der auf der Tribüne sass. YB-Chef Ilja Kaenzig vermutet, dass Thierry Doubai von Werder Bremen beobachtet wird. Bereits am Samstag sassen laut Kaenzig beim Spiel gegen Bellinzona Abgesandte von Bremen im Stadion.

FCZ-Mittelfeld stoppte Farnerud

Doch gestern war auch Doubai nicht in der Lage gewesen, dem YB-Spiel entscheidende Impulse zu verleihen. Und auf Farnerud hatten sich die Zürcher gut eingestellt, der Schwede rieb sich in den Zweikämpfen und vermochte seine Gefährlichkeit nur bei Standardsituationen anzudeuten.

Nach 65 Minuten brachte Trainer Vladimir Petkovic mit Henri Bienvenu für Moreno Costanzo seinen Topskorer, aber YB war nicht mehr in der Lage, die FCZ-Abwehr ernsthaft vor Probleme zu stellen. «Wir haben heute eine grosse Möglichkeit verpasst», ärgerte sich Petkovic und beklagte einmal mehr die fehlende Effizienz seiner Mannschaft. Erneut blieben die Young Boys den Beweis schuldig, in einem entscheidenden Moment auf der Höhe ihrer Aufgabe zu sein. Und am Samstag in Basel wird Dudar fehlen, der auf dem Letzigrund zum vierten Mal verwarnt wurde.

Der FCZ aber ist weiter im Meisterrennen. Den Zürchern fehlten gestern ein halbes Dutzend Stammspieler, und sie waren dennoch in der Lage, die Abwehrschwächen der Berner zu nutzen und schlugen zweimal zu. (Der Bund)

Erstellt: 20.04.2011, 06:18 Uhr

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2 Kommentare

Alain Pichard

20.04.2011, 13:10 Uhr
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Jetzt, wo wir Basler-Fans für einmal uneingeschränkt (und natürlich völlig uneigennützig) YB unterstützten, bleibt uns nur eines, nämlich wieder einmal festzustellen: YB bleibt YB. Es baut eine neues Stadion, es entlässt Trainer, es entlässt Manager, es kauft ein und kauft ein, es gewinnt, es spielt attraktiv, es startet die dritte Phase und.....
Es vergeigt konstant die wichtigen Rendezvous.
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