Für Favre geht es um Millionen, Ehre und Ex-FCZ-Star Raffael
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 08.02.2012
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Bundesliga
34. Runde
| 05.05. | Borussia Dortmund - SC Freiburg | 4 : 0 |
| 05.05. | Werder Bremen - Schalke 04 | 2 : 3 |
| 05.05. | Hannover 96 - Kaiserslautern | 2 : 1 |
| 05.05. | Mainz 05 - Borussia Gladbach | 0 : 3 |
| 05.05. | 1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen | 1 : 4 |
| 05.05. | VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg | 3 : 2 |
| 05.05. | 1. FC Köln - Bayern München | 1 : 4 |
| 05.05. | Augsburg - Hamburger SV | 1 : 0 |
| 05.05. | Hertha BSC - Hoffenheim | 3 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Borussia Dortmund | 34 | 25 | 6 | 3 | 80:25 | 81 |
| 2. | Bayern München | 34 | 23 | 4 | 7 | 77:22 | 73 |
| 3. | Schalke 04 | 34 | 20 | 4 | 10 | 74:44 | 64 |
| 4. | Borussia Gladbach | 34 | 17 | 9 | 8 | 49:24 | 60 |
| 5. | Bayer Leverkusen | 34 | 15 | 9 | 10 | 52:44 | 54 |
| 6. | VfB Stuttgart | 34 | 15 | 8 | 11 | 63:46 | 53 |
| 7. | Hannover 96 | 34 | 12 | 12 | 10 | 41:45 | 48 |
| 8. | VfL Wolfsburg | 34 | 13 | 5 | 16 | 47:60 | 44 |
| 9. | Werder Bremen | 34 | 11 | 9 | 14 | 49:58 | 42 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 12 | 6 | 16 | 38:49 | 42 |
| 11. | Hoffenheim | 34 | 10 | 11 | 13 | 41:47 | 41 |
| 12. | SC Freiburg | 34 | 10 | 10 | 14 | 45:61 | 40 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 9 | 12 | 13 | 47:51 | 39 |
| 14. | Augsburg | 34 | 8 | 14 | 12 | 36:49 | 38 |
| 15. | Hamburger SV | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:57 | 36 |
| 16. | Hertha BSC | 34 | 7 | 10 | 17 | 38:64 | 31 |
| 17. | 1. FC Köln | 34 | 8 | 6 | 20 | 39:75 | 30 |
| 18. | Kaiserslautern | 34 | 4 | 11 | 19 | 24:54 | 23 |
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Wenn Gladbach heute Abend (19 Uhr live auf Sky) zum DFB-Pokal-Viertelfinal im Berliner Olympiastadion aufkreuzt, geht es für den Schweizer Trainer Lucien Favre um Millionen, Ehre und Ex-FCZ-Star Raffael.
Allein vom Deutschen Fussball-Bund (DFB) kassierte der Verein für das Erreichen der Viertelfinals bisher 2 Millionen Euro, dazu kommen TV-, Werbe- und Zuschauereinnahmen von weiteren 2 Millionen Euro. Für das Erreichen des Halbfinals schüttet der DFB noch einmal gegen 2 Millionen Euro aus. Qualifiziert sich Favre mit der Borussia sogar für den Final, fliessen noch einmal Millionen in die Vereinskasse. Und mit diesem Geld könnte Gladbach nach dem Abgang von Marco Reus Favres Wunschspieler Raffael von der Hertha verpflichten. Weil Gladbach vor diesem Spiel offenbar keine zusätzliche Aufregung will, hat man sich zu Raffael bisher nicht geäussert, aber auch nichts dementiert.
Gladbach buhlt um Raffael
Lucien Favre wird in der «Bild» so zitiert: «Raffael ist gut, hat grosse Qualität als Anspielstation.» Der Romand weiss, wovon er spricht. Mit Raffael hat er beim FC Zürich zwei Meistertitel gewonnen und diesen dann nach Berlin geholt. DerBund.ch/Newsnet hat aus gut informierter Quelle in Erfahrung gebracht: Gladbach bemüht sich tatsächlich um Raffael und will ihn für die neue Saison verpflichten. Raffael könnte die Hertha für 6 Millionen Euro verlassen. Dieses Geld hat man schon einmal im Pokal eingespielt. Dazu kommen noch die 17,5 Millionen, die Gladbach für den Transfer von Marco Reus zu Dortmund kassiert.
In der heutigen Partie steckt zusätzliche Brisanz, weil Lucien Favre 2009 in Berlin entlassen wurde und bis zu seinem Engagement in Gladbach arbeitslos war. Herthas Manager Michael Preetz hat inzwischen keine Gelegenheit ausgelassen, um Favre in Misskredit zu bringen. Er behauptete damals allen Ernstes, dass der Schweizer keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und durch sein Zögern den Transfer von Marco Reus zur Hertha verhindert habe. «Das ist eine Lüge», konterte der Schweizer. Lucien Favre hatte bei seiner ersten Rückkehr ins Olympiastadion bereits eine Antwort auf die Provokationen von Preetz gegeben. Gladbach siegte in der Meisterschaft mit 2:1. Marco Reus schoss übrigens beide Gladbacher Tore. Heute kann Favre die Ehre mit einem Sieg im Pokal in Berlin wieder ganz herstellen. Allerdings muss er dabei Herthas Besten, Raffael, aus dem Spiel nehmen können.
«Wenn Favre Raffael will, wird er ihn auch bekommen»
Gladbach-Experte Jörg Stiel kann sich sehr wohl vorstellen, dass Favre Raffael holen will. «Eigentlich ist das ja nur logisch. Favre weiss aus gemeinsamen Zeiten in Zürich und in Berlin genau, was er an Raffael hat», sagt der Moderator des Fussballtalks «Kick-it» im Schweizer Sportfernsehen (SSF). Und dann stellt der ehemalige Gladbacher Captain und Torhüter noch eine interessante These auf. «Lucien Favre kann es sich bei diesem Erfolg zurzeit durchaus leisten, in Sachen Transfers einen gewissen Druck auf den Verein auszuüben. Wenn er einen Spieler wie Raffael will, wird er ihn auch bekommen, ansonsten besteht die Gefahr, dass er den Verein vorzeitig verlassen könnte.»
Mittlerweile spielt Favre mit Gladbach in der Meisterschaft um den Titel, die Hertha gegen den Abstieg. Berlins neuer Trainer Michael Skibbe, der in der Winterpause den entlassenen Markus Babbel ersetzt hat, steht nach drei Niederlagen zum Rückrundenstart bereits im Kreuzfeuer der Kritik. Eine weitere Pleite würde der Deutsche in Berlin wohl kaum überstehen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.02.2012, 12:09 Uhr
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