Sport

Fringer wird Trainer beim FC Zürich

Aktualisiert am 30.03.2012

Die Würfel sind beim FCZ in die erwartete Richtung gefallen: Rolf Fringer tritt im Sommer die Nachfolge des entlassenen Urs Fischer an – mit einem Vertrag bis 2014.

1/9 FC Luzern (2008 bis 2011)
Fringer muss beim FCL seinen Posten räumen, weil die Mannschaft nach dem Wintermeistertitel in ein Leistungsloch fällt. (3. Mai 2011)
Bild: Keystone

   

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Bis zum Ende der Saison werden die Zürcher weiter vom Assistenten-Trio Harry Gämperle, Erich Hänzi und Dominik Baumgartner gecoacht. Als Unterstützung soll sich auch U-21-Trainer Urs Meier an der Arbeit des Trainerstabs beteiligen.

Über 50 in- und ausländische Coaches hatten sich beim FCZ in den letzten 17 Tagen beworben oder über ihre Berater anbieten lassen. In den letzten Tagen verkürzten Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel die Liste der Kandidaten: zuoberst stand von Beginn weg Fringer. Er erfüllte die Kriterien der Entscheidungsträger.

Der Adliswiler kennt die nationale Szene perfekt und hat einen immensen Erfahrungsschatz vorzuweisen. Er entspricht exakt dem Profil Canepas: «Wir haben einen gesucht, der mitten im Leben steht. Es ist nicht die Zeit der Experimente. Und der FCZ soll für den neuen Trainer auch kein Sprungbrett sein.»

Fringer ist die logische Wahl

Canepa wünschte sich zudem einen, «der schon mal etwas in die Höhe gestemmt hat und weiss, wie man Meister wird». Und: Einen Coach aus einem laufenden Vertrag herauszukaufen, kam für die FCZ-Führung nicht infrage. «Das stand nie zur Debatte», stellt Canepa klar.

Deshalb ist die Wahl Fringers eine logische. Der 55-Jährige führte zwei Teams zum Gewinn der Meisterschaft. Nur liegen seine Erfolge bereits über 14 Jahre zurück: GC gewann unter seiner Leitung 1998 den Titel, 1993 führte er Aarau zum Coup. Grosse Schlagzeilen produzierte Fringer letztmals mit dem FC Luzern, den er 2010 bis zur Winterpause an die Spitze geführt hatte, ehe ihn der FCL einige Monate später wegen einer miserablen Rückrunde im Mai freistellte.

«Mein Leben ist halt eine Berg- und Talfahrt», erklärte er ein paar Monate nach seiner fünften Entlassung innerhalb von zehn Jahren in einem Bericht der «Zeit». Seine diversen Enttäuschungen in der Fussball-Branche hat der einst jüngste Coach der Schweizer Nationalmannschaft indes nie persönlich genommen. Wohl auch deshalb erhält er nun bei einem der ambitioniertesten Vereine der Schweiz eine neue Chance. (si)

Erstellt: 30.03.2012, 11:37 Uhr

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