Fenerbahçe-Fans applaudieren YB
Von Fabian Ruch, Istanbul. Aktualisiert am 05.08.2010 24 Kommentare
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20.32 Uhr Ortszeit ist es, als die Young Boys den Rasen des Sücrü-Saracoglu-Stadions am Mittwochabend zum Einlaufen betreten. Empfangen werden sie von einem wütenden, sehr lauten Pfeifkonzert, aber auch von der enorm enthusiastischen Delegation YB-Fans, welche die Reise an den Bosporus angetreten hat. Vielleicht 200 Berner Anhänger sind in einer Ecke hoch oben in der Arena eingepfercht, sie singen und skandieren fleissig, aber gegen den ohrenbetäubenden Lärm der Fenerbahçe-Supporter kommen sie akustisch natürlich nicht an. Kurz nach den YB-Akteuren erscheinen die Spieler des Gastgebers, und offenbar erfreut sich eine türkische Version von «Viva España» bei Fenerbahçe grosser Beliebtheit. Jedenfalls schmettern die Anhänger mit Inbrunst und Verve diese Hymne.
Pfiffe gegen Fenerbahçe
Nach einem weiteren sehr heissen Tag mit enormer Luftfeuchtigkeit in Istanbul weht ein angenehmer Wind durchs Stadion, alle Zuschauer blicken der Begegnung zuversichtlich entgegen. In den türkischen Medien, grösstenteils laut und schrill und wahnsinnig boulevardesk, war den «Fener»-Akteuren am Spieltag noch einmal klargemacht worden, wie peinlich ein Scheitern gegen diese namenlose, schwache Schweizer Mannschaft doch wäre.
Dann aber spielt, wie eine Woche zuvor in Bern, fast nur diese namenlose, schwache Schweizer Mannschaft, und auf den Rängen ist es bei weitem nicht so explosiv, wie es hiess («Hölle von Istanbul»). Das Sücrü-Saracoglu-Stadion (52 000 Plätze) ist nahezu ausverkauft, aber weil der YB-Fanblock grossflächig abgesperrt worden ist, wird die Zuschauerzahl mit 45 000 angegeben. Und zur Pause pfeifen die einheimischen Zuschauer wieder gellend, doch diesmal sind es Unmutsäusserungen gegen die eigenen Spieler. In der zweiten Halbzeit wird es hitziger, natürlich, aber die Young Boys spielen kühl weiter, sie lassen sich nicht provozieren und feiern am Ende ihren Erfolg mit den Anhängern ausgelassen. Und nach heftigen Pfiffen gegen das eigene Team … applaudieren sogar die «Fener»-Fans den tapferen YB-Akteuren. Ein grösseres Kompliment kann es an diesem Abend kaum geben. (Berner Zeitung)
Erstellt: 05.08.2010, 07:04 Uhr
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24 Kommentare
Natürlich hat man nie zuvor soo schwache Türken gesehen,noch mitten in der Saisonvorbereitung u.in beiden Spielen nur zu Zehnt.Klar hätte YB auch ohne Wölfli antreten können,derart desaströs trat Fener auf.Doch einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.YB hat die Gunst der Stunde genutzt, nun drücken wir die Daumen für weiter Punkte für die CH.Gegen 11 wirds in Zukunft ungleich schwerer... Antworten
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