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«Eine ewige Baustelle»

Aktualisiert am 30.04.2012 60 Kommentare

Nach nicht einmal einer Saison bei YB wird der einstige Meistertrainer Christian Gross entlassen. Die Presseschau.

1/13 Christian Gross muss gehen: Die YB-Verantwortlichen haben nach zahlreichen enttäuschenden Auftritten die Reissleine gezogen.
Bild: Keystone

   

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Das Fussballereignis dieses Wochenendes war nicht der seit langem absehbaren Meistertitel für den FC Basel, sondern die Entlassung von Christian Gross – zumindest abseits von Basel. Während der «Bund» YB in einer Sinnkrise sieht, schreibt der «Tages-Anzeiger» in einem Kommentar von einem «grossen Missverständnis»: Gross verkörpere einen Trainertyp, der kaum mehr zeitgemäss sei. «Gescheitert sind aber auch jene, die in Bern glaubten, mit Gross könne nichts mehr schiefgehen», heisst es im Tagi-Kommentar weiter, und spielt auf das grossspurige Ausrufen der «Phase 3» an.

Als «ewige Baustelle» bezeichnet die «NZZ» den Berner Fussballclub, bei dem «gutes Benehmen» immer wieder auf der Strecke bleibe. Im Kommentar wird der YB-Führung vorgeworfen, dass sie Christian Gross «unanständig wenig Zeit gab, zu zeigen, was er kann.» Unbestritten sei bei diesem Verein nur, «dass die Verwaltungsräte in den letzten Jahren alles auswechselten, was möglich ist – bloss sich selber nicht. »

«Flickwerk YB»

«Die Phase 3 ist gescheitert», schreibt die «Berner Zeitung» in ihrem Kommentar zur Entlassung: «Es wäre kaum falsch, wenn der Verein in Zukunft bescheidener auftreten würde.» Die Installierung des interimistischen Trainerstabs um Erminio Piserchia und YB-Urgestein Thomas Häberli sei schon mal ein kluger Schachzug der Führung.

Mit «Flickwerk YB» überschreibt der «Blick» seinen Kommentar zur Entlassung von Gross – und schreibt von einem «Sieg für CEO Ilja Kaenzig und die Erkenntnis, dass viele Millionen allein noch keine gute Mannschaft machen.» Nun müssten die YB-Investoren dem CEO bei der Trainer-Suche die volle Macht geben. (bs)

Erstellt: 30.04.2012, 08:11 Uhr

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60 Kommentare

Toni Vorburger

29.04.2012, 20:23 Uhr
Melden 150 Empfehlung 0

Ich denke, am besten hätte der "hochgestochene" Herr Känzig auch gleich den Hut genommen. Denn seit er sich bei YB BREIT gemacht hat (null Leistungsausweis, bewährte Kräfte entlassen) geht bei den Bernern nichts mehr. Schade - auf eine Einsicht von Herr Känzig hoffen wir wahrscheinlich vergebens. Antworten


Karsten Schulz

29.04.2012, 20:16 Uhr
Melden 88 Empfehlung 0

Das sieht erfolglosen Klubs ähnlich. Für eine grundlegende Aufbauarbeit braucht es aber definitiv mehr Zeit als das, was Gross hatte. Viel mehr Vertrauen, Zeit und Geduld wären da nötig!
Wenn das bei YB so weitergeht, dann wird das nie mehr was mit einem Meistertitel oder was sich die Klubleitung sonst noch so vorstellt.
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