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Eine Brille und härtere Waffen für die Liga

Eine Analyse von Alexander Kühn. Aktualisiert am 18.01.2012 68 Kommentare

Der Totalschaden von Neuchâtel-Xamax ist Tatsache. Schuld sind Bulat Tschagajew, Ex-Präsident Sylvio Bernasconi und die blauäugige Swiss Football League.

1/11 Kaum beachtet: Ein kleines Grüppchen von Xamax-Fans protestiert am 11. Mai 2011 gegen den Verkauf des Klubs an Tschagajew.
Bild: Keystone

   

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Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

Fussball-Diskussion

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Nun ist es also Gewissheit: Neuchâtel-Xamax verliert seine Lizenz. Obwohl die Super League ihren Betrieb Anfang Februar deshalb mit einer Mannschaft weniger aufnehmen muss, hat die Swiss Football League (SFL) das einzig Richtige getan. Die Spieler, die im Trainingslager in Dubai noch immer auf die Überweisung der Novemberlöhne warten, können so wenigstens ohne vertragliche Hindernisse bei einem neuen Verein unterkommen. Zurück bleiben die bitter enttäuschten Fans, ein schmuckes Stadion, das keiner mehr braucht, und die Ruinen des Lebenswerks von Monsieur Xamax, Gilbert Facchinetti.

Wer aber sind die Hauptschuldigen an der Misere auf der Maladière? Zum einen natürlich Bulat Tschagajew selbst, der von märchenhaften Reichtümern aus 1001 Nacht spricht und gefälschte Bankgarantien aus dem Ärmel schüttelt, am Ende aber doch nicht zahlen kann oder will. Zum anderen der frühere Xamax-Besitzer Sylvio Bernasconi, der den Klub ausgerechnet an Tschagajew verhökerte. An einen Mann, der sich damals noch mit der Freundschaft des tschetschenischen Gewaltherrschers Ramsan Kadyrow schmückte, was nicht unbedingt Vertrauen erweckt. An einen Mann, dessen Motivation für den Einstieg bei Xamax mindestens so nebulös war wie seine finanziellen Verhältnisse.

Der einzige positive Punkt an der Verbannung von Xamax ist die Tatsache, dass der absurde und von der Fifa erpresste 36-Punkte-Abzug gegen den FC Sion nun nicht mehr zum direkten Abstieg der Walliser führen kann. Zyniker könnten noch fordern, das Stade de la Maladière wie ein Weihnachtsguetsli aus dem Boden auszustechen und nach Zürich zu befördern, um dem FCZ und GC endlich eine taugliche Fussballarena zu bescheren.

Will die Swiss Football League ihr arg ramponiertes Ansehen wieder einigermassen aufpolieren, muss sie bei Klubverkäufen in Zukunft weit wachsamer sein und die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie im Zweifelsfall ihr Veto einlegen kann. Die Juristen der Fussballweisen zu Muri bei Bern sind nach den peinlichen Geschehnissen im bisherigen Saisonverlauf ja bestens trainiert. Dass ein Präsident der Swiss Football League wie der inzwischen zurückgetretene Thomas Grimm öffentlich sagt, er habe keine Ahnung, ob Tschagajew den Betrieb von Xamax finanzieren könne, sein Konzept habe aber verlockend ausgesehen, darf nicht wieder vorkommen. Die Swiss Football League braucht eine Brille und härtere Waffen.

Erstellt: 18.01.2012, 12:59 Uhr

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68 Kommentare

Jens Fluri

18.01.2012, 13:50 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Habe eben gedacht: Cool, GC wird vieleicht noch Meiser. Jedes mal wenn ich auf die Tabelle schaue sind wir wieder einen Rang nach oben gerutscht ohne überhaupt gespielt zu haben. Vieleicht sind wir am Schluss erster. Antworten


Dario Piemontese

18.01.2012, 14:08 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Man hätte Tschagajews Bankgarantien wenigstens vorher zur Prüffung der Weltwoche zuspielen können. Antworten



Programm & Resultate

Keine Daten vorhanden
Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
GP Monaco 2012 - Rennen
1:46:06.5571 Mark Webber
+0.6002 Nico Rosberg
+0.9003 Fernando Alonso
Stand: 28.05.2012 18:24
Keine Daten vorhanden
Playoff
Live Aarau - Sion1:0
Stand: 28.05.2012 18:12
Roland Garros WTA
28.0516:15Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.05EndeFederer - Kamke6:2 7:5 6:3
28.05EndeDjokovic - Starace7:6 6:3 6:1
Stand: 28.05.2012 17:15
Keine Daten vorhanden
Keine Daten vorhanden
Freundschaftsspiel
20:45Italien - Luxemburg
Stand: 13.04.2012 13:49
Roland Garros
29.0511:00Djokovic - Kavcic
29.0511:00Andujar - Wawrinka
29.0511:00Federer - Ungur
29.0514:15Bolelli - Nadal
Stand: 28.05.2012 17:15
Keine Daten vorhanden
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