Ein Stadion als Sinnbild für Zürich
Von Thomas Schifferle. Aktualisiert am 14.02.2010
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
So richtig Freude am Letzigrund haben die Zürcher Fussballklubs von Anfang nicht gehabt. Er sei wegen der Rundbahn nicht gut für ihren Sport, haben sie gesagt und fast schon neidisch nach St. Gallen, Basel oder Bern geschaut. «Hauptsache, es ist schön», sagt FCZ-Sportchef Fredy Bickel leicht zynisch über das Zürcher Heimstadion.
Jetzt bereitet es weitere Sorgen, weil in einem Dachträger ein zehn Zentimeter langer Riss entdeckt worden ist. Aus Sicherheitsgründen ist es gesperrt, vorerst bis Ende Februar. Drei Super-League-Spiele fallen deshalb aus: GC - Aarau, das auf gestern angesetzt war. Das Derby vom nächsten Samstag. Und GC - Sion eine Woche darauf. Gefährdet ist auch das Länderspiel der Schweiz gegen Uruguay vom 3. März, weil niemand weiss, ob das Stadion bis dann wieder geöffnet ist.
Edmond Isoz als Direktor der Swiss Football League ist verärgert über die Situation in Zürich und nennt sie «katastrophal», weil in der Stadt eben kein kleineres Ausweichstadion zur Verfügung steht. Auf jeden Fall passt die Baustelle an der Badenerstrasse zur Lage der beiden Hausvereine.
GC: Um das Vertrauen von Geldgebern kämpfen
Da ist einmal GC, das in dieser Woche seine Führung wieder einmal umgebaut hat. Der Zentralvorstand als alleiniger Aktionär der Neuen Grasshopper Fussball AG entschied, Roger Berbig als Präsidenten durch den bisherigen CEO Urs Linsi zu ersetzen. Die Massnahme war innerhalb des Vereins längst gefordert worden. Gerade die einflussreichen Gönner des Donnerstag-Clubs wollten für die neue Saison nur dann zusätzliche 1,5 Millionen Franken zahlen, wenn die Führung ausgetauscht worden ist.
Berbig war kein glücklicher Präsident, GC ist auch unter ihm ein Sanierungsfall geblieben. Auf 7 Millionen Franken beläuft sich,, Stand heute, der Fehlbetrag für die nächste Saison. Zentralpräsident Andres Iten ist um Entwarnung bemüht und redet von seiner Zuversicht, dass die kommende Meisterschaft gesichert sei. Zusagen von Gönnern sollen vorliegen, sagt er, aber vorerst eben nur für ein Jahr. Bevor diese Gönner längerfristig Geld sprechen, wollen sie den Beweis erhalten, dass GC wirklich wieder glaubwürdig arbeitet.
FCZ: «Wir müssen einfach in den Europacup»
Und da ist der FCZ, der gefallene Meister. 46 Punkte hatte Sportchef Bickel als Ziel für die Rückrunde ausgegeben, doppelt so viel wie in der Vorrunde. «Ich erhoffte mir davon eine Reaktion der Mannschaft», sagt er. Inzwischen weiss er zwar nicht mehr, ob das so eine gute Idee war, aber es ist ihm auch egal, ob er am Ende «gescheiter oder dümmer» dasteht: «Wir müssen einfach in den Europacup kommen, dann reichen mir auch 42 Punkte.» In der Winterpause hatte sich der FCZ mit dem möglichen Zuzug eines neuen Stürmers beschäftigt. Varianten gab es, sie wären auch finanzierbar gewesen. Am Ende fällte die Klubführung den Grundsatzentscheid, in Abwesenheit der verletzten Hassli (Rückkehr wohl im März), Chikhaoui (Comeback irgendwann) und Alphonse (heute in Sitten wieder dabei) auf den noch nicht ganz 19-jährigen Mehmedi zu setzen.
Der Start zur Aufholjagd missglückte beim 0:0 gegen Xamax am vergangenen Samstag, ausgerechnet Mehmedi vergab grosse Chancen. Bickel weiss jetzt schon, dass er am Montag gar nicht erst die Zeitungen aufzuschlagen braucht, wenn es bei Sion eine Niederlage absetzt: Ein gestürzter Meister ist ein leichtes Opfer der Kritik. Bickel sucht dafür jedoch keine Ausflüchte. «Wir sind selbst schuld, dass wir in dieser Situation sind», sagt er, «wir haben die Vorrunde vermasselt.» (SonntagsZeitung)
Erstellt: 14.02.2010, 15:18 Uhr
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