Ein Remis, das unglücklich macht
Von Ruedi Kunz. Aktualisiert am 05.12.2011 10 Kommentare
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Young Boys - Sion 1:1 (1:1)
Stade de Suisse. - 22'756 Zuschauer. - SR Studer. - Tore: 9. Costanzo (Degen) 1:0. 12. Wölfli (Eigentor) 1:1.
Young Boys: Wölfli; Zverotic, Nef, Veskovac, Spycher; Doubai, Farnerud; Degen, Costanzo (87. Ojala); Ben Khalifa (70. Nuzzolo), Mayuka (80. Schneuwly).
Sion: Vanins; Sauthier, Adailton, Dingsdag, Vanczak; Serey Die (87. Zambrella); Sio (91. Melo), Rodrigo, Obradovic, Yoda (62. Crettenand); Afonso.
Bemerkungen: YB ohne Silberbauer (verletzt), Raimondi, Lingani, Mveng, Dudar (alle überzählig), Sion ohne Bühler, Fickentscher, Mrdja (alle verletzt), Gonçalves, Gabri, Mutsch, Feindouno, Glarner, Ketkeophomphone (alle ohne Spielberechtigung). 18. Freistoss von Costanzo gegen die Latte. 26. Pfostenschuss von Afonso. 83. Tor von Costanzo wegen Fouls annulliert. Verwarnungen: 18. Adailton, 28. Veskovac, 30. Zverotic und Sio (beide Unsportlichkeit), 39. Sauthier (Foul), 41. Yoda, 75. Doubai (beide Unsportlichkeit), 84. Obradovic (Foul).
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Es ist ein wohlbekannter Reflex bei Mannschaften, denen es nicht wunschgemäss läuft: Sie beklagen sich über Schiedsrichterentscheide und scheinbare Ungerechtigkeiten. YB gehörte in den letzten Wochen auffällig oft zum Klub der Jammerer. Die Berner ärgerten sich nach den Spielen in Neuenburg, Genf und Basel über ihrer Meinung nach reguläre Tore, die wegen einer Offsideposition nicht gegeben wurden.
Am Sonntag regten sie sich fürchterlich auf, weil Schiedsrichter Studer in der 83. Minute den vermeintlichen Siegestreffer von Costanzo aberkannte, weil er ein Foul des YB-Spielers gesehen hatte. Der Ostschweizer hatte in einem Kopfballduell mit Sauthier den Ellbogen eingesetzt. «Meiner Meinung nach war das kein Foul», war sich der einzige Berner Torschütze (9.) sicher, als er den zahlreichen Pressevertretern Red und Antwort stand. Teamcoach Heinz Schneiter war sich «fast hundertprozentig sicher, dass Moreno korrekt hochgestiegen ist». Etwas später, als Christian Gross den letzten Match auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse Revue passieren liess, sprach er von dem «unsäglichen nicht gegebenen Tor». Wenn Manchester United ein solches Tor schiesse, annulliere es der Referee mit Bestimmtheit nicht.
Es braucht ein Fussballwunder
Der Frust bei den Gastgebern war nachvollziehbar. Sie hatten so gut wie selten in dieser Saison gespielt – und gehörten doch zu den Verlierern dieses Wochenendes. Das, weil der FC Basel am Samstag im eigenen Stadion Luzern 1:0 besiegte und nunmehr bereits 11 Punkte vor den Young Boys liegt. Diese wissen haargenau, dass sie nur noch ein kleines Fussballwunder an die Tabellenspitze bringt in der Saison 2011/12. «Machen wir uns nichts vor: Es wird sehr, sehr schwierig», sagte Costanzo. Der junge Mittelfeldspieler mochte die Situation nicht schönreden: «Wir haben alle mehr erwartet.» Christoph Spycher appellierte an den Berufsstolz: «Wenn wir weiterhin hart arbeiten, werden wir irgendwann belohnt.»
Viel Aufwand, wenig Ertrag
Beim letzten Match auf Kunstrasen wurde YB für seine Anstrengungen schlecht belohnt. Das Team erspielte sich so viele Torchancen wie seit dem ersten Heimspiel gegen Basel nie mehr. Costanzo traf das Lattenkreuz (18.), Nefs Kopfball landete an der Latte (43.), Farnerud, Costanzo und nochmals Farnerud prüften Vanins mit harten Schüssen, Degen sah seinen Schuss vom herausstürzenden Sion-Goalie blockiert. Gross gefiel, wie sich seine Mannschaft nach dem missglückten Cupmatch präsentierte: «Sie hat eine gute Reaktion gezeigt.» Er fand es angebracht, die Leistungen von Doubai und Costanzo besonders hervorzuheben. Lobende Worte fand er auch für Wölfli, obwohl dieser beim 1:1 – einem Lobball von Sio aus fast 30 Metern – schlecht ausgesehen hatte.
Nicht zufrieden war Gross einmal mehr mit dem Verhalten seines Team im Abschluss. Seinen Wunsch nach Verstärkungen in der Offensive hat er längst deponiert. Wenn der Verwaltungsrat nicht bereit wäre, zusätzliches Geld für Transfers zu sprechen, wäre er enttäuscht, sagte der Coach gestern.
Sio vergab für Sion den Matchball
YB mochte mit dem Schicksal hadern, doch auch die Gäste hatten gute Gründe, sich über das Endergebnis aufzuregen. Afonso hatte in der ersten Hälfte den Pfosten getroffen, Sio scheiterte allein am glänzend reagierenden Wölfli (81.). Eine Minute später riskierte der Nationalgoalie gegen den gleichen Spieler nochmals Kopf und Kragen. «Wir haben es verpasst, drei Punkte zu holen», bedauerte Sion-Trainer Laurent Roussey. (Der Bund)
Erstellt: 04.12.2011, 18:10 Uhr
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10 Kommentare
Ziel wieder einmal nicht erreicht. Was der ganze Staff für diese Millionen welche Gross; Zubi und Co verdienen leistet ist unter aller Sau. Wölfli hätte solche Bälle letztes Jahr ohne ein Wimpernzucken gehalten. Mit dem Fliegenfänger Zubi als Goalietrainer siehts jetzt aber anders aus. Ein Ei nach dem Anderen. Und Gross fällt nichts besseres ein als wieder Ojala im Sturm zu bringen. So ein Jammer! Antworten
Ein ums andere Mal entteuscht YB. Suchen Sie sich etwas neues Herr Gross. Die Realität liegt sehr weit von Ihrer Zielsetzung entfernt. 6 Punkte war ihre Vorgabe und diese haben Sie nicht erreicht. Nnehmen Sie den Fliegenfänger gleich mit. Antworten
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