Die Berner schlugen die Innerschweizer dank zwei Toren von Seydou Doumbiain der Startphase und einigem Zittern am Ende glücklich mit 2:1.
Damit sind die Berner wieder auf Kurs und haben den Vorsprung auf den FC Basel zumindest bis am Sonntagabend auf sieben Punkte vergrössert. Dass die Pleite in Basel vor Wochenfrist bloss ein einmaliger Unfall gewesen war, konnte YB indes nicht beweisen. Zu viele Chancen liess der Tabellenführer in der zweiten Halbzeit gegen einen nach der Pause dominierenden FCL zu.
Die verpassten Chancen des FCL
Bedenklich ins Wanken geriet der YB-Sieg zwischen der 55. und 75. Minute: Hakan Yakin mit einer Direktabnahme, Berim Kukeli und Cristian Ianu mit Kopfbällen, nochmals Yakin mit einem Nachschuss, der auf der Linie abgewehrt wurde, und Claudio Lustenberger alleine gegen YB-Keeper Marco Wölfli hätten bei ihren Grosschancen (mindestens) den Anschlusstreffer erzielen müssen.
Weil sie alle nicht trafen, das überfällige Luzerner Tor durch den eingewechselten Paiva erst in der 86. Minute fiel und der FCL sich in der Nachspielzeit bei zwei im Ansatz gefährlichen Szenen im YB-Strafraum zu umständlich anstellte, wurde YB für das passive Verhalten nach der Pause nicht einem Punktverlust bestraft.
Doumbia machte die Differenz
Und so war es am Ende wie so oft in dieser Saison im Stade de Suisse. Seydou Doumbia hatte den Unterschied gemacht und avancierte zum Matchwinner. Er schoss in der Startviertelstunde seine Heimtore neun und zehn. Beide Treffer fielen nach Freistossflanken - und Fehlern in der Luzerner Abwehr. Beim 1:0 nach bloss 47 Sekunden schlug Alain Wiss über den Ball, beim 2:0 in der 17. Minute konnte Emiliano Dudar den Ball ungehindert zu Doumbia weiterleiten.