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Diskussion
Der Verband muss fatale Folgen fürchten
Das harte Verdikt vom Schweizerischen Fussballverband im «Fall Sion» ist ein ängstlicher Schnellschuss, der für den SFV und die Fifa nach hinten losgehen könnte. Mehr...
Ein Kommentar von Sebastian Rieder.
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52 Kommentare
Rechtlich ist das Bosman-Urteil eine komplett andere Sache, dort geht es um gesetzlich geregeltes Vertragsrecht. Der FIFA-Verein (rechtlich ist die FIFA ein Verein!) kann nach eigenen Statuten und Gutdünken urteilen, welche Haltung sie zu einem rechtlich korrekten Vertrag einnehmen will. Sepp Blatter kann (obwohl ich weder ihn noch seine Entscheide mag) mit dem Vereinsvorstand die Regeln bestimmen Antworten
Ich hoffe, dass auch das Schweizer Fernsehen, die Axpo und andere Firmen einmal über die Bücher gehen. Ist es wirklich eine positive Werbung für eine Firma, wenn Millionen an Werbegeldern für eine Sportart, die sich gegen Korruptionsvorwürfe wehren muss, die undurchsichtigte und nur schwer nachvollziehbare Entscheide durchsetzt, ausgegeben werden? Antworten
Schweizer Recht steht über Sportrecht. Kommen Schweizer Gerichte dem nicht nach, urteilen sie falsch und Constantin müsste vor einem internationalen Gericht klagen. Ich wünsche ihm die Kraft dazu und ein gutes Neues Jahr. Der Entscheid des SFV schreit aus verschiedenen Gründen, die von einzelnen Kommentatoren angeführt worden sind, zum Himmel. Antworten
Ach ja, 36 Punkteabzug entsprechen den Statuten? Wo steht das genau? Ich hab was von max. 12 Punkten gelesen. Komisch dass Sportrechtsexperten das genauso sehen. Aber sie können es scheinbar besser interpretieren. CC kann damit sogar vor das CAS gehen und wird recht bekommen. Diese Diskussion ist doch nur peinlich. Wenn die FIFA ihren Sitz nicht in CH hätte, würden sie den Fall ganz anders sehen.
Wenn Sie die Mitteilung des SFV genau gelesen hätten, müsste auch Ihnen klar sein, dass der Verband nicht gegen die eigenen Statuten verstösst. Und wenn Statuten gegen Grundrechte verstossen, kann man DIESE sehr wohl vor einem ordentlichen Gericht anfechten. Dagegen hat CC aber nicht geklagt. Fussball ist eine Industrie, ja. Es darf auch jeder Fussball spielen. Das verbietet niemand.
Und ein Verband der gegen die eigenen Statuten verstösst, soll andere verurteilen weil sie eben diese nicht einhalten? Erkennen sie wirklich keinen Widerspruch? CC hat das FIFA Urteil ja anerkannt, die Verbüssung führte zur Meinungsverschiedenheit, weil das Urteil nicht klar formuliert ist. Fussball ist eine Industrie, kein Spiel. Statuten welche die Grundrechte verbieten sollten bekämpft werden.
Nun Herr Weber, ich sage ja nicht, dass der SFV sich in dieser Sache korrekt verhalten hat. Ich denke, das Ganze wird ihn noch sehr teuer zu stehen kommen. Das ändert aber nichts daran, dass CC sich seit Jahren schon quer stellt - im Ausgangsfall hat das BG zu Ungunsten von El Hadary + Sion entschieden. CC kann froh sein, wurde er noch nicht vom Verband ausgeschlossen.
Hr. Stierli, sie sprechen von Regeln? Stellen sie sich vor das Bundesgericht fällt einen Entscheid zu ihren Gunsten. Der Bundesrat stösst das Urteil aber um und verurteilt sie trotzdem. Ist das keine Regelwidrigkeit? Genau das hat der SFV gestern gemacht. Und sie wissen, dass dieses Urteil nicht durchgesetzt werden kann. Aber evt. ist ja die FIFA vorerst zufrieden und niemand wird gesperrt.
@Fred Büchi: Sportrecht?? Was soll das sein?? Sie können den Eidg. Springseilhüpferverband gründen und verfügen, dass Mitgliedsvereine ausgeschlossen werden, wenn sie nicht vollzählig zum jährlichen Gemeinsam-Hüpfen auf der Rigi antreten.
Danke Herr Weber, genau um das geht es und nur um das. CC will nicht auf das Geld verzichten, was ihm die Mitgliedschaft einbringt, er will sich aber zu seinem eigenen Vorteil auch nicht an dessen Regeln halten. Dass er damit die anderen Mitglieder bescheisst, scheint ja hier irgendwie auch niemanden zu stören.
@hr. stierli, wie stellen sie sich das vor einfach auszutreten? es geht um einen club mit millionenumsatz, ist nicht ein dorfclub. ich bin mieter, wie viele habe im mietvertrag 2 kündigungstermine pro jahr zur verfügung. gesetzlich ist das gar nicht haltbar, wenn es drauf ankommt werde ich das grundgesetz anwenden und auf den vertrag pfeiffen. sie dürften natürlich die miete freiwillig zahlen.
1. mit dem Verbandsbeitritt hat der FC Sion prinzipiell einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen und es wäre mir neu, dass man in der CH gegen solche Verträge verstossen darf und 2. es steht jedem frei, aus einem Verband auszutreten, wenn man nicht mehr mit dessen Bedingungen einverstanden ist.
Wir sprechen auch schon die ganze Zeit über die 36 statt 12 Punkten... Peinlich sind Sie aber lassen wir das. Wissen Sie, es besteht immer noch die Möglichkeit, dass man Sion einfach vom Verband ausschliesst und wenn CC dann irgendwann in 6, 7, 8 Jahren vor einem Gericht recht bekommt, könnt ihr dann ein Denkmal für ihn errichten.
Wer sich als Teilnehmer in irgend einer Funktion in irgend einer Sportart betätigt, muss ich den Regeln dieses Sports unterziehen. Das sind nun nicht nur die Spielregeln sondern eben auch alle administrativen Vorschriften.
Wenn zivile (nationale) Rechtsprechung zum Einsatz käme, wird ein weltweiter Wettbewerb unmöglich. Das sollte doch auch im Wallis nachvollziehbar sein!
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Heute das der SFV-Fussball seine "Unschuld" verloren - Leben wir in einem Rechtsstaat oder gibt es für die FIFA & den SFV eine eigene Gerichtsbarkeit die man(n) je nach Bedürfnisse hinbiegen kann.
Der Missbrauch der FIFA-Allmacht und deren SFV-Diener sind einer Schweizer Demokratie und einem Rechtsstaat unwürdig. Wann handelt unser Sportminister, die Behörden und der Staat?
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Ich verstehe CC sehr gut, wie kann man Leute ernst nehmen die sich in meinen Augen immer unter Korruptionsverdacht stehen. Die FIFA ist für mich, wie die Mafia, überall wo sie eine Austragung macht, verlangt sie "Schutzgeld" in dem sie den Austragungsorten vorschreiben, welches Bier und welche Werbung gemacht wird. Blatter gehört schon lange weg. Er ist nicht mehr glaubwürdig. Antworten
@Toni Müller: Richtig, 80% der Fussballer sind "Schwestern", Memmen, Softies und richtige Sissies!
Katastrophales Urteil: 1. kuscht der Verband vor der FIFA. 2. hat die SFL dem FC Sion gültige Spielberechtigungen zugestellt (ob fälschlicherweise oder nicht, ist unerheblich). 3. ist der Punkteabzug total willkürlich (Liga und Cup!). 4. käme ein Spielverbot einem Arbeitsverbot gleich, das in der Schweiz rechtswidrig ist. 5. steht Schweizer Recht über FIFA und UEFA-Recht. 6. ist CC ein Walliser!!! Antworten
Blatter auch... und er hat vor laufenden Kameras ausgesagt, dass wen er im Amt seie, es keine Sanktionen gegen den Schweizer Fussbal gäbe. Also hätte der SFV gar nichts machen müssen...
Ein weiser Entscheid vom SFV. Somit sind alle Forderungen der Fifa erfüllt, und CC kann dass tun, was er auch ohnehin gemacht hätte: weiter prozessieren. Somit sind die Sanktionen (vorläufig) zum wohl vom fcb abgewendet, und CC kann jetzt erst recht auf Nötigung klagen. Eigentlich gewinnen so (zwischenzeitlich) beide Parteien. Antworten
Der Entscheid ist nicht weise, sondern ein Schnellschuss, mit dem sich der SFV aus der Falle befreien will, in die er durch den Fehlentscheid der Disziplinarkommission der SFL gebracht wurde. Hätte diese Kommission alle Spiele, in denen der FC Sion einen oder mehrere nichtqualifizierte Spieler einsetzte, mit Forfaitniederlagen gewertet, wäre die FIFA befriedigt gewesen.
CC ist untragbar fuer den Schweizer Fussball.Der FC SION muesste zwangsversetzt in die 1. Liga werden.Die FIFA wie eine Gesellschaft besteuert werden oder raus aus der Schweiz.Das Vereins Recht muss revidiert werden,nicht nur fuer Fussballclubs.Die Schattenwirtschaft mit Schwarzgeld muss trockengelegt werden bei allen Vereinen.Der SVB muss seine Strukturen revidieren und anpassen,Sitz nach BS verl Antworten
@Saurenmann: CC ist Präsident des FC Sion. Es ist seine Pflicht sich für den Verein einzusetzen. Wenn Vereinsrechte das Schweizer Recht verletzen ist es sogar wichtig zu klagen. Ob Ihnen CC sympatisch ist oder nich - er scheint Recht zu haben. Das werden aber weder Sie noch ich entscheiden, sondern jemand der fachlich dazu in der Lage ist.
Ein Skandal wie dieser SFV kuscht. Ich wünsche CC viel Glück mit den Klagen und hoffe, dass unsere Gerichte Recht sprechen und sich nicht von einer übermächtigen FIFA einschüchtern lassen. Der Fussball ist zu einer Farce verkommen und diese Nötigung gegen schweizer Clubs und Nationalmannschaft dürfen wir nicht hinnehmen wie auch dieser Entscheid der SFV jenseits von gut und böse ist. Antworten
Lieber Herr Marti, und auch werter Kommentar-Schreiber, da komme ich selber mit dem Rechnen nicht mehr nach.
Und ich möchte mich entschuldigen, für das ungenaue Lesen. Seit wann werden Cup-Spiele auf den Meisterschaftsbetrieb übetragen... (ausgenommen rot/gelbe Karten).
Da kommt ja kein Fussball-Fan mehr draus.
Antworten
Lassen wir mal alle Emotionen und Sympathien für wen auch immer draussen. Wieso gibt es eine Sportgerichtsbarkeit, die in gewissen Punkten nicht mit der staatlichen übereinstimmt. Weil es sonst nicht möglich wäre, eine Meisterschaft zu spielen. Die Sportarten geben sich Reglemente, halten wir uns daran. So einfach ist es, auch für unsere Jugend, die kein Problem mit Sportgerichtentscheiden hat! Antworten
stimme in diesem Punkt überein.
Was bringt es dem Fussball, wenn in Zukunft ein Gericht entscheidet, dass die Offside-Regel "die Freiheitsrechte der Spieler tangiere" (Zitat Bezirksgericht Martigny).
Lieber Herr Anz, es ist aber so. Sion werden 36 P. abgezogen (10 Meisterschaftpartien und 2 Cup-Partien!). 12 x 3 P. = 36 Punkte. Sion steht damit bei minus 5 Punkten. Dieses Urteil scheint mir unter keinem Gesichtspunkt verhältnismässig zu sein. Ich hätte ja noch nachvollziehen können, wenn man dem FC Sion alle Spiele, in denen man die Spieler eingesetzt hat, forfait gewertet hätte. Aber so...? Antworten
Egal wie diese Geschichte mal enden wird (hoffentlich), beim SFV müssen Köpfe rollen + restrukturiert werden. Es kann nicht sein, dass sicher einer quer stellt + der Liga auf der Nase herum tanzt. Die Entscheidungswege sind zu lang + wirken unqualifiziert, gar stümperhaft. So weit, wie es nun gekommen ist, hätte es nie kommen kdürfen. Antworten
Wohltuender Artikel nach den zum Grossteil erbärmlichen Kommentaren heute Nachmittag hier im Forum. CC ist ganz klar kein Sympathieträger aber es ist halt nicht schweizersch sich aufzulehnen und für seine Rechte einzustehen. Lieber kuschen und die Faust im Sack machen. Die Strafe für den Hadary Transfer war völlig überrissen aber eben ein paar unvorteilhafte Bilder von CC und alles ist klar Antworten
gute zusammenfassung, nur ein sehr entscheidender punkt wird sowohl vom verfasser wie auch vom sfv vorenthalen, nämlich erstens wie fifa und sfv die transferperioden definieren und für welche transferperioden, ab wann und sicher nicht rückwirkend ab rechtsgültigkeit des beschlusses die sache gilt. hier gehen die ansichten auseinander und da muss entweder fifa nachbessern. im zweifel für den angek. Antworten
Das Vorgehen der FIFA erinnert mich stark an die SVP nach der Wahl von EWS.
Nur hatten die Bündner mehr Mumm und liessen sich nicht erpressen. Dass man Constantin in die Schranken weisen muss, ist klar. Aber Unbeteiligte als "Geiseln" zu benutzen ist völlig daneben.
Antworten
Aber hallo!? Es ist ein richtiger Entscheid, auch wenn er Ihnen nicht passt! Übrigens: Die EWS kann man auch gleich wegschicken.
Die Transfersperre wurde sogar vom Bundesgericht bestätigt (was sie, Herr Rieder für "juristisch fragwürdig" halten!). Somit ist CC im Unrecht und die nun ausgesprochenen Sanktionen sind die logische Konsequenz. Hier geht es nicht darum, sich gegen Diktaturen aufzulehnen, wie das CC gerne hätte. Antworten
Ich finde es ziemlich erbärmlich wie sich der SFV nun dem Druck der Fifa beugt, schliesslich hat der SFV zuerst ganz anders entschieden. Ich finde beide Urteile ungerecht und habe eigentlich gehofft, dass man nun einen guten Kompromiss findet, um die ganze Sache ein für allemal zu beenden. Was ist das für ein Vorgehen: zuerst kein Abzug und dann gleich 36 Punkte - das ist unglaubwürdig ! Antworten
In Wirklichkeit hat der SFV vorher noch überhaupt keinen Entscheid gefällt gehabt. Der bisherige Entscheid war von der Disziplinarkommission. Der SFV hat seither nichts unversucht gelassen jedermann zu erklären dass dies eine unabhängige Kommission ist, das habe sogar ich als Fussball - Laie mitgekriegt. Somit waren alle auf einen gegenteiligen Entscheid des Verbands vorbereitet. Nix da WIndfahne.
Viel gescheiter wäre es, wenn CC endlich verschwinden würde.
Als Nächstes wird er gegen ein Schiedsrichter-Urteil vor Gericht ziehen.
Die Reglemente sind doch klar: wer mitmachen will, hat die Reglemente zu respektieren und die schliessen ein Weiterziehen eines Urteils an ein ziviles Gericht aus.
Antworten
Herr Stefan, wie kommen Sie auf diese Idee? Wie wollen Sie über den Gerichtsstand, der den Ort des zuständigen Gerichts festlegt, die Zuständigkeit eines Zivilgerichts ausschliessen?
Richtig vielleicht, Herr Hoffmann. Doch die Schweizerische Zivilprozessordnung, Art. 17 Gerichtsstandsvereinbarung, lässt einen Prozess vor einem Zivilgericht gar nicht zu!
Problem: Genau die selben SFV-Reglemente lassen aber eine Bestrafung, wie sie der SFV vorgenommen hat, nicht zu: Es ist regelmentarisch eindeutig, dass aus Disziplinargründen zwar "Punktabzüge" vorgenommen werden können, aber auch dass einem Team maximal (!) 12 Punkte abgezogen werden dürfen. Dies steht schwarz auf Weiss in den Statuten; vor einem Zivilgericht wird CC somit leichtes Spiel haben.
Ich bin zwar FCZ'ler aber Constantin war mir schon immer sympathisch)) Er kämpft für seinen Club und Region (oft leider ohne Rücksicht auf Verluste), dies kann man ihm nicht verübeln.
Die alten Schatten von der FIFA, UEFA sowie die Windfahnen vom SFV müssen endlich abtreten!
Antworten
Blöde (und sinnlos populistische) Forderung! Wenn die amtierenden Personen abtreten, bleiben die Reglemente und Statuten der Verbände trotzdem, auch mit neuen Personen.
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