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Dem Schweizer Fussball droht ein Erdbeben

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 10.08.2011 78 Kommentare

Sions Präsident Christian Constantin gerät immer mehr unter Druck. Reisst er sogar seinen eigenen Klub mit in den Abgrund?

1/9 Sions Präsident Christian Constantin gerät immer mehr unter Druck.
Bild: Keystone

   

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Verschwindet der Walliser Traditionsklub schon bald sogar von der Fussball-Landkarte der Schweiz? Recherchen von DerBund.ch/Newsnet haben ergeben, dass heute eine Geheimsitzung des Komitees der Swiss Football League stattfindet. Zentrales Thema ist der FC Sion und insbesondere Präsident Christian Constantin, der sämtliche Spielregeln ignoriert und seine von der Fifa und vom Verband gesperrten Spieler sogar vor zivile Gerichte bringt, um Spielberechtigungen zu erzwingen.

Constantin hält sich nicht an die Regeln, obwohl er sich mit der Aufnahme in die Swiss Football League dazu verpflichtet hat, deren Vorgaben und auch diejenigen der Fifa so wie der Uefa zu respektieren. Unter Artikel 5 und Artikel 6 der Statuten verpflichtet er sich, gefällte Entscheide zu akzeptieren und höchstens verbandsrechtlich anzufechten. Die Liga wird heute Abend sogar eine ausserordentliche Generalversammlung in Erwägung ziehen. An dieser könnte jeder Präsident der Super League oder Challenge League einen Antrag zum Ausschluss des FC Sion oder dessen Präsidenten stellen.

«Dann hat die Fifa ein gewaltiges Problem»

Wird der FC Sion von der Liga ausgeschlossen, würde das im Schweizer Fussball ein gewaltiges Erdbeben auslösen. Hinter einer allfälligen drastischen Sanktion gegen den FC Sion und dessen Präsidenten soll die Fifa stehen. Der Fussball-Weltverband soll offenbar gewaltigen Druck auf die Liga ausüben und sämtliche Gerichtskosten im Fall Sion übernehmen wollen. Ein Insider, der nicht namentlich genannt werden will, bestätigt das gegenüber DerBund.ch/Newsnet. «Wenn Constantin mit seinen Praktiken durchkommt, dann hat die Fifa weltweit ein gewaltiges Problem», sagt er.

Die Fifa und Sion liegen schon seit Februar 2008 im Clinch. Am Anfang waren in den Fall des ägyptischen Nationaltorhüters Essam El Hadary, dessen Ex-Klub Al-Ahli, der FC Sion und die Fifa involviert. Die Entscheidung El Hadarys, aus dem laufenden Vertrag mit Al-Ahli auszusteigen, hatte den Rechtsstreit ausgelöst. Der ägyptische Verein hatte deshalb die Fifa angerufen. Diese bestrafte den FC Sion wegen des illegalen Transfers mit einer Sperre von zwei Transferperioden. Weil der Klub in den zwei vorangehenden Perioden teilweise keine Transfers tätigen konnte, geht Sion davon aus, die Sperre sei bereits abgegolten. Für die Fifa gilt das jedoch nicht, sie pocht auf die Verbüssung einer zweiten gesamten Periode.

«Wir können das Vorgehen von Sion nicht tolerieren»

Wils Präsident Roger Bigger will eine geheime Sitzung der Liga heute Abend weder bestätigen noch dementieren. Er spricht gegenüber DerBund.ch/Newsnet jedoch von grossen Problemen. «Wir können das Vorgehen des FC Sion nicht tolerieren», sagt das Komitee-Mitglied der Liga. Alle Klubs würden dadurch einen Imageverlust erleiden. «Sollte es tatsächlich einmal zu einer ausserordentlichen Generalversammlung kommen, könnte es durchaus zu einem Antrag eines Präsidenten auf Ausschluss eines Klubs oder eines anderen Präsidenten kommen», sagt Bigger.

Den Ausschluss des FC Sion hält er hingegen eher für unwahrscheinlich. «Sion ist ein grosser Schweizer Traditionsklub, der sich durch hervorragende Leistungen einen Namen gemacht hat», sagt Bigger. Der FC Sion habe weiterhin eine Existenzberechtigung. Bigger hofft, dass man mit Constantin einen Konsens findet. «Wir müssen mit ihm das konstruktive Gespräch suchen und eine Lösung finden», sagt Bigger. Falls es zu keiner Einigung komme, müsse man sämtliche Optionen prüfen, wie man die leidige Angelegenheit sonst aus der Welt schaffen könne. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.08.2011, 13:11 Uhr

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78 Kommentare

Dan Horber

10.08.2011, 13:28 Uhr
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CC ist ein notorischer Querulant. Entweder man hält sich an die vereinbarten Spielregeln oder man tritt ab. Alles andere ist Wischiwaschi und öffnet der Willkür Tür und Tor. Mit CC kann man keine Einigung finden, ausser man übernimmt dessen Forderungen. So geht das nicht. Ich hoffe, dieser unhaltbare Zustand wird von der Kommission endlich konsequent gelöst. Antworten


Peter A HENZI

10.08.2011, 14:17 Uhr
Melden 59 Empfehlung

Was soll der Quatsch? Nur weil CC sein Recht verteidigt soll der FC SION gesperrt werden? Der CC hat Rückgrat, was hat sich der Korrupte "Altherren Klub" von Zürich, die FIFA in die Affären des CH Fussballs einzumischen. Sollen die doch zuerst bei sich Ausmisten. Die SFL attackiert den FC SION nur rein aus egoistischen Gründen, weil sie schon einmal, gerechterweise, gegen CC verloren haben. Antworten



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