Nach dem 3:3 bei Manchester United schaffte der FC Basel gegen Benfica eine zweite Überraschung. DerBund.ch/Newsnet erreichte Trainer Heiko Vogel kurz vor dem Rückflug in Lissabon am Handy.
1/7Torschütze Beni Huggel (2.v.r.) wird gefeiert. Bild: Keystone
Drei Siege in der Meisterschaft. Jetzt das Unentschieden in der Champions Leaguebeim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon, der bisher in 17 Pflichtspielen noch ungeschlagen ist. Basels neuer Trainer Heiko Vogel hat seinen Vorgänger Thorsten Fink, der zum HSV wechselte, schon fast vergessen gemacht. «Ich bin einfach nur unglaublich stolz auf meine Mannschaft», sagt Vogel. Sie habe eine fantastische Leistung abgeliefert. Die Spieler hätten seine taktischen Vorgaben denn auch hervorragend umgesetzt. «Wir wussten, dass die Portugiesen von Beginn an Druck machen würden», sagt Vogel. Deshalb sei man von dem Anfangsfeuerwerk und auch wegen des frühen Führungstreffers nicht in Panik geraten.
«Mein Team hat das nicht beunruhigt und schon gar nicht beeindruckt», sagt Vogel. Man sei auf diesen Fall ja vorbereitet gewesen. Wir sind ruhig geblieben, haben unsere taktische Linie nicht verlassen und haben geduldig auf unsere Chance gewartet», sagt Vogel. Und die sei ja prompt auch gekommen. Das frühe Gegentor sei schon fast so etwas wie eine Erleichterung gewesen. Danach hätte sein Team befreit aufgespielt.
«Sie haben für Frei und Streller gekämpft»
Der Trainer ist auch beeindruckt, wie seine Spieler den kurzfristigen Ausfall der beiden Stürmer Marco Streller und Alex Frei mental verkraftet haben. «Ihr Ausfall war auch eine Motivation für uns. Meine Spieler haben sich gesagt: jetzt erst recht. Sie haben für Frei und Streller gespielt und gekämpft», freut sich der Deutsche. Das 1:1 sei dank einer fantastischen Energieleistung zustande gekommen.
Vogel tritt auf die Euphoriebremse
Grosses Lob zollt Vogel auch den beiden Altmeistern Scott Chipperfield und Beni Huggel, die in einer Gemeinschaftsproduktion für den Ausgleich gesorgt hatten. «Wie Chippi das Tor von Beni vorbereitet hat, war grosse Klasse. Das kann eigentlich nur er», ist Vogel überzeugt. Huggel und Chipperfield gehörten im letzten Spiel beim 4:1-Sieg gegen GC nicht zur Stammelf. «Ich habe sie bewusst geschont», sagt Vogel. Und diese Massnahme habe sich ausbezahlt.
«Ihre physische Präsenz und ihre Laufbereitschaft waren enorm», sagt Vogel. Basel darf weiter auf eine Achtelfinal-Qualifikation hoffen. Mit zwei Siegen in Galati und zu Hause gegen Manchester United wäre der FCB unter den besten 16 Teams Europas. Doch Vogel tritt auf die Euphoriebremse. «Wir müssen einen gesunden Realismus bewahren», sagt er. Das Ziel sei es, im Europacup zu überwintern. «Wenn das in der Europa League wäre, wäre das schon super. In der Champions League wäre es das Sahnehäubchen.» (DerBund.ch/Newsnet)