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«Dann muss halt ein anderer den Clown machen»

Von Fabian Kern. Aktualisiert am 30.03.2012 13 Kommentare

Benjamin Huggels Rücktritt als Profifussballer kam unerwartet. Die Gerüchte, dass er sich mit dem FC Basel nicht über einen Vertrag hat einigen können, bezeichnet er als «frei erfunden».

1/19 Happy End: Heiko Vogel, Benjamin Huggel und Bernhard Heusler verkünden am Freitagnachmittag das Ende von Huggels Profikarriere. Der 34-jährige Huggel erhält einen Anschlussvertrag beim FCB.
Bild: Keystone

   

Benjamin Huggel im Interview mit fcb.ch

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36. Runde

01.06.Basel - St.Gallen1 : 0
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Stand: 01.06.2013 22:23

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NameSpSUNG:EP
1.Basel36219661:3172
2.Grasshoppers36209748:3269
3.St.Gallen361781154:3659
4.FC Zürich361671362:4855
5.Thun361391444:4648
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Stand: 01.06.2013 22:24

Fussball-Diskussion

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Wann die Entscheidung fiel, dass Benjamin Huggel in der nächsten Saison nicht mehr in der ersten Mannschaft des FC Basel spielen würde, ist nicht klar. Wann die Gespräche begonnen haben, daran erinnert sich FCB-Präsident Bernhard Heusler aber noch genau: «Das war im Spätherbst in Manchester. Da haben wir wie in der Wirtschaft Chancen und Risiken analysiert.» Mit Heiko Vogel hat sich Huggel «gefühlte 80 Mal» über seine Zukunft unterhalten. Die langen Gespräche hat der Cheftrainer als «unglaublich toll» in Erinnerung: «Wir haben nicht nur als Trainer und Spieler, sondern als Menschen miteinander gesprochen.» Deshalb hat Vogel dem bald 35-Jährigen auch in sportlicher Hinsicht reinen Wein eingeschenkt. «Ich habe sehr grossen Respekt vor Beni und seiner Karriere. Und so habe ich ihm ganz ehrlich gesagt, dass die Konkurrenz in der nächsten Saison noch grösser sein wird», erzählt Vogel.

Benjamin Huggel, Sie werden neu Assistenztrainer bei der U21 des FC Basel mit der Möglichkeit, auch noch ab und zu auf dem Platz zu stehen. Wie ist es zu diesem Entscheid gekommen?
Dieser Entscheid ist in langen Gesprächen mit dem FCB zustande gekommen. Diese Lösung hat sich als der ideale Übergang vom Profifussballer zu meiner nächsten Karriere herausgestellt. Das ist eine Win-win-Situation, sowohl der Verein als auch ich profitieren davon.

Wann haben Sie sich zum ersten Mal mit der Möglichkeit des Karriereendes auseinandergesetzt?
Gedanken habe ich mir schon sehr lange gemacht, aber im Herbst habe ich mich wirklich konkret damit beschäftigt, wohin meine Reise gehen sollte. Der biologische Verfall schreitet unaufhaltsam vorwärts, deshalb haben sich die Gedankengänge über den ganzen Winter bis heute hingezogen.

Aber Sie als U21-Spieler, das klingt doch ein bisschen abenteuerlich?
Das ist auch nicht die Zukunft. Das ist nur ein Mehrwert, den ich dem Verein biete. Eigentlich wollte ich das gar nicht, habe mich aber von Adrian Knup, Massimo Ceccaroni und Carlos Bernegger überzeugen lassen. Sie haben diesen Schritt auch schon getan und haben mir dazu geraten, weil ich so einen sanften Abgang machen kann. Ich kann in diesen gemeinsamen Trainings und sicher auch einzelnen Spielen den Jungen das eine oder andere mitgeben.

Wie sehr tut der Entscheid weh?
Es tut natürlich ein bisschen weh, denn Fussball ist mein Leben. Aber man muss auch vorwärts schauen im Leben, und ich freue mich auf den Abschnitt, der jetzt kommt.

Und wie weh tut es, dass der Abschied vom internationalen Fussball in München sang- und klanglos ausgefallen ist?
Ehrlich gesagt, war ich nach dem 4:0 froh, dass ich auf der Bank sitze.

Ihre Profikarriere könnte nun mit einer wunderbaren letzten Saison zu Ende gehen…
Das wäre natürlich absolut in meinem Sinn (lacht). Ich habe auch in dieser Saison bewiesen, dass ich noch auf diesem Niveau Fussball spielen kann. Und wenn wir das Jahr nun mit zwei Titeln abschliessen könnten, dann wäre das ausserordentlich und toll, so abtreten zu dürfen.

Das Ganze klingt sehr einvernehmlich. Stimmten die Gerüchte, dass Sie sich mit dem Verein nicht auf einen Vertrag einigen konnten, gar nicht?
Die Spekulationen, die in der Öffentlichkeit gemacht wurden, waren alle frei erfunden. Die Diskussionen drehten sich nie um Ein- oder Zweijahresverträge oder Geld. Wir haben uns gefunden. Für mich geht natürlich etwas zu Ende, und das ist nicht lustig, wenn man das zu realisieren beginnt. Aber ich habe ja gewusst, dass dieser Zeitpunkt irgendwann kommen würde. Es gibt einige Fussballer, die zu lange spielen. Das ist mir sicher nicht passiert.

Was ist das Endziel? Wollen Sie Trainer werden?
Das Endziel kenne ich noch gar nicht. Ich lasse mir bewusst offen, ob ich eher in Richtung Trainer oder Manager gehen will. Aber es ist klar, dass ich die Trainerdiplome machen will, denn diese bringen mir in beiden Berufen etwas.

Beim FCB werden Sie nicht nur eine sportliche Lücke hinterlassen. Wer wird Ihre Rolle als Moderator der Meisterfeier auf dem Barfüsserplatz übernehmen?
Da muss halt ein anderer den Clown machen. Ich bin momentan am Scouten (lacht). (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.03.2012, 15:20 Uhr

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13 Kommentare

Peter Saner

30.03.2012, 15:37 Uhr
Melden 37 Empfehlung 0

Dangge Beni!!!
Schön bliebsch uns erhalte.
Antworten


Tobias Wagner

30.03.2012, 16:16 Uhr
Melden 37 Empfehlung 0

Du wirst als Persönlichkeit aber auch als Fussballer eine grosse Lücke in der Mannschaft hinterlassen. Ich konnte mich immer über Deine ehrlichen Interviews amüsieren :) Danke für Deinen Einsatz Beni und viel Erfolg auf dem Ausbildungsweg zum Trainer. Würde mich freuen, Dich irgendwann auf der Trainerbank des FCB zu sehen. Antworten



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Stand: 19.06.2013 17:23
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