«Dann ist Favre Bayerns Albtraum»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 20.03.2012
Artikel zum Thema
- Schalke bleibt Favre-Equipe auf den Fersen
- «Favre macht sich das Leben nur selber schwer»
- Das schlimme Foul an Favre – und seine juristischen Folgen
- Wie Favre Deutschlands Fussballexperten eines Besseren belehrt
Bundesliga
34. Runde
| 18.05. | M'gladbach - Bayern München | 3 : 4 |
| 18.05. | SC Freiburg - Schalke 04 | 1 : 2 |
| 18.05. | Hamburger SV - Bayer Leverkusen | 0 : 1 |
| 18.05. | Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg | 2 : 2 |
| 18.05. | 1. FC Nürnberg - Werder Bremen | 3 : 2 |
| 18.05. | Borussia Dortmund - Hoffenheim | 1 : 2 |
| 18.05. | VfB Stuttgart - Mainz 05 | 2 : 2 |
| 18.05. | Augsburg - Greuther Fürth | 3 : 1 |
| 18.05. | Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf | 3 : 0 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Bayern München | 34 | 29 | 4 | 1 | 98:18 | 91 |
| 2. | Borussia Dortmund | 34 | 19 | 9 | 6 | 81:42 | 66 |
| 3. | Bayer Leverkusen | 34 | 19 | 8 | 7 | 65:39 | 65 |
| 4. | Schalke 04 | 34 | 16 | 7 | 11 | 58:50 | 55 |
| 5. | SC Freiburg | 34 | 14 | 9 | 11 | 45:40 | 51 |
| 6. | Eintracht Frankfurt | 34 | 14 | 9 | 11 | 49:46 | 51 |
| 7. | Hamburger SV | 34 | 14 | 6 | 14 | 42:53 | 48 |
| 8. | M'gladbach | 34 | 12 | 11 | 11 | 45:49 | 47 |
| 9. | Hannover 96 | 34 | 13 | 6 | 15 | 60:62 | 45 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 11 | 11 | 12 | 39:47 | 44 |
| 11. | VfL Wolfsburg | 34 | 10 | 13 | 11 | 47:52 | 43 |
| 12. | VfB Stuttgart | 34 | 12 | 7 | 15 | 37:55 | 43 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 10 | 12 | 12 | 42:44 | 42 |
| 14. | Werder Bremen | 34 | 8 | 10 | 16 | 50:66 | 34 |
| 15. | Augsburg | 34 | 8 | 9 | 17 | 33:51 | 33 |
| 16. | Hoffenheim | 34 | 8 | 7 | 19 | 42:67 | 31 |
| 17. | Fortuna Düsseldorf | 34 | 7 | 9 | 18 | 39:57 | 30 |
| 18. | Greuther Fürth | 34 | 4 | 9 | 21 | 26:60 | 21 |
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der Romand Lucien Favre hat Borussia in der letzten Saison vor dem Abstieg bewahrt. Zurzeit stürmt er in der Meisterschaft mit seiner Mannschaft Richtung Champions League. Und morgen kann Gladbach im Pokal-Halbfinal zu Hause gegen die Bayern den Einzug ins Endspiel schaffen. Dann hätte der ehemalige Schweizer Internationale die Bayern in dieser Saison gleich dreimal besiegt. Favre, den sogar Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer als künftigen Münchner Trainer sieht, schickt morgen also sein drittes Bewerbungsschreiben an die Bayern ab. Drei Siege gegen die Bayern in einer Saison. Das gab es bislang nur einmal in der deutschen Fussballgeschichte, allerdings nicht in der Kombination Bundesliga und DFB-Pokal. 1977 schaffte Eintracht Frankfurt dieses Kunststück, weil dieser Verein im Uefa-Cup 4:0 und 2:1 gegen die Bayern gewann und in der Bundesliga in der gleichen Saison einmal mit 4:0.
«Lucien weiss ja, wie man die Bayern schlägt»
Luzerns Trainer Murat Yakin hat Lucien Favre in der Winterpause in Mönchengladbach besucht. Der Basler hat das Training und dann den 3:1-Sieg im Pokal gegen Schalke 04 gesehen. «Gladbach hat einen Plan, Gladbach hat ein Konzept, Gladbach trägt die Handschrift von Lucien Favre», lobt Yakin. Der Stellenwert von Favre sei in Mönchengladbach enorm. «Auch wenn die Bayern zuletzt die Gegner Hoffenheim, Basel und Hertha an die Wand spielten, bin ich sicher, dass das Team von Lucien Favre eine echte Chance hat», sagt Yakin. Favre sei ja schliesslich in der Bundesliga der einzige Trainer, der die Münchner bisher zweimal besiegt habe. «Lucien weiss ja, wie es geht. Falls er die Bayern tatsächlich ein drittes Mal schlägt, ist er endgültig der Albtraum für die Bayern.» Durch den 2:1-Sieg zuletzt in der Meisterschaft in Leverkusen habe sich Gladbach aus einer kleinen Negativspirale befreien können. «Zumindest die Qualifikation für die Champions League hat Gladbach bereits auf sicher. Das ist für das Spiel gegen die Bayern ein zusätzlicher Motivationsschub.»
«Diesmal werden die Bayern nicht in die tödlichen Konter laufen»
Auch Gladbach-Experte Jörg Stiel spricht von einem fantastischen Fussballfest. «Als das Los den Mönchengladbachern die Bayern bescherte, war das Stadion innert 20 Minuten ausverkauft. Man hätte aber nicht bloss 54'000, sondern 200'000 Karten absetzen können», weiss der ehemalige Torhüter und Captain des deutschen Traditionsclubs. «Die Bayern sind gewarnt, sie haben sich ja schon zweimal an Gladbach die Zähne ausgebissen», sagt Stiel. Er glaubt jedoch nicht, dass die Münchner gleich ein drittes Mal denselben Fehler machen werden. «Diesmal werden sie nicht schon wieder in die tödlichen Konter laufen.» Auch der deutsche Nationalkeeper Manuel Neuer habe noch einiges gutzumachen. «Beim 0:1 in München und dem 1:3 in Mönchengladbach war er massgeblich an den beiden Niederlagen beteiligt.»
«Gladbachs Erfolg heisst nicht nur Favre»
Der Moderator des Fussball-Talks «kick-it» beim Schweizer Sportfernsehen (SSF) wehrt sich hingegen vehement dagegen, den Erfolg in Mönchengladbach nur an Lucien Favre festzumachen. «Lucien macht zweifelsohne einen super Job. Er hat aber auch ausgezeichnetes Spielermaterial zur Verfügung. Und diese Mannschaft wurde von Sportdirektor Max Eberl zusammengestellt, das darf man niemals ausser Acht lassen.» Gladbachs Erfolg heisse nicht nur Favre.
Stiel nennt sogleich die Gründe, weshalb die gleiche Mannschaft vor einem Jahr fast abgestiegen wäre. «Bis Favre kam, hat vieles einfach nicht gestimmt. Dann hat er die grossen Qualitäten seiner Spieler sofort erkannt. Favre hat aus jedem Einzelnen das Optimum herausgeholt, ja herausgekitzelt. Und er hat eine Ordnung und ein Kollektiv geschaffen, in dem jeder Einzelne die für ihn idealste Position besetzt. Das ist das grosse Verdienst von Favre. Aber man darf nicht vergessen, dass Max Eberl mit Favre auch den richtigen Trainer geholt hat.» Favre habe bei Gladbach auch einen hervorragenden Staff und mit Uwe Kamps einen grossen Fachmann als Torhütertrainer. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.03.2012, 12:14 Uhr





Sportbilder der Woche









































