Sport

Chelsea schafft den Coup nach grossem Fussball-Drama

Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 25.04.2012

In einem verrückten Halbfinal-Rückspiel erreicht Chelsea ein 2:2 in Barcelona und qualifiziert sich für das Endspiel der Champions League.

FC Barcelona

2 : 2

Chelsea

  • 35. Busquets

    44. Iniesta

  • 45. Ramires

    91. Torres

1/14 Was für spannende 96 Minuten inklusive Nachspielzeit: Dank des 2:2-Unentschiedens in Barcelona qualifiziert sich Chelsea mit dem Gesamtskore von 3:2 für den Final der Königsklasse. Doch der Reihe nach.
Bild: Keystone

   

(DerBund.ch/Newsnet)

  • Zusammenfassung

    Titelhalter Barcelona ist im Halbfinal der Champions League gescheitert. Anders ist das Out in letzter Minute gegen Chelsea nicht zu bezeichnen. Die Spanier führten bis zur 91. Minute 2:1, ehe Fernando Torres endgültig alle Pläne der Katalanen durchkreuzte.

    El Niño nannten sie Torres einst, den Wirbelstürmer aus Madrid: Während Monaten mühte er sich an der Stamford Bridge vergeblich ab, wurde mit Kritik überhäuft und als grösster Fehltransfer überhaupt bezichtigt. Nun hat Torres eines der wichtigsten Tore der Londoner geschossen. In der Nachspielzeit stürmte er los, schüttelte alle Katalanen ab und umkurvte auch noch FCB-Keeper Valdés.

    Barcelonas Star-Ensemble war geschockt. Die Gastgeber hatten zuvor in Überzahl ein Schauspiel aufgeführt und sich über 75 Prozent Ballbesitz erspielt. Am Ende löste sich alles in Schall und Rauch auf. Drei Tage nach dem 1:2 gegen Real überstieg das 2:2 gegen Chelsea die Wirkung der Niederlage gegen die Madrilenen sogar noch um eine Dimension: Das Out in der Königsklasse wird den Verein, der in den letzten vier Jahren 13 Titel gewonnen hat, mehr schmerzen als alle Enttäuschungen zuvor.

    Di Matteos perfekte Einwechslung

    Als Ramires Sekunden vor der Pause den einzigen Konter Chelseas mit einem feinen Heber brillant abschloss, änderte er am Drehbuch vorerst nichts. Die Gäste sahen sich nach wie vor ausserstand, die Spielkunst der Katalanen auch nur im Ansatz einzuschränken.

    Doch der verlängerte Sturmlauf des Titelhalters führte nicht zu weiteren Toren, das Powerplay brachte ausser Applaus nichts ein. Chelsea hingegen verteidigte sich in Unterzahl den eigenen Mitteln entsprechend smart, verzögerte die Zeit, hielt die gefährlichen Skorer der Spanier auf Distanz und lauerte bis zur letzten Sekunde auf den entscheidenden Gegenschlag.

    Und Roberto Di Matteo, der Coach mit Wurzeln in Schaffhausen und italienischem Pass, erkannte die Gunst des Moments. In der 80. wechselte er mit Torres jenen Stürmer ein, der die Geschichte eines bis dahin völlig einseitigen Spiels komplett veränderte.

    Di Matteo, der Trainer-Aufsteiger des Jahres, der erst am 4. März zum Chef aufgestiegen war, wechselte für die Londoner den Glücks- und Heilsbringer ein. Damit dürfte der 41-Jährige selber zum grössten Gewinner des unglaublichen Abends im Camp Nou avancieren. Doch er wusste wohl auch, wie sehr seine Equipe vom Glück begünstigt gewesen war - mehrfach stand Chelsea einem Debakel wesentlich näher als dem zweiten Finalvorstoss der Klubgeschichte.

    Messi, die tragische Figur

    «Bajo el signo de Leo!» Im Zeichen des Löwen sollte die Begegnung stehen. Doch nicht Lionel Messi, der Welt- und Wunderfussballer, der Rekordtorschütze des Klubs sorgte nicht wie gewünscht oder verlangt für die Highlights. Messi dribbelte, Messi passte, aber Messi traf erneut nicht - zum dritten Mal in Serie nicht! Im wichtigsten Moment der Saison versagte der 24-jährige.

    Einen Foulpenalty setzte er an die Lattenunterkante, ein Weitschuss des Argentiniers prallte vom Pfosten zurück. Nicht nur seinem Klub, der gegen Chelsea zum siebten Mal in Folge nicht siegte, liegen die robusten Londoner nicht, auch ihm persönlich fällt die Kunst gegen die Blues besonders schwer: Messi traf gegen sie noch überhaupt nie. Diese für seine Verhältnisse desaströse Bilanz ist wohl nicht nur mit fehlendem Glück zu erklären.

    Eine Krise?

    Aussenstehende und wohl auch die Konkurrenz aus England versuchten, dem FC Barcelona nach zwei empfindlichen Niederlagen eine Mini-Krise zuzuschanzen. Maulwürfe sollen vor dem verlorenen Clàsico gegen den Erzrivalen aus Madrid Interna veröffentlicht haben. Josep Guardiola sei angespannter als üblich vor die Medien getreten, wurde aus Katalonien übermittelt.

    Als der türkische Referee Cüneyt Cakir die Partie freigab, widerlegte Barça zunächst alle Mutmassungen mit einer beispiellosen Schubkraft. Die Künstler arbeiteten und kombinierten, als hätte sie Guardiola nur in eine Richtung programmiert. Das Duell fand im Prinzip bis zur Nachspielzeit nur in einer Hälfte statt. Nach knapp drei Minuten setzte Messi einen Ball ins Aussennetz, weitere hochprozentige Chancen folgten.

    Die Engländer umklammerten ihren minimalen Vorteil aus dem Hinspiel mit zehn defensiv orientierten Feldspielern. Den ersten Moment des Schreckens hatten aber nicht sie, sondern der FCB zu verkraften: Als Keeper Valdés den eigenen Verteidiger Piqué rammte, war zunächst mit dem Schlimmsten zu rechnen – der Spanier erholte sich zwar, musste aber wenig später ersetzt werden.

    Piqués Absenz verkraftete Barcelona bis zur drittletzten Minute, weil sich Chelsea kaum je ein paar Sekunden Ballbesitz verschaffte. Im Gegenteil: Die Blues standen unter Dauerdruck. Das erste Gegentor zeichnete sich regelrecht ab. In der 35. durchbrach Busquets die dichte Kette der Gäste ein erstes Mal. Zwei Angriffswellen später erhöhte Iniesta mit einem präzisen Flachschuss auf 2:0.

    Die Dummheit des Captains

    John Terry stand zu jenem Zeitpunkt bereits nicht mehr auf dem Platz. Der Captain hatte sich im Frust die Dummheit geleistet, Sanchez das Knie in den Rücken zu rammen. Ausgerechnet der über 70-fache englische Internationale, an der Stamford Bridge seit über einer Dekade ein Symbol für Kampfkraft und Leidenschaft pur, versetzte seine Equipe in Unterzahl.

    Speziell im Camp Nou ist ein Platzverweis in der ersten Hälfte in der Regel für jede Mannschaft der Welt eigentlich ein entscheidendes Handicap. In der eigenen Arena pflegt Barcelona die Kontrahenten in regelmässigen Abständen zu überrollen. Ein Torverhältnis von 97:16 hatten sich die Katalanen vor dem Duell mit Chelsea in 27 Heimauftritten erspielt. Ab sofort sind die märchenhaften Zahlen nur noch halb so viel wert. (si)

  • Resultate/Übersicht

    Champions League. Halbfinals. Rückspiele: FC Barcelona - CHELSEA 2:2 (2:1); Hinspiel 0:1. - Mittwoch (20.45 Uhr): Real Madrid - FC Bayern München; Hinspiel 1:2. - Final am 19. Mai in München.

  • 1. Fazit

    Der FC Chelsea schaltet Titelverteidiger Barcelona aus und steht als erstes Team im Champions-League-Final am 19. Mai in München.

    Die Londoner kamen nach dem 1:0 im Hinspiel mit einem 2:2 bei den Katalanen weiter. Barcelona hatte durch Sergio Busquets (35. Minute) und Andrés Iniesta (43.) schon 2:0 geführt. Ramires (45.) und Fernando Torres (92.) glichen für die Londoner noch aus.

    Die Gäste verloren Captain John Terry durch eine Rote Karte in der 37. Minute und hatten Glück, dass Lionel Messi kurz nach der Pause einen Foulpenalty nur an die Latte setzte und später nur den Pfosten traf. Den Gegner von Chelsea ermitteln am Mittwoch Real Madrid und Bayern München. (si)

  • Telegramm

    FC Barcelona - Chelsea 2:2 (2:1)
    Camp Nou. - 96'636 Zuschauer (ausverkauft). - SR Cakir (Tür). - Tore: 35. Busquets 1:0. 43. Iniesta 2:0. 45 (+1). Ramires 2:1. 91. Torres 2:2.
    FC Barcelona: Valdés; Puyol, Piqué (26. Dani Alves), Mascherano; Xavi, Busquets, Iniesta; Cuenca (67. Tello), Messi, Fabregas (74. Keita); Sanchez.
    Chelsea: Cech; Ivanovic, Cahill (12. Bosingwa), Terry, Cole; Mikel, Meireles; Mata (58. Kalou), Lampard, Ramires; Drogba (80. Torres).
    Bemerkungen: Barcelona ohne Luiz, Villa (beide verletzt), Abidal (krank). 37. Rot gegen Terry (Tätlichkeit). 49. Messi schiesst Foulpenalty gegen die Latte. 83. Pfostenschuss von Messi. Verwarnungen: 32. Mikel (Foul), 44. Ramires, 48. Ivanovic (beide Reklamieren, beide gesperrt im Final), 59. Cech (Zeitverzögerung), 71. Messi, 72. Lampard (beide Foul), 89. Meireles (Foul/gesperrt im Final).

  • 93' Abpfiff 2:2

    Schluss, der türkische Ref pfeift ab. Chelsea steht mit dem Gesamtskore von 3:2 im Final. Aber was für ein verrücktes Spiel!

  • 91' Tor! 2:2

    TORRES! Nach einem Konter steht Joker Torres plötzlich alleine vor Valdes da – und er macht den Treffer.

  • 91'

    Es werden drei Minuten nachgespielt...

  • 90'

    Cech wehrt einen Schuss ab. Es gibt Corner, aber Puyol köpfelt darüber.

  • 89' Gelbe Karte

    Foul von Meireles. Er könnte den Final nicht mitspielen, wenn sich Chelsea qualifizieren würde.

  • 88'

    Es ist unheimlich spannend: Schaffen es elf Barcelona-Spieler noch, das Tor gegen zehn Londoner zu schiessen?

  • 87'

    Ein weiterer Corner für Barcelona. Aber Alves setzt den Ball weit neben das Zuhause von Goalie Cech.

  • 86'

    Unaufhörlich rollen die Angriffe auf das Gäste-Tor. Was passiert da noch in der finalen Phase dieses dramatischen Rückspiels?

  • 83'

    Messi schiesst und trifft....nur den Pfosten!

  • 82'

    Endlich ist der Ball im Tor der Gäste, aber der Assistent hat ein Offside von Alves gesehen. Wir gehen davon aus, dass der Unparteiische an der Linie das richtig gesehen hat.

  • 80' Wechsel

    Drogba geht vom Platz. Für ihn darf nun Torres ran. Ob der Spanier auch so mit Leidenschaft verteidigt wie der Ivorer?

  • 79'

    Der grosse FCB drückt, aber scheint teilweise auch etwas ratlos gegen diese Mauer aus dem Südwesten Londons.

  • 78'

    Busquets kommt im Strafraum plötzlich freistehend zum Schuss, aber er knallt den Ball über die Latte. Er ist, obwohl Torschütze zum 1:0, kein Goalgetter.

  • 75'

    Die Londoner verteidigen sich mit allen Kräften, kommen kaum mehr über die Mittellinie. Es ist ein bisschen wie Handball: 10 Barça-Feldspieler gegen 9 Feldspieler von Chelsea plus Cech.

  • 74'

    Keita, kaum im Spiel, prüft erstmals Chelseas Keeper.

  • 74' Wechsel

    Fabregas wird durch Keita ersetzt.

  • 71/7' Gelbe Karte

    Nun hagelt es nicht Körner, sondern Karten: Zuerst Messi (Foul), dann Lampard (Foul) werden verwarnt – durchaus zu recht.

  • 68' Wechsel

    Barcelonas Trainer wechselt aus: Der 20-jährige Cuenca geht vom Platz, Alterskollege Tello kommt rein. Cuenca bereitete das 1:0 vor.

  • 66'

    Barcelona ist feldüberlegen, findet aber die Lücke im Beton von Chelsea nicht. Zu oft werden die Angriffe der Gastgeber durch die Mitte geführt. Immer wieder verhindert ein Bein oder ein Fuss des Gastes den erfolgreichen Durchbruch.

  • 64'

    Erster Corner für Chelsea, und dieser ist nicht ungefährlich: Der aufgerückte Ivanovic trifft den Ball nicht richtig, sonst hätte das durchaus ein Goal sein können.

  • 62'

    Nun kommt Cuenca frei zum Schuss, aber Tausendsassa Cech lenkt den Ball in den Corner. Erneut hat Barcelona eine Chance nicht ausgenutzt.

  • 60'

    Nochmals zur Erinnerung: Im Gesamtskore steht es 2:2. Aber Chelsea hat ein Awaygoal erzielt. Bei diesem Spielstand nach 90 Minuten wären die Blues im Final.

  • 59' Gelbe Karte

    Cech lässt sich viel Zeit bei seinen Abstössen. Das Publikum ist erbost. Der Ref zeigt dem Chelsea-Hüter Gelb.

  • 58' Wechsel

    Di Matteo wechselt aus: Mata wird wohl aus taktischen Gründen vom Platz genommen. Kalou kommt für den Spanier rein.

  • 56'

    Drogba sorgt für Unterhaltung: Er dribbelt zwei Gegner aus und schiesst aus rund 60 Metern. Aber Victor Valdes hat aufgepasst.

  • 54'

    Sanchez kommt ungehindert zum Kopfball, aber dieser fliegt am Pfosten vorbei. Die Flanke ist von Alves gekommen. Barcelona geht grosszügig mit seinen Torchancen um, wenn man das so sagen darf.

  • 52'

    Nun hat aber Messi bei einem Gerangel Lampard gestossen. Es geht aber ohne Karten weiter. Die Nerven scheinen so langsam sehr strapaziert zu sein. Der türkische Ref dürfte noch viel Arbeit haben heute Abend.

  • 51'

    Was nicht vergessen werden darf: Chelsea hat beide Innenverteidiger, die begonnen haben, inzwischen verloren.

  • 50'

    Tja, Messi und seine Spiele gegen englischen Klubs.

  • 49'

    Und Messi läuft an, aber trifft nur die Latte! Was für eine Dramatik hier im Camp Nou.

  • 48' Penalty

    Penalty für Barcelona, weil Drogba den anbrausenden Fabregas im Strafraum gefoult hat.

  • 47'

    Dicke Chance für Iniesta, aber er bringt den Ball aus wenigen Metern nicht im Tor unter. Es gibt Eckball.

  • 46' Anpfiff

    Die zweite Halbzeit läuft. 11 Kicker von Barcelona müssen nun versuchen, gegen zehn Londoner ein Tor zu erzielen. Ansonsten steht Chelsea im Final.

  • 48' Abpfiff 2:1

    Der türkische Ref pfeift die erste Hälfte ab, eine unglaublich dramatische und spannende erste Hälfte. Barcelona führt mit 2:1 gegen zehn Londoner. Das Gesamtskore lautet 2:2. Aber Chelsea hat einen Awaytreffer erzielt.

  • 46' Tor! 2:1

    RAMIRES! Ramires wird rechts von Lampard geschickt eingesetzt. Und mit einem herrlichen Lob schiesst er den Ball über den verdutzten Victor Valdes ins Tor. Es ist unglaublich spannend. Was für eine erste Hälfte. Nun heisst es im Gesamtskore 2:2!

  • 45' Gelbe Karte

    Ramires erhält Gelb.

  • 44' Tor! 2:0

    INIESTA! Mustergültiger Angriff der Katalanen, und Iniesta kann nach Musterzuspiel von Messi das 2:0 erzielen. Damit führt Barça mit 2:1 im Gesamtskore.

  • 42'

    Es ist auch überflüssig zu erwähnen, dass die Aufgabe für die Blues nun praktisch unlösbar ist.

  • 38'

    Unnütz zu sagen, dass dies eine idiotische Aktion von Terry war. Und die britischen Medien, die bekannt für ihre Sanftheit sind, haben den Sündenbock gefunden, sollte Chelsea ausscheiden.

  • 37' Rote Karte

    Terry muss vom Platz! Der Innenverteidiger hat mit dem Knie einen Schlag in den Rücken von Sanchez gemacht. Wohl eine korrekte Entscheidung des türkischen Refs.

  • 35' Tor! 1:0

    BUSQUETS! Nach einem schönen Zuspiel von Cuenca muss Busquets den Ball nur noch ins leere Tor einschieben. Barcelona führt, es heisst 1:1 im Gesamtskore.

  • 35'

    Fabregas holt den dritten Corner für Barcelona heraus.

  • 32' Gelbe Karte

    Mikel wird verwarnt nach einem rüden Foul an Sanchez.

  • 31'

    Unsicherheit bei Puyol, aber Victor Valdes kann befreien.

  • 31'

    Schuss von Iniesta aus 25 Metern, der Ball fliegt am Gehäuse von Cech vorbei. Chelsea hat die erste halbe Stunde schadlos überstanden.

  • 28'

    Die Katalanen sind emsig und bemüht, Chancen zu kreieren. Aber die Londoner verteidigen bisher sehr aufmerksam.

  • 27'

    1. Corner für Barça, ein Chelsea-Spieler kann mit dem Kopf befreien.

  • 26' Wechsel

    Piqué muss doch passen, aber nicht wegen der wilden Nächte mit Shakira, sondern, weil der Schädel zu fest brummt – wegen des Zusammenstosses mit seinem eigenen Goalie. Für ihn kommt der Brasilianer Dany Alves.

  • 25'

    Nun ein Konter über Drogba, der Piqué stehen lässt, aber dann das Arbeitsgerät ins Aussennezt zirkelt. Aber der Ivorer der Blues hat einmal mehr seine Gefährlichkeit angedeutet.

  • 24'

    Vieles geht bei den Katalanen durch die Mitte, nicht immer mit Erfolg.

  • 22'

    Guter Schuss von Mascherano aus 18 Metern, aber der Ball fliegt darüber. Piqué spielt übrigens weiter.

  • 19'

    Herrlicher Doppelpass im Strafraum der Katalanen zwischen Messi und Fabregas, Messi kommt zum Abschluss, aber Cech hält bravourös.

  • 18'

    Sanchez wird von Meireles gefoult – das laute Publikum ist empört.

  • 17'

    Piqué steht wieder, sein Schädel brummt. Kann er weiterspielen?

  • 16'

    Nun ein Konter der Londoner, und Goalie Valdes, Piqué und Drogba stossen zusammen. Piqué wurde vom eigenen Keeper umgehauen.

  • 15'

    Die Gäste von der Insel, die sich sehr defensiv verhalten, haben die Startviertelstunde heil überstanden. Die Frage ist, ob das weiter so gut geht. Barcelona drückt, hat die fanatischen Fans im Rücken.

  • 12' Wechsel

    Nun kommt die Auswechslung doch: Cahill geht vom Platz, Bosingwa kommt in die Innenverteidigung. Es wird dem Portugiesen nicht langweilig werden.

  • 11'

    Barcelona drückt, die Londoner können sich nur mit Befreiungsschlägen befreien.

  • 10'

    Wieder ein gefährlicher Angriff von Barcelona, aber ein Chelsea-Verteidiger kann vor der Linie retten...

  • 9'

    Bosingwa steht bereit für die Auswechslung, aber Cahill winkt doch ab, er könne weiterspielen.

  • 7'

    Cahill hat sich offenbar verletzt und muss ausserhalb des Platzes gepflegt werden. Barcelona macht schon mal mächtig Dampf.

  • 3'

    Messi kann sich gut durchsetzen. Er rennt in den Strafraum, schiesst aber das runde Leder ins Seitennezt. Die erste grosse Chance für Barça – und wohl auch nicht die letzte.

  • 2'

    Nun muss Cech eingreifen nach einem Steilpass von Xavi auf Sanchez.

  • 2'

    Foul von Messi an Chelseas Mata.

  • 1'

    Nach 30 Sekunden muss Goalie Valdes erstmals eingreifen. Er macht dies äusserst sicher.

  • 1' Anpfiff

    Kick-off im ausverkauften Nou Camp. Ref ist der Türke Cakyr.

  • Aufstellung Chelsea

    Chelsea:

    1 Cech

    2 Ivanovic
    24 Cahill
    26 Terry
    3 Ashley Cole

    12 Mikel
    16 Raul Meireles

    10 Juan Mata
    8 Lampard
    7 Ramires

    11 Drogba

  • Formation Barcelona

    Barcelona:

    1 Victor Valdes

    3 Piqué
    5 Puyol
    14 Mascherano

    16 Busquets

    6 Xavi
    8 Iniesta

    39 Isaac Cuenca
    10 Messi
    4 Fabregas

    9 Sanchez

  • Mögliche Formationen

    FC Barcelona:
    Valdes; Dani Alves, Mascherano, Pique, Puyol; Xavi, Busquets, Iniesta; Messi, Sanchez, Fabregas.

    Chelsea:
    Cech; Ivanovic, Cahill, Terry, Ashley Cole; Mikel; Mata, Lampard, Meireles, Ramires; Drogba.

  • Ausgangslage

    Der FC Barcelona steht mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 0:1 auswärts gegen Chelsea muss er heute im Rückspiel im Camp Nou mit zwei Toren Differenz siegen, um in den Final vorzustossen.

    Die Vorgabe ist heikel. Die spanischen Dauersieger stehen unter Druck. 13 Titel hat Pep Guardiola als Trainer des FC Barcelona seit 2008 gewonnen. In Meisterschaft und Champions League holte er fünf von sechs möglichen Titeln. Nach zwei Niederlagen innerhalb von drei Tagen gegen Chelsea im Hinspiel der Champions League und gegen Real Madrid in der Primera Division könnte die Jagd nach Trophäen indes abrupt stoppen. Der Gewinn der Meisterschaft ist so gut wie unmöglich, und in der Champions League droht wie vor zwei Jahren das Ausscheiden in den Halbfinals. Erstmals seit Guardiolas Amtsantritt riskiert der Klub, keinen der wichtigsten beiden Titel zu gewinnen.

    Entsprechend nervös ist das (mediale) Umfeld. Guardiola musste nach dem 1:2 gegen Real bissige Fragen beantworten. Ihm wurde vorgeworfen, Cesc Fabregas, Alexis Sanchez und Pedro nicht von Beginn weg eingesetzt zu haben. «Jedem Entscheid von mir liegt eine Überlegung zugrunde. Vielleicht habe ich mich aber tatsächlich geirrt», gab Guardiola zu.

    Kritik hatte er schon drei Tage zuvor nach dem Spiel gegen Chelsea einstecken müssen. Viele Beobachter schrieben von einem enttäuschenden Barcelona, das nicht fähig gewesen sei, die «Menschenmauer» der Engländer zu überwinden. Das Team von Guardiola habe keine zweite Option, wenn die spielerischen Mittel mal nicht zum Erfolg führen würden, wurde moniert. Gegen diesen Vorwurf wehrte sich Guardiola. «Unsere Leistung war nicht enttäuschend. Dieses Wort kann man benützen, wenn ein Team sich dem Spiel verweigert. Wir aber haben in London 24 Mal auf das Tor von Chelsea geschossen.»

    Dennoch: Sowohl gegen Chelsea als auch gegen Real fand Barcelona kaum ein Rezept, einen defensiv hervorragend organisierten Gegner auszuspielen. Diese schwierigste Aufgabe im Fussball war auch für das beste Team nicht zu lösen. Einfacher wird es auch im Rückspiel nicht. Chelseas Trainer Roberto Di Matteo wird von seiner Réduit-Taktik im Camp Nou und mit dem 1:0-Vorsprung im Rücken erst recht nicht abweichen. Die Parallelen zum Duell mit Inter Mailand vor zwei Jahren sind unverkennbar. Auch damals war Barcelona auswärts das bessere Team, ging aber mit einem Handicap (1:3) ins Rückspiel – und schaffte es gegen einen sich verschanzenden Gegner nicht, den Spiess umzudrehen.

    «Gegen Chelsea wird es anders», versuchte Mittelfeldspieler Andres Iniesta die Fans nach den letzten zwei Niederlagen zu beruhigen, und Xavi verwies darauf, dass es Barcelona noch immer geschafft habe, «auf Niederlagen die richtige Antwort zu finden». Doch der Denker in Barcelonas Spiel irrt. Die Situation ist für Barcelona nicht alltäglich. Seit Guardiola Trainer ist, musste sein Team in den K.o.-Duellen der Champions League erst zweimal einen Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen. Die Erfolgsquote bei der Aufholjagd liegt bei 50 Prozent.

    Gegen Chelsea kommt eine weitere wenig ermutigende Statistik hinzu. Zuletzt holten die Engländer in Barcelona dreimal ein Unentschieden. Ein Zufall ist das nicht. Chelsea vertraut seit den Zeiten von José Mourinho einem System, das auf Organisation, Defensive und Kraft basiert. Wenn man diese Taktik perfekt umsetzt, steht selbst der FC Barcelona vor einem grossen Rätsel. (si)

Erstellt: 24.04.2012, 19:38 Uhr

Programm & Resultate

Super League
EndeLausanne - Luzern3:0
EndeSion - Thun0:1
Champions League Endrunde
EndeBorussia Dortmund - Bayern München1:2
Stand: 25.05.2013 22:30
Keine Daten vorhanden
GP Monaco 2013 - Qualifikation
1:13.8761 Nico Rosberg
1:13.9672 Lewis Hamilton
1:13.9803 Sebastian Vettel
Stand: 26.05.2013 07:44
NHL Playoffs
EndePittsburgh Penguins - Ottawa Senators6:2
EndeBoston Bruins - New York Rangers3:1
Stand: 26.05.2013 02:07
Super League
13:45St.Gallen - Servette
13:45Young Boys - FC Zürich
16:15Grasshoppers - Basel
Stand: 18.06.2012 08:02
Roland Garros
26.0513:30Carreno - Federer
Stand: 24.05.2013 19:35
Keine Daten vorhanden
NHL Playoffs
EndeChicago Blackhawks - Detroit Red Wings4:1
Stand: 26.05.2013 04:27
Keine Daten vorhanden
Roland Garros WTA
27.0511:00Hsieh - Scharapowa
27.0511:00Radwanska - Peer
Roland Garros
27.0511:00Wawrinka - Bakker
27.0511:00Nadal - Brands
27.0511:00Djokovic - Goffin
Stand: 24.05.2013 14:02
Keine Daten vorhanden
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