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Bienvenu macht das YB-Wunder perfekt

Aktualisiert am 04.08.2010

Die Berner qualifizierten sich dank einem sensationellen 1:0-Auswärtssieg bei Fenerbahçe Istanbul für die Playoffs um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League.

1/6 Bienvenu verlädt Volkan und trifft zum goldenen 1:0.
Bild: Keystone

   

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Fenerbahçe - Young Boys 0:1 (0:1)

Sükrü Saraçoglu. - 45'000 Zuschauer. - SR Nikolajew (Russ). - Tor: 40. Bienvenu (Assist Thierry Doubaï) 0:1.

Fenerbahçe Istanbul: Volkan Demirel; Bekir (46. Gökhan Gönül), Bilica, Ilhan, André Santos; Baroni, Emre; Dia (81. Semih), Alex (46. Selçuk), Stoch; Gökhan Ünal.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Dudar, Affolter, Jemal; Thierry Doubaï (70. Raimondi), Spycher; Degen, Costanzo (62. Hochstrasser), Lulic (78. Christian Schneuwly); Bienvenu.

Bemerkungen: Young Boys ohne Lingani, Fenerbahçe ohne Lugano, Özer, Ugur Boral, Mehmet Topuz (alle verletzt), Kazim (gesperrt) und Güiza (nicht im Aufgebot). 53. Gelb-rote Karte gegen Stoch (Unsportlichkeit/Schwalbe). Verwarnungen: 18. Bekir. 23. Jemal. 37. Stoch. 57. Affolter. 72. Hochstrasser. 77. Bilica (alle wegen Fouls). 86. Degen (Unsportlichkeit). 89. Emre (Foul).

Eine Woche nach dem 2:2 im Stade de Suisse, als YB bereits überlegen war, trat das Team von Vladimir Petkovic auch im Sükrü Saraçoglu dominant auf. Durch das Tor von Henri Bienvenu kurz vor der Pause erspielten sich die Young Boys den benötigten Vorsprung, den sie dank Cleverness, einem schwachen Gegner und einer über halbstündigen Überzahl nicht mehr aus den Händen gaben.

«Wir haben das Spiel kontrolliert, den Ball gehalten. Die erste Halbzeit war perfekt», resümierte Petkovic zufrieden. «Wir haben das Resultat souverän nach Hause geschaukelt. Kopf und Herz haben die mangelnde Erfahrung wettgemacht.»

YB schaffte es im elften Anlauf, als erste Schweizer Mannschaft in Istanbul zu gewinnen. Die letzten Siege gegen türkische Vereine liegen über 40 Jahre zurück: Der FCZ schaltete Galatasaray 1963 dank Losentscheid (nach 2:2 n.V. im Entscheidungsspiel) aus, zwei Jahre später warf Sion den gleichen Gegner aus dem Cupsieger-Cup.

Lohn für die erneut starke Leistung sind, neben einem kräftigen Applaus der Fenerbahçe-Fans, für die Auslosung am Freitag ein wirtschaftlich und sportlich attraktiver Gegner und garantierte Einnahmen von über acht Millionen Franken. Sollte YB die letzte, noch höhere Hürde auf dem Weg in die Champions League nicht nehmen können, wäre immerhin die Teilnahme in der Gruppenphase der Europa League fix. So weit mochte nach dem unerwarteten Coup freilich niemand denken.

Vollmundige Gastgeber

«YB hat die Gelegenheit des Jahrhunderts verpasst. So ein Fenerbahçe werden sie nicht mehr vorfinden», schrieb eine der sechs grossen Istanbuler Sportzeitungen in ihrer Vorschau für das Rückspiel. Sie und auch die grosse Mehrheit der rund 45'000 Zuschauer lagen mit ihrem grenzenlosen Optimismus falsch. Es schien, als hätte Fenerbahçe die Lehren aus dem glückhaft zu Stande gekommenen Remis in Bern nicht gezogen.

Gerade als die ebenso heissblütigen wie ungeduldigen Fans nach dem x-ten Fehlpass zu einem gellenden Pfeifkonzert ansetzten, bliesen die Spieler der Young Boys zum erfolgreichen Angriff. Thierry Doubaï lancierte auf der linken Seite Henri Bienvenu, dieser setzte sich entscheidend durch und schob zum 1:0 ein. Der Kameruner, zuvor und danach ein zuverlässiger «Ballhalter» als einzige Sturmspitze, setzte die Überlegenheit der Berner völlig verdient in das längst fällige Tor um.

Folgenschwerer Platzverweis

Zupass kam den Young Boys in der Folge, dass wie im Hinspiel (Kazim Kazim durch Ballwegschlagen) ein Fenerbahçe-Spieler des Feldes verwiesen wurde. Diesmal hob der bereits verwarnte Miroslav Stoch im Zweikampf mit dem kaum überwindbaren Scott Sutter zum Tiefflug ab, worauf Fener die letzten 37 Minuten mit neun Feldspielern bestreiten musste.

Diese Tatsache und das drohende Out gegen den Schweizer Aussenseiter veranlassten den reichsten Sportklub der Türkei nach einer guten Stunde, seine Offensivbemühungen zumindest im Ansatz zu verstärken. Dass der erste Schuss auf YB-Goalie Marco Wölfli erst in der 61. Minute abgegeben wurde, zeigte die Behäbigkeit des Heimteams aber auch statistisch auf. Die einzige reelle Chance auf den Ausgleich vergab der eingewechselte Semih Sentürk in der Nachspielzeit. Der türkische EM-Joker von 2008 scheiterte an Marco Wölfli, der in dieser Szene seine einzige, aber umso wichtigere Intervention hatte. (Si)

Erstellt: 04.08.2010, 22:31 Uhr

Programm & Resultate

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Roland Garros
27.05EndeCipolla - Wawrinka3:6 3:6 6:4 6:3 2:6
Stand: 27.05.2012 16:09
GP Monaco 2012 - Rennen
1:46:06.5571 Mark Webber
+0.6002 Nico Rosberg
+0.9003 Fernando Alonso
Stand: 28.05.2012 18:10
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Playoff
Live Aarau - Sion0:0
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0516:15Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.05EndeFederer - Kamke6:2 7:5 6:3
28.05EndeDjokovic - Starace7:6 6:3 6:1
Stand: 28.05.2012 17:15
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Freundschaftsspiel
20:45Italien - Luxemburg
Stand: 13.04.2012 13:49
Roland Garros
29.0511:00Federer - Ungur
29.0511:00Bolelli - Nadal
29.0511:00Djokovic - Kavcic
29.0511:00Andujar - Wawrinka
Stand: 28.05.2012 17:15
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