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Bei einem Sieg endet das Rechnen
Von Peter Herzog. Aktualisiert am 19.05.2012 1 Kommentar
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Am Sonntag neigt sich für die Young Boys mit dem letzten Heimspiel eine weitere ernüchternde Saison dem Ende zu. Am kommenden Mittwoch folgt in Basel noch der Schlusspunkt. Die treuen YB-Fans hatten erneut viele Enttäuschungen zu verarbeiten. Das zeigt schon ein Blick auf die Statistik: Nur 6 Spiele vermochten die Young Boys bei 16 Meisterschaftsauftritten im Stade de Suisse zu gewinnen – das ist wahrlich eine dürftige Bilanz.
Gegen Sion geht es für die Young Boys darum, mit dem siebten Heimsieg alle Hochrechnungen zu beenden und die Qualifikation für die Europa League zu sichern. Das wäre auch ganz im Sinne von Interimstrainer Erminio Piserchia. Denn am nächsten Mittwoch wartet für die Young Boys noch der Auftritt beim Meister in Basel. Und im St.-Jakob-Park sind allerlei Feierlichkeiten angesagt. Vor dem Anpfiff werden die scheidenden Spieler Huggel, Shaqiri, Xhaka, Chipperfield und Ersatzgoalie Herzog verabschiedet. Nach der Partie geht der Jubel-Trubel weiter, wenn die FCB-Spieler den Meisterpokal überreicht bekommen. «Der FCB hat einen Lauf und ist seit 26 Spielen ungeschlagen», sagt der Baselbieter Piserchia. «Die Basler wollen sicher nicht mit einer Niederlage in die Meisterfeier steigen. Deshalb müssen wir zuvor mit einem Sieg gegen Sion alles klarmachen.»
Eine gute Nachricht
Gegen die Walliser stehen dem Trainerduo Piserchia/Thomas Häberli zudem Stürmer Raúl Bobadilla und Mittelfeldspieler Pascal Doubai nun doch zur Verfügung. Beide wurden nach ihren Platzverweisen nach Beleidigungen gegen die Spielleiter bei der Begegnung vom 5. Mai gegen Luzern mit sechs Spielsperren belegt. YB hat gegen das Verdikt Rekurs eingelegt, und die Rekurskommission der Swiss Football League gewährt nun in beiden Fällen aufschiebende Wirkung.
So sind Bobadilla und Doubai gegen Sion spielberechtigt. Piserchia nennt dies eine gute Nachricht. Denn mit Michael Silberbauer (Muskelprellung im Oberschenkel), Dusan Veskovac (Adduktorenprobleme) und Josef Martínez, der während der Woche über Kopfschmerzen klagte und krankgemeldet war, sind drei Spieler auf der Verletztenliste. Der Däne Silberbauer, der einzige Spieler aus der Super League, der an die EM reist, fehlte während der gesamten Woche im Training.
Das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Chefcoach Vladimir Petkovic, seit Dienstag neuer Trainer bei Sion, wird auch für Piserchia speziell. Allerdings haben sich die zwei seit der Entlassung von Petkovic bei YB vor 13 Monaten nicht mehr gesprochen. «Wir erlebten eine intensive Zeit zusammen», sagt Piserchia, und er pflege mit allen Trainern, mit denen er zusammengearbeitet habe, ein gutes Verhältnis. «Aber speziell private Kontakte habe ich nicht.»
Ein stiller Abgang
Bei den Young Boys gibt es am Sonntag im Stade de Suisse übrigens keine Verabschiedungen, obwohl einige Spieler den Verein verlassen werden. David Degen zieht es zurück nach Basel, doch da der Wechsel noch nicht offiziell ist, gibt es auch keine Blumen. Es wird wohl eher ein stiller Abgang für Degen werden, denn laut Piserchia ist sowohl gegen Sion wie auch gegen Basel kein Einsatz des Baselbieters vorgesehen. «Wir nehmen ihn aus der Schusslinie», sagt der Interimstrainer.
Weiter läuft der Leihvertrag von Nassim Ben Khalifa aus, die Transferrechte sind weiter beim VfL Wolfsburg. «Womöglich wird er von Wolfsburg ein weiteres Mal ausgeliehen, zu welchem Club, das ist offen», meint YB-CEO Ilja Kaenzig zu dieser Personalie. Auch die Zukunft von Mario Raimondi, dessen Vertrag bei den Bernern zwar noch bis im Juni 2013 gültig ist, und von Raphael Nuzzolo bleibt ungewiss. Und einige Spieler, die ausgeliehen wurden, wie Scott Sutter (FCZ) oder der Tunesier Ammar Jemal (Köln), stehen ab Juni wieder auf der Lohnliste von YB. Kaenzig: «Es wird auch bei uns einige Wechsel geben. Aber solange die Verträge nicht unterschrieben sind, gibt es keine Abschiede.» (Der Bund)
Erstellt: 19.05.2012, 08:36 Uhr
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1 Kommentar
YB bleibt YB: mit dem lächerlichen Rekurs hat dieser Millionario-Club nicht einmal die Grösse, einen Entscheid der Liga auf sechs Spielsperren für Bobadillo und Dubai zu akzeptieren. Anstatt ihre jungen Juwelen (Frey, Gonzales) einzusetzen und ihnen Spielpraxis zu gewähren, setzt man auf teure undisziplinierte eingekaufte Stars, die ihnen dafür anfangs der nächsten Saison fehlen werden. Peinlich Antworten

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