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Beckenbauer schimpft Van Gaal Mimose
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 04.11.2010
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Nachdem Hoeness Van Gaal beim TV-Sender Sky Kommunikationsprobleme vorgeworfen hatte, nutzte der Trainer an der offiziellen Presskonferenz der Uefa vor dem Champions-League-Spiel in Cluj die europäische Bühne, um zum Gegenschlag auszuholen. «Ich bin sehr enttäuscht, sehr enttäuscht, dass mein Präsident so etwas über mich sagt», liess Van Gaal vor den erstaunten Journalisten im Rumänien seinen Frust los. Van Gaal hat daraufhin sogar mit seinen Spielern über den Angriff von Hoeness gesprochen. «Es beinflusst vielleicht meine Autorität bei der Mannschaft», erklärte er.
Diese Ansicht teilt Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer mit dem Holländer überhaupt nicht. «Ich glaube, Louis van Gaal übertreibt ein bisschen», sagte die deutsche Lichtgestalt live im TV auf Sat 1. «Vielleicht ist er ein bisschen zu empfindlich und zu mimosenhaft», fuhr der Kaiser fort. Es sei ja keiner ermordet worden und es habe auch keine Tätlichkeit gegeben. Beckenbauer hat offenbar Angst, dass der Krach zwischen Hoeness und Van Gaal noch vollends eskaliert. Deshalb doppelte er gleich mahnend nach. «Man darf es jetzt nicht übertreiben. Es waren Meinungsunterschiede da, unter Männern spricht man darüber und dann geht man auseinander und versucht, es in Zukunft besser zu machen.»
Der vereinbarte Friede täuscht
Die Vereinsleitung hatte in einer Pressemitteilung geschrieben, Hoeness und Van Gaal hätten sich ausgesprochen und sich danach die Hände gereicht. Doch Van Gaal fühlt sich in seinem Stolz offenbar immer noch tief verletzt. «Wenn so was passiert, dann beeinflusst mich das nicht in meiner Arbeit. Als Person ist das etwas anderes», sagte Van Gaal nach dem Spiel in Cluj. Wie recht er doch hatte: Seine Mannschaft siegte mit 4:0 und qualifizierte sich vorzeitig für den Achtelfinal. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.11.2010, 13:23 Uhr
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