Basel zeigte YB erneut den Meister
Von Peter Herzog. Aktualisiert am 21.11.2011 1 Kommentar
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Es war ein trister Novembersamstag für die Young Boys im St.-Jakob-Park. 0:1 gegen den FC Basel, die dritte 0:1-Niederlage der Young Boys in den vergangenen fünf Spielen – und der Rückstand auf den amtierenden Meister ist auf neun Punkte angewachsen. Anstatt bis auf drei Punkte an die Basler heranzukommen, wie das die Berner vor dem Spiel als Ziel formuliert hatten, ist der FCB mittlerweile ausser Sichtweite entschwunden, und die Berner bleiben im Mittelfeld der Rangliste stecken.
Marco Streller, der einzige Torschütze im Spitzenkampf, antwortete auf die Frage, ob das die Vorentscheidung im Meisterrennen gewesen sei: «9 Punkte Rückstand auf den FC Basel aufzuholen, ist schwierig.» Streller hatte sich in der 27. Minute im Strafraum aus der Umklammerung von Alain Nef gewunden, und als auch Dusan Veskovac gegen den Ball stolperte, nutzte dies der Basler zu seinem fünften Saisontor. «Ich wurde von Nef zurückgehalten, und der Schiedsrichter sagte mir, er hätte Penalty gepfiffen, wenn ich mich hätte fallen lassen», erzählte Streller nach dem Spiel im Tribünengang.
Zuvor hatte er sich mit seinen Teamkollegen vom Basler Anhang vor der Muttenzerkurve ausgiebig feiern lassen. Danach vor den Journalisten machte er sich auch für den neuen Trainer stark. «Man sieht ganz deutlich die Handschrift von Heiko Vogel. Wir spielen um eine Spur defensiver als unter Thorsten Fink. Unsere Verteidiger sind deutlich glücklicher jetzt, da wir auch mal wieder zu null spielen. Und das finde ich gut, denn der Erfolg gibt dem Trainer recht.»
Das Pech von Nef und Farnerud
Strellers Frohmut ist verständlich. Bis zum Gegentor waren die Young Boys jedoch die bessere Mannschaft gewesen. Die Berner spielten im St.-Jakob-Park zu Beginn mit dem Selbstbewusstsein auf, das Trainer Christian Gross von seiner Mannschaft einfordert. Aber das angestrebte Tor gelang YB erneut nicht, wie schon vor Wochenfrist gegen Servette nicht und wie auch nicht beim 0:0 in Neuenburg und dem 0:1 gegen GC. Einzig das 4:1 gegen Lausanne steht der Torarmut der Berner entgegen.
In Basel hatte Alexander Farnerud, erneut einer der Besten bei YB, die grösste Möglichkeit, aber Steinhöfer wehrte seinen Schuss vor der Linie ab, und Huggel warf sich in den Nachschuss des Schweden. Und als Alein Nef kurz zuvor den Ball nach einer Freistossflanke mit dem Kopf ins Tor gelenkt hatte, ahndete der Schiedsrichter eine knappe Abseitsposition des YB-Verteidigers.
Fast nur Ausfälle in der Offensive
Einmal in Rückstand, baute YB in der Offensive immer mehr ab. Der nach langer Zeit erstmals wieder in der Startformation figurierende Marco Schneuwly hatte keine einzige gute Strafraumszene. Nassim Ben Khalifa spielte gegen die Basler Abwehrspieler oftmals so, was er laut Geburtsschein noch ist: wie ein Junior. Und David Degen konnte keinen einzigen seiner Flügelläufe erfolgreich zu Ende führen. Was man dem Ex-Basler zugutehalten muss: Er sorgte zumindest für ein bisschen Betrieb. Was man von seinem Teamkollegen auf der anderen Aussenbahn, Raphäel Nuzzolo, nicht sagen kann. Der gebürtige Bieler enttäuschte wie Michael Silberbauer ein weiteres Mal.
Nach der Pause brachte Gross zuerst Jan Lecjaks für Nuzzolo, danach Emmanuel Mayuka für Schneuwly und schliesslich Moreno Costanzo für Scott Sutter. Die Rochaden machten das Berner Spiel nicht besser. Die stark abbauenden Gäste konnten bis zum Schlusspfiff keine einzige gefährliche Situation vor FCB-Hüter Sommer kreieren. YB-Trainer Gross konstatierte bei der Aufarbeitung der schmerzlichen Niederlage, «dass meine Einwechslungen nicht die gewünschte Wirkung hatten». Und er bemängelte, was er seit Wochen gebetsmühlenartig wiederholt: «30 Meter vor dem gegnerischen Tor sind wir zu wenig konkret.»
Der Cup als Strohhalm
Was bleibt den Bernern nach der empfindlichen Niederlage in Basel? Ein Durchstarten im Schweizer Cup. Für Marco Wölfli ist dieser Wettbewerb jetzt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. «Wir wollen im Cup unbedingt etwas erreichen, und deshalb müssen wir am nächsten Sonntag in Winterthur gewinnen.» YB gastiert im Achtelfinal auf der Schützenwiese in Winterthur. (Der Bund)
Erstellt: 21.11.2011, 06:28 Uhr
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