Sport
Basel im Freudentaumel
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 29.04.2012 5 Kommentare
Die «Hahnenkamm-Fraktion» Dragovic, Xhaka und Shaqiri spritzen ihren Trainer Heiko Vogel mit Sekt ab. (Video: Joël Gernet)
Benjamin Huggel spricht über seinen letzten Meistertitel als Spieler. (Video: Joël Gernet)
Bernhard Heusler spricht über seinen ersten Titel als FCB-Präsident. (Video: Joël Gernet)
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Super League
34. Runde
| 25.05. | Lausanne - Luzern | 3 : 0 |
| 25.05. | Sion - Thun | 0 : 1 |
| 26.05. | St.Gallen - Servette | - : - |
| 26.05. | Young Boys - FC Zürich | - : - |
| 26.05. | Grasshoppers - Basel | - : - |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59:30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41:30 | 60 |
| 3. | St.Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49:32 | 56 |
| 4. | FC Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54:42 | 49 |
| 5. | Thun | 34 | 13 | 8 | 13 | 42:42 | 47 |
| 6. | Sion | 34 | 12 | 9 | 13 | 36:50 | 45 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44:43 | 42 |
| 8. | Luzern | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:49 | 36 |
| 9. | Lausanne | 34 | 7 | 9 | 18 | 28:47 | 30 |
| 10. | Servette | 33 | 6 | 8 | 19 | 28:51 | 26 |
35. Runde
| 29.05. | Lausanne - Servette | - : - |
| 29.05. | Luzern - Sion | - : - |
| 29.05. | St.Gallen - Grasshoppers | - : - |
| 29.05. | Young Boys - Basel | - : - |
| 29.05. | FC Zürich - Thun | - : - |
Und dann war er plötzlich doch da, der Meisterpokal. Und natürlich fehlte die Feier auf dem Basler Barfüsserplatz auch nicht: «Davon kann man einfach nie genug haben», sagt Captain Marco Streller, der um 20.50 Uhr den Balkon betrat. Er liess dabei jenen den Vortritt, die das zum ersten Mal erlebten. «Das ist einfach überwältigend», meint Streller. Und auch sein routinierter Teamkollege Benjamin Huggel war einmal mehr beeindruckt, wie viele Menschen zusammen gekommen sind, um den 15. Meistertitel der Clubgeschichte zu feiern. Dass es diesmal nicht nach einer Finalissima geschehen ist, schmälere die Emotionen nicht: «Für uns Spieler ist das der Lohn für den Schweiss, den wir jeden Tag im Training vergiessen.» Huggel feiert seinen letzten Meistertitel seiner Aktivkarriere. «Bis jetzt spüre ich aber noch gar keine Wehmut», sagt der 34-Jährige.
Alles andere als Wehmut verspürt auch Bernhard Heusler, der im Stadtcasino immer wieder Gratulationen entgegennehmen und für Erinnerungsfotos posieren musste. Der überglückliche Präsident stellt aber keinen Unterschied zu jenen Titeln fest, die er als Vizepräsident erlebt hat: «Er fühlt sich an wie die anderen auch.» Nur konnte er im Gegensatz zu den letzten beiden Saisons seine Nerven schonen, weil der Titel so früh feststeht – trotz einer turbulenten Saison mit einem Trainerwechsel im Herbst. «Das zeigt, wie gut alle rund um die Mannschaft gearbeitet haben», meint Heusler.
In den nächsten Wochen folgen für die Basler noch weitere Feiern: Einerseits die offizielle Meisterfeier am 23. Mai und vielleicht die Feier des Cupsiegs eine Woche zuvor. «Wir wollen unbedingt den Cupfinal gewinnen. Wir begnügen uns nicht mit zweiten Plätzen», sagt Steinhöfer.
Captain Marco Streller holte den Meisterkübel persönlich in der Muttenzerkurve ab. Natürlich nicht das Original, sondern ein überdimensioniertes Modell aus Karton. Den Spielern ist das egal, sie feiern den dritten Titel in Serie mit einer Inbrunst, als hätten sie soeben eine Finalissima gewonnen und nicht nur einen Pflichtsieg gegen Lausanne gelandet.
Jahrzehnt- oder Jahrhundertmannschaft?
Speziell ist der Titel auch für Xherdan Shaqiri. «Ich wollte in meiner letzten Saison in Basel unbedingt noch einmal Meister werden. Das ist ein sehr schönes Gefühl», meint der zukünftige Bayern-Profi. Das Spiel gegen Lausanne sei sehr schwer gewesen, denn die Waadtländer seien nur hinten hineingestanden. Die Gründe für die Dominanz in der Super League sind für Shaqiri offensichtlich: «Wir haben grosse Qualität in der Mannschaft und eine Riesensaison gespielt.» Und Huggel differenziert noch etwas: «Wir haben aus dem besten Spielermaterial das Beste herausgeholt.» Von einer Jahrhundertmannschaft wollte der Baselbieter nichts wissen. «Das hat man schon vor zehn Jahren gesagt. Aber den Titel Jahrzehntmannschaft unterschreibe ich sofort», sagt der 34-Jährige, der Ende Saison seine Aktivkarriere beenden wird.
Für Bernhard Heusler ist es wie für Cheftrainer Vogel der erste Titel an der Spitze. «Wir waren unglaublich konstant und haben wenige Fehler gemacht», sagt der Präsident. Der dritte Titel in Serie sei für ihn der schönste der drei, «weil wir ihn so richtig geniessen können.» In der Tat: Noch nie sicherte in der Super League eine Mannschaft früher die Meisterschaft als der FC Basel Ausgabe 2011/12. «Das ist die unspontanste spontane Meisterfeier, die ich kenne», sagt Huggel lachend. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.04.2012, 19:33 Uhr
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5 Kommentare
Als FCZ Fan. Kompliment nach Basel. Beste Mannschaft in der Schweiz, seit langer Zeit, die anderen Clubs koennen nur noch nachrennen und lernen. Auch International war der FCB super.
Also neidlos von Zurich nach Basel: Herzliche Gratulation dem FCB, und fuer die wuerdige Vertretung im europ. Clubfussball. Danke FCB
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