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«Auf der Schützenwiese können wir jeden schlagen»
Aktualisiert am 28.03.2012 28 Kommentare
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Andreas Mösli, Sie sind als Geschäftsführer der Kopf des FC Winterthur. Können Sie nach dem Viertelfinalsieg im Penaltyschiessen gegen St. Gallen noch klar denken?
Ich muss. Wir haben nur noch zwei Wochen Zeit, um den Halbfinal zu organisieren. Vorher hatten wir immer mindestens einen Monat für die Vorbereitung, jetzt sind wir voll im Stress.
Aber die Erinnerung an den Sieg gegen den FC St. Gallen und die Vorfreude auf Basel entschädigen für alles.
Auf jeden Fall. Die Partie gegen St. Gallen war ein grossartiger Anlass. Wir hatten mit dem 0:2-Rückstand das perfekte Drehbuch für einen Fussballkrimi. Es hätte spannender nicht sein können. Am Ende war die Stimmung einfach fantastisch.
Und jetzt kommt der grosse FCB.
Ja, ein Riesenlos. Wir spielen in der Challenge League und der FCB in der Champions League, das muss man sich mal vorstellen. Für uns ist der Cup-Halbfinal der Anlass des Jahrzehnts.
Das Stadion Schützenwiese fasst 8500 Zuschauer, werden Sie die kleine Arena noch mit einer Nüssli-Tribüne ausbauen?
Das ist leider nicht möglich. Der Platz ist sehr begrenzt. Ausserdem können wir mit Stehplätzen mehr Tickets absetzen als mit Sitzplätzen.
Wieso verlegen Sie das Spiel nicht in den St.-Jakob-Park mit fast 40'000 Sitzplätzen?
Das kommt nicht infrage. In Basel hätten wir schon vor dem Anpfiff verloren, auf der Schützenwiese können wir jeden schlagen. YB und St. Gallen haben das am eigenen Leib erfahren.
Der Letzigrund war auch kein Thema?
Ich bitte Sie. Das ist doch kein Fussballstadion, dort hat es absolut keine Atmosphäre. Die Schützenwiese ist das einzig richtige Stadion im Kanton Zürich.
Trotzdem ist die letzte Renovation schon länger her. Der FC Winterthur wurde deshalb auch schon mit dem FC St. Pauli verglichen.
Das schmeichelt uns natürlich. Ich würde sagen, wir sind der FC St. Pauli im Kleinformat.
Dadurch, dass Sie nicht nach Basel reisen, verzichten Sie auf viel mehr Einnahmen.
Geld ist nicht alles. Wir wollen unsere Fans und Sponsoren belohnen. Ausserdem wollen wir am Grundgedanken des Cups festhalten: Der Kleine empfängt den Grossen und ärgert ihn zu Hause. Ausserdem bezweifle ich, dass das Spiel in Basel ausverkauft wäre.
Apropos Ärger: Fürchten Sie die Muttenzer Kurve?
Nein, wir haben bereits einige Erfahrungen mit grossen Clubs gemacht. Wir werden ein Kontingent von 1800 Tickets für die Basler Fans freigeben. Das ist sicher nicht zu unterschätzen, aber wir sind mit der Polizei und den Basler Verantwortlichen in engem Kontakt.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.03.2012, 13:33 Uhr
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28 Kommentare
Sypmathisches Interview! Auch als FCB-Fan finde ich, Herr Mösli hat recht und das Verkaufen des Heimrechtes von kleineren Clubs an grosse ist doch eigentlich wirklich ein "no-go". Dem FCW kann nur wirklich nur zu der grossartigen bisherigen Leistung gratulieren und Stadt und Fans haben es verdient, zuhause nochmals um das ganz grosse Los zu spielen. Trotzdem - hopp FCB Antworten
Als ehemaliger Winterthurer vertraue ich voll und ganz dem FCW und hoffe, dass er Basel stoppen kann. Wenn schon der FCZ nichts mehr auf die Reihe bringt, dann muss es eben der FCW richten. Und: eine sehr sympatische Haltung die Mösli vertritt. Super Sache, Hopp FCW :-) Antworten
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