Alex Freis Wettlauf gegen die Zeit
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Freis unglücklicher Sturz
Quelle: Teleclub
Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Die Operation fand im Basler Bruderholz-Spital um Mitternacht statt, und sie dauerte über zwei Stunden, weil sich die Fraktur als kompliziert herausstellte und mit einer Platte und mehreren Schrauben behandelt werden musste. Fussballer Alex Frei war der Patient, eingeliefert am Samstagabend nach einem bösen Sturz im Spiel gegen Aarau und nach einem unglücklichen Duell mit Martin Stoll. Die noch auf dem Platz gestellte Diagnose: Bruch des rechten Oberarms. Die erste Prognose: sechs bis acht Wochen Pause. Die erste Reaktion von Nationalcoach Ottmar Hitzfeld, der auf der Tribüne sass: «Das ist ein herber Verlust für den FCB. Ich hoffe, dass der Heilungsprozess optimal verläuft. Ich gehe davon aus, dass Alex seine Fitness konservieren kann und uns in Südafrika zur Verfügung stehen wird.»
Am Tag danach sah sich der FC Basel veranlasst, die bevorstehende Zeit der Genesung nach oben zu korrigieren. In einem Communiqué teilte der Verein mit, es sei «nicht sicher, ob Frei diese Saison nochmals für den FCB wird spielen können». Die Meisterschaft endet am 16. Mai. Danach beginnt für die Nationalspieler die Vorbereitung auf die WM in Südafrika und ihren ersten Auftritt am 16. Juni in Durban gegen Europameister Spanien.
Auf die Moral geschlagen
Einer der ersten Besucher von Alex Frei gestern im Spital war sein Sturmpartner Marco Streller, mit dem er zusammen für 27 der 50 Basler Saisontore besorgt war. Streller traf einen Kollegen an, dem die neuerliche gravierende Verletzung (vgl. Kasten) und vor allem die Aussicht, dass er möglicherweise nicht mehr in die Meisterschaft eingreifen kann, auf die Moral schlugen. Der 30-Jährige äusserte aber bereits die Absicht, möglichst schnell mit dem Training wieder zu beginnen.
Mut machte ihm gewiss auch ein Anruf am Sonntagabend von Ottmar Hitzfeld, der sich vor dem heutigen Abflug zum Fifa-Workshop in Johannesburg bei seinem Captain meldete. «Für Frei ist der Armbruch schlimm, weil er sich auf einem Topniveau befand. Die Rekonvaleszenz kann aber auch eine Chance sein», sagte FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler, «Frei hat zwar eine für den Fussball untypische Verletzung erlitten, aber er kann gerade im konditionellen Bereich schon sehr bald wieder einiges machen.»
Für den FCB hat der Ausfall von Frei Konsequenzen, aus Sicht von Benjamin Huggel sind sie erheblich: «Frei ist nicht zu ersetzen.» Und Trainer Thorsten Fink berichtete, wie er die Stimmung empfang, die in der Garderobe während der Pause des Aarau-Spiels herrschte: «Die Spieler standen unter Schock.» Mit Blick auf das Meisterduell mit YB sagte er: «Die Chancen auf den Titel sind sicher nicht gestiegen; einen Alex Frei kann man nicht einfach so ersetzen.»
Die Klubleitung hat für heute eine Sitzung der Technischen Kommission einberufen, an der auch darüber diskutiert wird, ob ein Zuzug noch infrage kommt. Das nationale Transferfenster ist bis Ende Monat geöffnet – bis Ende Woche können die Basler einen Schweizer Stürmer unter Vertrag nehmen. Allerdings scheinen die Alternativen ziemlich rar.
Basel holt wohl keinen Ersatz
Sportkoordinator Georg Heitz sagt: «Tendenziell werden wir nichts unternehmen.» Er verweist auf die Breite des Kaders, auch auf einen Scott Chipperfield, der in zwei Wochen zurückerwartet wird und in seiner Karriere auch schon als Stürmer auftrat. Ansonsten heisst der zweite Basler Angreifer der nächsten Wochen neben Streller Federico Almerares. Der 24-Jährige kam in dieser Saison zwar schon 17-mal, aber nur während insgesamt 483 Minuten zum Einsatz und steht in der Super League noch ohne Treffer da. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 22.02.2010, 13:44 Uhr
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