Sport
Cancellara stürzt - Gold für Winokurow
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Cancellara tat sich erneut an der Schulter weh. Bereits Anfang April hatte er sich in der Flandern-Rundfahrt einen dreifachen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Glücklicherweise zog er sich diesmal keinen Bruch zu, wie Untersuchungen im Spital ergaben. Ob seine Schulterprellung am Mittwoch im Zeitfahren einen Start zulässt, ist noch offen. Bis zur verhängnisvollen Szene kurz vor Schluss hatten die Schweizer ein perfektes Rennen gezeigt und die favorisierten Briten in die Defensive gezwungen.
Nutzniesser des Dramas um Cancellara wurde letztlich der Kasache Alexander Winokurow, der im September 39 Jahre alt wird und schon vor 12 Jahren Olympia-Silber gewonnen hatte, damals hinter dem Deutschen Jan Ullrich. Der Kasache feierte somit ein fast unglaubliches Comeback. Vor einem Jahr hatte er sich an der Tour de France einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, wonach die Karriere beendet schien. Doch der zähe Winokurow kämpfte sich zurück und wurde nun mit Gold belohnt.
Winokurow verwies im Spurt den Kolumbianer Rigoberto Uran auf Platz 2. Der Südamerikaner hatte 10 km vor dem Ziel aus einer ursprünglich 42köpfigen Spitzengruppe attackiert, einzig Winokurow konnte ihn kontern. Der Norweger Alexander Kristoff sicherte sich im Spurt der Verfolger, acht Sekunden zurück, Bronze. Als bester Schweizer klassierte sich der Zuger Gregory Rast als Achter. Ein schlechter Lohn für das Schweizer Team, das bis zum Unfall von Cancellara sehr gut gekämpft hatte.
Schon kurz nach dem Start hatte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe abgesetzt, in der sich mit Michael Schär ein Schweizer einreihte und in der sich mit dem Russen Denis Mentschow, dem Australier Stuart O'Grady und dem Slowenen Janez Brajkovic namhafte Fahrer befanden. Die Flüchtlinge konnten sich zwar nie entscheidende absetzte, aber sie zwangen die favorisierten Briten dazu, den ganzen Tag Nachführarbeit zu verrichten. Prompt wurden Bradley Wiggins, Mark Cavendish und Co. 50 km überrascht, als sich eine grössere Gruppe absetzte, in der neben Schär, Gregory Rast und Michael Albasini auch der Schweizer Teamleader Fabian Cancellara steckte.
Es bildeten sich praktisch zwei Felder. Vorne 42 Mann mit den vier Schweizern, dahinter das Feld, angeführt von den Briten und den Deutschen, die für die Sprinter Cavendish und André Greipel die Pace bestimmten. 40 km vor dem Ziel lag die Spitze rund eine Minute vor dem Feld, und es zeichnete sich bald ab, dass es das Feld nicht mehr schaffen würde, die Lücke zu schliessen. Die Ausgangslage für die Schweizer schien überaus vielversprechend, bis eben Cancellara durch seine Unachtsamkeit aus der Entscheidung geworfen wurde.
Männer. Strassenrennen: 1. Alexander Winokurow (Kas). 2. Rigoberto Uran (Kol), gleiche Zeit. 3. Alexander Kristoff (No) 0:08 zurück. 4. Taylor Phinney (USA). 5. Sergej Lagutin (Usb). 6. Stuart O'Grady (Au). 7. Jurgen Rolaendts (Be). 8. Gregory Rast (Sz). 9. Jack Bauer (Au). 10. Lars Boom (Ho), alle gleiche Zeit. Ferner: 56. Martin Elmiger (Sz) 0:40. 86. Michael Schär (Sz), gleiche Zeit. 95. Michael Albasini (Sz) 0:50. 105. Fabian Cancellara (Sz) 5:43.
Erstellt: 28.07.2012, 23:23 Uhr
Sport
Am und auf dem kühlen Nass
Erleben Sie erfrischende Ausflüge mit SBB RailAway am und auf dem kühlen Nass.
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.




Sportbilder der Woche



















