Besser als schlechte Nachrichten

Viele Leser wollen statt Terror, Tod und Verderben mal positive Nachrichten. DerBund.ch/Newsnet publiziert regelmässig Beiträge mit Lösungsansatz. Was halten Sie davon?

Das Gemüt will gute Nachrichten, der Überlebensinstinkt schlechte: Tauben galten in der hebräischen Mythologie als Überbringer des Wasserstandes (hier eine Aufnahme von Brieftauben am Alexanderplatz in Berlin, 2009).

Das Gemüt will gute Nachrichten, der Überlebensinstinkt schlechte: Tauben galten in der hebräischen Mythologie als Überbringer des Wasserstandes (hier eine Aufnahme von Brieftauben am Alexanderplatz in Berlin, 2009).

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Nur schlechte Nachrichten sind Nachrichten – das war lange Zeit das Credo der Medienbranche. Neuigkeiten wie «Hunger in der Dritten Welt geht zurück» interessieren weniger, sorgen weder für Gesprächsstoff in der Kaffeepause, noch bewegen sie die Leute dazu, morgens die Gratiszeitung aus der Box zu nehmen. Es sind die Schreckensmeldungen, die fesseln.

Warum das so ist, darüber liessen sich Bücher füllen. Jedenfalls: Je dramatischer die Neuigkeit, desto grösser das Leserinteresse. Das zeigt sich auch an den Zugriffszahlen beispielsweise auf DerBund.ch/Newsnet. Es gibt aber noch andere Beobachtungen: Viele Leser empfinden es als Wohltat, zwischendurch etwas Konstruktives, Lösungsorientiertes zu lesen. Vom Engagement junger Pfadfinder für Asylkinder etwa oder von wissenschaftlichen Bemühungen, Vögel vor dem Windrädertod zu bewahren.

DerBund.ch/Newsnet hat im September 2015 angefangen, regelmässig lösungsorientierte Beiträge in einer eigenen Rubrik zu publizieren. Dafür gebe es fünf gute Gründe, schrieb der damalige Chefredaktor Res Strehle:

  • Die Flut an schlechten Nachrichten ist für viele Leserinnen und Leser zu viel des Schlechten.
  • Kritiker sind glaubwürdiger, wenn sie ab und zu auch selber Vorschläge machen.
  • Viele Leserinnen und Leser schicken uns Anregungen.
  • Mit konstruktivem Journalismus werden Medien ihrer gesellschaftlichen Verantwortung eher gerecht.
  • Auch die PR-Branche berichtet positiv – aber Medienberichte sind interessenfrei und deshalb interessanter und glaubwürdiger.

Für viele Beiträge kamen die Anregungen von der Leserschaft selbst. DerBund.ch/Newsnet hatte sich zuvor zweimal mit einem internationalen Konsortium an einer gemeinsamen Schwerpunktausgabe mit ausschliesslich lösungsorientierten Beiträgen beteiligt. Dann startete er einen Aufruf, der ein grosses Echo auslöste.

Was uns bislang fehlt, ist ein Feedback unserer Online-Leserschaft. Wie gerne lesen Sie lösungsorientierte Beiträge, verglichen mit der regulären Berichterstattung? Und welche Art von konstruktivem Journalismus behagt Ihnen? Bitte bewerten Sie in unserer Umfrage fünf Beiträge, die in der Rubrik «Die Lösung» erschienen sind, und beantworten Sie eine Frage zum Thema. Hier geht es zur Befragung.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.01.2017, 17:47 Uhr

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