Schweiz
Zwischenfall bei Ausschaffung eines Nigerianers
Aktualisiert am 08.07.2011 402 Kommentare
Links
Situation eskaliert: Polizisten wenden in Zürich bei einer Ausschaffung massive Gewalt an. (Quelle: «10vor10»/SF)
Artikel zum Thema
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Erstmals ist heute wieder ein Schweizer Ausschaffungsflug von Zürich nach Nigeria gestartet. Ein «10vor10»-Team beobachtete aus der Ferne, wie die Nigerianer aufs Flugzeug gebracht werden und filmte dabei einen schweren Zwischenfall: Als sich ein abgewiesener Asylbewerber weigerte, die Maschine zu besteigen, versuchten mehrere Polizisten, den Mann mit Gewalt an Bord zu tragen.
Dabei schlug ein Beamter den Mann mehrmals mit der Faust. Der Einsatzleiter brach diese Ausschaffung ab – daraufhin schlug ein Beamter den am Boden liegenden Mann mit einem Schlagstock.
Denise Graf von Amnesty International Schweiz zeigte sich von den Bildern schockiert und sagte gegenüber «10vor10»: «Wir fordern vom zuständigen Regierungsrat eine unabhängige Untersuchung – und zwar von der Vorbereitungsphase bis zur Rückkehr ins Gefängnis.»
Am Geländer festgeklammert
Der Pressechef der Kantonspolizei Zürich, Marcel Strebel, sagte zu «10vor10»: «Der Eindruck, den die Bilder hinterlassen, ist tatsächlich nicht schön.» Man werde nun den Vorfall mit den beteiligten Polizisten, die aus verschiedenen Kantonen stammen, abklären. Erste Befragungen hätten ergeben, so Strebel weiter, dass sich der Mann vor der Flugzeugtür an einem Geländer festgeklammert habe.
«Darauf hat man ihm auf die Hände geschlagen.» Einen anderen Polizisten habe der Nigerianer« in der Nähe des Genitalbereiches gepackt», worauf der Polizist seinen Schlagstock eingesetzt habe.
Keine Ganzkörperfesselung mehr
Der Ausschaffungsflug heute Vormittag war der erste seit über einem Jahr. Im März 2010 kam es auf dem Flughafen Zürich bei einer Zwangsausschaffung zu einem tragischen Todesfall eines jungen Nigerianers. Bis zu diesem Todesfall brachten die Behörden besonders renitente abgewiesene Asylbewerber in Ganzkörperfesselung auf den Flieger. Seither wehrt sich Nigeria gegen diese Praxis. Die abgewiesenen Asylbewerber waren heute nur leicht gefesselt. Kritiker hatten vor dem Flug moniert, diese neue Fesselungspraxis könnte zu heiklen Situationen führen.
Bundesamt für Migration schweigt
Das Bundesamt für Migration wollte sich zu den Filmsequenzen mit den schlagenden Polizisten nicht äussern. BFM-Sprecher Michael Glauser erklärte gegenüber der Sendung nur, dass «der Flug gut verlaufen» sei, dass man 19 Personen in Lagos übergeben habe und die Maschine nun auf dem Rückflug sei. (pbe/bru)
Erstellt: 07.07.2011, 22:17 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
402 Kommentare
Amnesty International?Eine Gilde arbeitsscheuer Linker welche überall dort ihr Maul aufreisst wo unnötig und nichts zu befürchten ist. In Burma oder anderen kritischen Staaten verstecken sie sich damit man die vollen Hosen nicht sieht! Und zu 10vor10.. ein absolut linker Hauffen medialer Zumutung für den gebührenzahlenden Bürger. Wo sind die wenn ein Polizist bespuckt,getreten,angemacht wird? Antworten
Ich habe heute den Kommentar von Amnesty International in SF Schweiz aktuell gesehen. Einfach unglaublich wie sich diese Organisation blind auf die Seite von Rechtsbrechern stellt. Meine Spende im letzten Monat zu Gunsten dieser Organisation wird meine letzte gewesen sein. Antworten
Schweiz
- 10:38Top-Diplomat Ambühl verlässt das Finanzdepartment
- 08:12Deutscher Lehrer spielt Katz und Maus mit Berner Schule
- 07:29Die Verlagerung ist den Italienern egal
- 06:13Schweizer Justiz verloren im Al-Qaida-Aktenberg
- 06:09Hoher Besuch mitten in der Nacht
- 06:00Diese SVP-Initiative ist eine Ohrfeige für die Westschweiz
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.


Bitte warten



























