Zoll spülte 21,3 Milliarden Franken in die Bundeskasse
Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat im vergangenen Jahr 21,3 Milliarden Franken für die Bundeskasse eingenommen. Damit nahm die EZV 2,4 Milliarden Franken weniger ein als noch ein Jahr zuvor, wie es an einer Medienkonferenz am Dienstag in Chiasso hiess. Insgesamt entsprechen die 21,3 Milliarden Franken rund einem Drittel der Gesamteinnahmen des Bundes. Dabei entfallen rund 10,2 Milliarden auf die Mehrwertsteuer und 5,1 Milliarden Franken auf Treibstoffabgaben.
Im vergangenen Jahr ermittelte die Zollfahndung in rund 6100 Fällen wegen Schmuggels. Im Jahr 2008 waren es 7000 Fälle. Rund 3100 Untersuchungsdossiers wurden neu eröffnet. Bei den meisten Fällen ging es um Hinterziehung von Mehrwertsteuern. Am meisten geschmuggelte Lebensmittel waren Fleisch, Getreide, Früchte und Gemüse. Am Zoll wurden zudem an knapp 17'000 Lastwagen Sicherheitsmängel festgestellt. Ein Jahr zuvor waren 11'700 Lastwagen betroffen. Im vergangenen Jahr registrierte das Grenzwachkorps (GWK) 61 rechtswidrige Einreisen an den Aussengrenzen und bei rund 3500 Personen einen illegalen Aufenthalt. Im Bereich der Schleppertätigkeit intervenierte das GWK in 141 Fällen erfolgreich gegenüber 297 ein Jahr zuvor. (sam/ddp/)
Erstellt: 09.02.2010, 12:40 Uhr
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